DAX mit erstem Monatsminus im August seit fünf Jahren


06.09.10 16:42
Meldung
 
Berlin (aktiencheck.de AG) - Seit dem Frühjahr dieses Jahres kämpft sich der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900 ) immer wieder mühsam in Richtung 6.300 Punkte vor, um dann binnen kurzer Zeit unter 6.000 Punkte zu korrigieren, so die Experten von "Heibel-Ticker".


Anfang August sei noch ein neues Jahreshoch bei 6.387 Punkten erreicht worden, bis zum Monatsende sei der Index sodann um 9% auf vorübergehend 5.833 Punkte gefallen. Auch wenn der Ausverkauf wie immer schmerzhaft für Anleger gewesen sei, die ihre Positionen ins Minus rutschen gesehen hätten, so sei der Ausverkauf doch letztlich nichts weiter als "wie immer" seit nunmehr sechs Monaten gewesen.

Das für etwas langfristiger orientierte Anleger Wichtige an den vielen Hochs und Tiefs seit diesem Frühjahr sei, dass die Hochs immer höher und die Tiefs ebenfalls immer höher seien. Wir haben also noch immer, wenn auch unter starken Schwankungen, eine steigende Tendenz. Charttechniker würden bei dieser Information jubeln.

Gleichzeitig würden Charttechniker jedoch verzweifeln, wenn sie sich die 200-Tage-Durchschnittslinie anschauen würden, die bei 5.950 Punkten nun unterschritten, also nach unten durchbrochen worden sei. Angst vor einer zweiten Rezession komme da schnell auf.

Im Monatsvergleich habe der DAX 4,24% abgegeben. Seit fünf Jahren sei es das erste Mal, dass der August kein Plus erzeugt habe. Vor den nunmehr eher als schwache Börsenmonate bekannten September und Oktober sei das wahrlich eine schlechte Ausgangssituation. Mark Twain würde sagen: "Der August ist ein wahrlich gefährlicher Börsenmonat, genau wie der Oktober und auch der September. So sind auch der März sowie der Mai als auch der Januar und der November, der Juni und Juli, der Dezember und der Februar sowie der April besonders gefährliche Börsenmonate. Habe ich einen vergessen?"

Derzeit gebe es noch keinerlei Signale, dass der Zickzackkurs an den Börsen bald aufgelöst werden könnte. So müsse man damit rechnen, bis zum November, den US-Zwischenwahlen, immer wieder ein entsprechendes Heiß-Kalt-Bad verabreicht zu bekommen. Die Experten würden nach wie vor die Gefahr eines Abrutschens in eine zweite Rezession für nicht sehr groß halten und daher nach wie vor vermeiden, zu Tiefstkursen einzelne Positionen unter Panik zu verkaufen. Lieber auf die nächste Aufwärtswelle warten.

Zu den Tiefstkursen würden die Experten sodann weiterhin versuchen, einzelne Positionen aufzustocken sowie neue Spekulationen einzugehen. (Ausgabe 35 vom 03.09.2010) (06.09.2010/ac/a/m)


 

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