Klöckner & Co-Aktie: Frühlingsgefühle statt Abwärtsstrudel


12.03.12 16:45
Meldung
 
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, bestätigt sein Anlageurteil "kaufen" für die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100 ).


Im März sei klar: Die von CEO Rühl im Januar ausgemachten Risiken hätten sich nicht weiter konkretisiert; das gezeichnete Bedrohungsszenario verflüchtige sich. Die auf der volkswirtschaftlichen Ebene zum Januar vermeldeten Statistikdaten, die der deutschen Industrie einen Stolperstart ins Jahr 2012 würden bescheinigen wollen, würden ein vages Argument für Pessimismus bleiben. Wenig Substanz habe ebenso die Sorge, dass die von Chinas Regierung modifizierte Wachstumsplanung für die nächsten fünf Jahre eine praktische Bedeutung für den Rohstoffbedarf des Landes habe - werde in Peking doch lediglich die untere Grenze des Zielkorridors, die Toleranz hinsichtlich einer Abschwächung neu gefasst.

Die jüngsten Aussagen von Rühl würden nachvollziehen lassen, an welch kritischer Weggabelung das operative Geschäft von Klöckner & Co im Januar kurzzeitig gesehen worden sei, wie anderseits aber der dann eingeschlagene Pfad von Entspannung geprägt sei. Zu der aus konjunktureller Unsicherheit erwachsenen Kundenzurückhaltung habe sich noch eine bis Februar wetterbedingte Schwäche der Schweizer Landesgesellschaft, des neben Becker Stahl-Service (BSS) wichtigsten Ergebnislieferanten, gesellt. Die Situation zum Jahreswechsel werde sich als Delle herausstellen, die im März bereits wieder ausgebügelt sei.

Die Risiken seien nicht als banal abzutun, wenn nach einem guten Jahr 2011 nunmehr die Bauwirtschaft im Inland stagniere und der Maschinenbau eine Abkühlung bei den Auslandsorders verspüre. Klöckner & Co stelle sich für die europäischen Geschäftseinheiten auf einen Rückgang des Marktvolumens um 5% ein. Hier werde jeder zehnte Mitarbeiter Klöckner & Co verlassen. Der Großteil der damit jetzt angegangenen Anpassung nehme die konjunkturellen Risiken jedoch nur zum Anlass und greife im Grunde strukturelle Defizite ab.

Voraussetzung für die fortgesetzte Erholung der europäischen Stahlindustrie insgesamt sei die weitere Reduktion von Kapazitäten, die Anpassung an einen regional nie mehr an das Niveau von 2007 herankommenden Mengenbedarf. Klöckner & Co forciere nun den Abschied aus Produktmärkten, in denen Distributeure in konfrontativem Wettbewerb zu den Stahlkochern stünden. Und regional wiederum biete Deutschland aufgrund der starken Marktfragmentierung vielfach derart unattraktive Margen, dass der Großteil der Restrukturierung hier stattfinde.

Während auch das Amerika-Geschäft eine schwache zweite Jahreshälfte 2011 bestritten habe - so habe die inzwischen mit Namasco zu Klöckner Metals US verschmolzene Macsteel USA in sechs Monaten einen Nachsteuerverlust von umgerechnet 9 Mio. Euro beigesteuert - so bestätige Rühl jetzt wie erwartet für 2012 die Vorgabe einer operativen Marge von 6%. Innerhalb des Amerika-Beitrags werde der Verlust der Tochter Frefer aufgefangen. Die Währungsentwicklung seit Sommer 2011 habe dem brasilianischen Markt ein Überangebot beschert. Die Enttäuschung über den bisherigen Fortgang dieser Akquisition werde nicht verhehlt (Volumen der 70%-Anteilsübernahme bei netto 75 Mio. Euro).

Die Analysten würden den Geschäftseinheiten in Übersee 2012 ein EBITDA von umgerechnet 170 Mio. Euro zutrauen, ebenso viel wie dem bisher alleinigen Standbein, dem Europageschäft (Prognose des Konzern-EBITDA: 311 Mio. Euro). Rühl lasse sich nicht zu einer detaillierten Prognose hinreißen. Zumindest bezüglich des außereuropäischen Ergebnisbeitrags dürfte die Schätzung der Analysten mit der aktuellen (qualitativen) Kommunikationslinie des Unternehmens ungefähr in Einklang stehen. Von der Spekulation, dass sich dem auch von ihnen erwarteten ergebnisstarken ersten Halbjahr dann ab Sommer wieder ein Einbruch anschließen sollte, würden sie sich nicht leiten lassen.

Das Kursziel von 20,00 Euro und das Anlageurteil "kaufen" für die Klöckner & Co-Aktie bestätigen die Analysten von SRH AlsterResearch. (Analysevom 12.03.2012) (12.03.2012/ac/a/d)



 

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