Sanochemia reduzieren


05.02.10 15:27
Meldung
 
Wien (aktiencheck.de AG) - Vladimira Urbankova, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von Sanochemia (ISIN AT0000776307 / WKN 919963 ) mit "reduzieren" ein.


Das Pharmaunternehmen habe diese Woche die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 bekannt gemacht. Der Umsatz habe mit EUR 29,5 Mio. auf Vorjahresniveau gelegen, obwohl im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr keine F&E-Milestonezahlungen hätten realisiert werden können. Wachstumstreiber seien die Röntgenkontrastmittel aus dem Bereich Humanpharmazeutika gewesen. Der Synthese Geschäftsbereich habe stagniert.

Einmalige Restrukturierungskosten aus Personalaufwendungen und Wertberichtigungen aus Verträgen und Forderungen in der Höhe von EUR 2,5 Mio. hätten das operative Ergebnis belastet. Das EBIT sei auf EUR -4,6 Mio. gesunken (von EUR -1,2 Mio. im VJ). Einmaleffekte (insgesamt EUR 5,4 Mio., inklusive Schließen von verlustbringenden Devisenoptionen) hätten auch das Finanzergebnis unter Druck gebracht und zur Ausweitung des Nettojahresverlustes auf EUR 10,8 Mio. geführt (im vergangenen Jahr seien es noch EUR 3,7 Mio. gewesen).

Sanochemia plane im laufenden Geschäftsjahr aus den roten Zahlen zu kommen. Einsparungen, Konzentration auf margenstarke Produkte und F&E Aktivitäten Optimierung sollten die Erholung bringen. Insgesamt wolle Sanochemia pro Jahr EUR 4,0 Mio. einsparen. Die Auswirkungen der gesetzten Schritte seien bereits im Quartalergebnis des 1. Quartals sichtbar. Die Umsatzvorschau zeige einen Anstieg von über 10% und ein EBITDA im positiven Bereich. Einsparungen sollten auch durch den Wechsel vom Prime Standard in den General Standard an der Frankfurt Börse erzielt werden. Noch im Februar sollte zudem die Notierungsaufnahme im Dritten Markt der Wiener Börse folgen.

Nach der vorhergehenden Gewinnwarnung seien die roten Zahlen keine Überraschung für Investoren gewesen. Sanochemia habe Anlegern versichert, dass die Altlasten mit dieser Bilanz ausgeputzt seien und die Firma damit reinen Tisch gemacht habe. Die Analysten würden Investoren dennoch raten weiter abzuwarten, bis die Restrukturierungsschritte weiter fortgeschritten und sichtbar seien.

Die Analysten der Erste Bank bleiben derzeit bei der "reduzieren"-Empfehlung für die Aktie von Sanochemia. Ihr Kursziel sei in Überarbeitung. (Analysevom 05.02.2010) (05.02.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

Kurs- und weitere Informationen zum Thema:

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