DAX Entscheidung naht


12.03.10 13:13
Meldung
 
Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Der Einstieg in einen DAX-Long-Trade erfolgt, sobald das Volatilitätsbarometer (VDAX) unter den Stand von 18 Punkten fällt, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.


Neben dem aktuellen Signal sei dies das letzte Mal im Mai 2008 der Fall gewesen. Auffällig werde sofort, dass kräftige Trendphasen, wie zwischen 2005 und 2007 tendenziell, von einem sehr schwachen VDAX begleitet würden. Die Händler auf den Terminmärkten würden während solchen Bewegungen also eher von einer niedrigen Schwankungsbreite des Leitindex ausgehen. Doch das bringe auch einige Gefahren mit sich. Denn:

Die Trefferquote dieser Handelsstrategie liege bei lediglich 33%. Gerade in Seitwärtsphasen - wie wir sie momentan haben - neigen die Börsianer auf dem Parkett dazu, den DAX zu optimistisch einzuschätzen, so die Experten vom "DAX-Ausblick". Man sollte sich deshalb den ganz ähnlichen Verlauf von 2004 genau anschauen.

Obwohl sich diese Strategie - trotz geringer Trefferquote - auszahle, seien in der ersten Hälfte 2004 nur negative Trades abgeschlossen worden. Auffällig dabei sei vor allem gewesen, dass die Einstiegssignale relativ nahe am Top aufgetreten seien. Wer also einen niedrigen VDAX zum antizyklischen Einstieg genutzt hätte, wäre mit Puts in diesem Abschnitt wesentlich besser gefahren. Die Frage, die sich laut den Experten vom "DAX-Ausblick" nun mit dem aktuellen Signal aufdrängt, ist: Stehen wir vor einer neuen kräftigen Aufwärtsbewegung oder sehen wir gerade eine kurzfristige Top-Bildung?

Der zweite Ansatz sei - gerade auch durch den Einklang mit der 2004er-Bewegung - zu bevorzugen. Dafür spreche auch die charttechnische Analyse, denn sollte es dem DAX jetzt nicht gelingen, den Bereich von 5.950 Punkten auch per Schlusskurs hinter sich zu lassen, drohe (mit gar nicht mal soviel Fantasie) die Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Gerade die niedrige Handelsaktivität spreche für ein solches Szenario. Schaue man einmal genau hin:

Seitdem das deutsche Leitbarometer Anfang Februar zu einem heftigen Sprung nach oben angesetzt habe, sei eine Abnahme des Handelsvolumens deutlich zu erkennen. Diese Divergenzen seien oft Vorboten für eine bevorstehende Abwärtsbewegung. Die Nackenlinie für die mögliche SKS-Formation wäre in diesem Fall exakt die seit August gültige Aufwärtstrendgerade, die aktuell bei 5.580/5.600 Punkten verlaufe. Ein erneuter Test dieser Trendgerade würde gut ins technische Bild passen, denn zwischen 5.605 und 5.641 Punkten klaffe noch eine 36 Punkte große Kurslücke, die mit dem avisierten Rücksetzer geschlossen werden könnte. Dabei gelte:

Klettere der DAX jetzt - gerade auch per Schlusskurs - deutlich über 5.950 Zähler, sei die SKS-Formation definitiv vom Tisch. Dann eröffne sich ein weiterer Aufwärtsspielraum bis zum Jahreshoch bei 6.094 Punkten. Weitere Kurszuwächse seien dann allerdings nur mit einer deutlichen Zunahme des Handelsvolumens möglich, weshalb man das Geschehen hinter den Kulissen in den kommenden Sitzungen ganz genau im Auge behalten sollte. Oberhalb von 5.800 Punkten halte der "Nervenkrieg-Börse" jedoch weiter an. Man sollte sich daher nicht zu früh aus der Ruhe bringen lassen. (12.03.2010/ac/a/m)


 

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