10-jährige US-Rendite kein Handlungsbedarf


02.09.10 15:18
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Bei der letzten Betrachtung der 10-jährigen US-Rendite deuteten mehrere Anzeichen auf eine Bodenbildung bei 2,60% hin, berichten die Analysten der WGZ BANK.


Zwischenzeitlich sei diese Marke zwar unterschritten worden, letztendlich zeige die Rendite seitdem aber eine nahezu seitwärts gerichtete Tendenz. Der Spread zu unserer heimischen Rendite habe sich dabei ausgeweitet, denn - unter gleichen Vorzeichen - sollte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264 ) bei etwa 132,30% rangieren. Im deutschen Rentenbarometer zeichne sich zwar eine Schwäche ab, Kurse unter dieser Marke bei 132,30% erwarte man aber (zumindest in einem ersten Anlauf) nicht.

Die US-Rendite zeige hingegen deutliche Anzeichen einer Bodenbildung, wenngleich die definitiven Signale noch fehlen würden. Seien die Analysten bisher von einer scharfen Korrektur der Bond-Kurse ausgegangen, scheinen die Notierungen nun zuerst zu stagnieren. Ein definitives Verkaufsignal bzw. ein Signal für eine steigende Rendite lasse sich im Chart nicht erkennen, denn noch würden die zyklischen Hoch- und Tiefpunkte eine fallende Tendenz zeigen.

Daneben behalte die aktuelle Trendgerade ihre Gültigkeit, die momentan bei etwa 2,80% rangiere. Erst Kurse über diesem Niveau würden für ein Signal sorgen, wobei das entstehende Potenzial bei ca. 3,00% bereits wieder abgebremst werden könnte. Hier lasse sich eine Struktur finden, die an eine elliott-technische "4" erinnere. In der Regel würden diese Marken zusätzliche Widerstände bilden.

Passend dazu würden sich die Indikatoren präsentieren. So zeige der RSI eine ansteigenden Tendenz und votiere damit für eine kurze Renditeerholung (d.h. fallende Bondkurse). Der MACD habe unterdessen ein neues Verlaufstief markiert und unterstütze den aktuellen Trend damit.

"Kurzer Renditeanstieg möglich, Trendwende unwahrscheinlich ". Auf diesen einfachen Nenner lasse sich die momentane technische Konstellation reduzieren. Erst mit Notierungen über 2,80% steige die Gefahr einer generellen Umkehr wieder an. Meist werde eine solche Bewegung dann aber auch durch andere Signale unterstützt, so dass man momentan keinerlei Handlungsbedarf - weder für Verkäufe noch für Neuengagements - sehe. (02.09.2010/ac/a/m)


 

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