DAX Talfahrt gebremst


05.02.10 09:34
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach dem kräftigen Kursrutsch vom Vortag können sich die deutschen Standardwerte zunächst stabilisieren, berichten die Experten von "scoach.de".


Nach Börsenschluss und vorbörslich habe sich die Talfahrt nicht weiter fortgesetzt. Dennoch dürfte der DAX heute etwas schwächer in den Handel starten. Der auf Basis des DAX-Futures ermittelte X-DAX, der den außerbörslichen Stand des DAX zeige, werde derzeit auf 5.523 Punkte getaxt. Das seien rund zehn Zähler weniger als zum Xetra-Schluss am Vorabend. Am Donnerstag habe der Leitindex 2,45 Prozent auf 5.533,24 Punkte verloren. Belastet werde der Markt derzeit von den Sorgen über die exzessive Staatsverschuldung einiger Mitgliedsstaaten der Eurozone und enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA. Die Widerstände lägen bei 5.540/5.555 und 5.625. Die Unterstützungen würden sich bei 5.495/5.500, 5.425 und 5.375 befinden.

Die Vorgaben von den internationalen Börsen seien negativ. Der Dow Jones Industrial Average habe 2,61 Prozent auf 10.002,18 Punkte verloren. Dies sei jedoch schon weitestgehend in den Kursen hierzulande eingepreist. Der Future auf den US-Leitindex stehe derzeit rund 25 Zähler niedriger als zum Xetra-Schluss am Vorabend. Der Nikkei 225 habe 2,89 Prozent auf 10.057,09 Punkte eingebüßt.

Angesichts der Schuldenprobleme in einigen EU-Ländern habe der Euro seinen Abwärtstrend verschärft. Zur Stunde notiere die Europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3720 USD. Am Donnerstag habe die EZB den Referenzkurs noch auf 1,3847 USD festgesetzt.

Der Ölpreis habe sich nach den starken Vortagesverlusten im asiatischen Handel stabilisiert. Derzeit koste ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im März 73,46 USD. Das seien 32 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Donnerstag sei der Ölpreis um 3,84 USD abgesackt.

Heute stünden um 10:30 Uhr die großbritannischen Erzeugerpreise für Januar m/m (Prognose: 0,3, zuletzt: 0,5), um 11:30 Uhr die Schweizer KOF-Konjunkturumfragen für Januar, um 12:00 Uhr die deutsche Produktion im Produzierenden Gewerbe für Dezember m/m (Prognose: 0,4, zuletzt: 0,7) und die brasilianischen Verbraucherpreise für Januar m/m (zuletzt: 0,4) zur Veröffentlichung an. Dann würden um 14:30 Uhr die US-Arbeitslosenquote für Januar (Prognose: 10, zuletzt: 10), die Stundenlöhne für Januar m/m (Prognose: 0,2, zuletzt: 0,2), die kanadische Arbeitslosenquote für Januar (Prognose: 8,5, zuletzt: 8,5), die neu geschaffene Stellen ex Agrar in den USA für Januar (in Tsd., Prognose: 20, zuletzt: -85) und die US-Wochenstunden für Januar folgen.

Um 21:00 Uhr würden die US-Verbraucherkredite für Dezember (in Mrd. USD, Prognose: -9,5, zuletzt: -17,5) sowie um 21:30 Uhr das Commitment of Traders veröffentlicht. (05.02.2010/ac/a/m)


 

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