DAX weiteres Korrekturpotenzial


08.02.10 09:28
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Der DAX versuchte sich in der vergangenen Woche an einer Gegenbewegung, so der Sentimentexperte Thomas Theuerzeit von "animusX".


Diese habe jedoch schon am Mittwoch ein Ende gefunden, sodass anschließend wieder die Südseite im Visier gestanden habe. Dabei sei es zu dramatischen Rückgängen gekommen, die den DAX in das favorisierte Unterstützungsbündel der Experten hätten fallen lassen. Auf Wochenschlussbasis breche der DAX den flachen Aufwärtstrendkanal und komme bereits der 200-Tageslinie bei 5.417 Punkten bedrohlich nah. Die Bären hätten das Zepter übernommen.

Die Markttechnik auf Wochenbasis deute übergeordnet klar weiteres Korrekturpotenzial an. Die stochastischen Indikatoren auf Wochenbasis würden zwar wieder in ihre untere Extremzone rein laufen; ein Dreh oder gar Kaufsignal lasse aber noch auf sich warten. Derweil befinde sich der Trendfolgeindikator MACD klar im Verkaufsmodus. Von dieser Seite kämen weiter große Störfeuer und eine Ausweitung der Korrektur müsse einkalkuliert werden. Ob das aber der Beginn einer neues Baisse sei, müsse noch hinterfragt werden. Denn methodisch fehle es noch an einer Topformation. Und auch habe sich noch kein klarer Abwärtstrend eingestellt. Es mangle nach wie vor an einem tieferen Hoch, als das bei 6.094 Punkten, und auch an einem tieferen Tief, als das bei 5.312 Punkten.

Die nächsten Unterstützungsthemen lägen aus charttechnischer Sicht bei 5.300/20 Punkten und danach bei 5.111 Punkten. Letztgenannte Marke scheine insofern interessant, da sich hier auch quantitative Marken kumulieren würden: Das 61%-Retracement des Aufwärtsimpuls von Juli letzten Jahres und das 38%-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung von März letzten Jahres. Spätestens hier dürfte es zu einem ernsthaften Stabilisierungsversuch kommen - wenn nicht sogar schon zuvor. Denn der Blick auf das Tageschart zeige, dass mit dem Freitag auch die untere Trendlinie des Abwärtstrendkanals auf Bestand getestet worden sei. Ein nachhaltiger Bruch sei hier noch nicht vollzogen.

Auf der Oberseite seien die Widerstände jetzt mit 5.515 Punkten (Aufwärtstrendkanal) und mit dem 38-Tagesdurchschnitt bei 5.794 Punkten zu benennen. Der ordnungshalber müsse gesagt werden, dass rein formaltechnisch ein Kursziel von 5.180 Punkten aktiviert worden sei. Berechnet werde dieses aus der vermeintlichen Bärenflagge im Tageschart. Mehr Bären würden jetzt nicht mehr gehen. Somit schlage das taktische animusX®-Sentiment einen ersten Haken gen Norden. Von dieser Seite gehe eine deutliche Gefahr für die Bären aus. Die Bullen würden kontern und könnten den einen oder anderen Bär auf dem falschen Fuß erwischen, wenn dieser sich nicht flexibel zeige, sich auf ein hinreichendes Signal (Charttechnik, Nachrichten etc.) einzustellen.

Wie aber der animusX®-L/S-Index zeigt, scheinen die Bären bereits sensibilisiert zu sein, so die Experten von "animusX". Der Index signalisiere eine hohe Bereitschaft, in den kommenden zwei Wochen die Longseite anzugehen. Hier stelle man sich bereits mental auf die antizyklische Seite. Folgen entsprechende Taten, so sei eine Gegenbewegung nur noch eine Frage der Zeit. Den animusX®-Ratios zufolge befinde sich der Markt auch schon in der Nähe der Wunscheinstiegsniveaus. Ab 5.390/410 Punkte lägen signifikante Nachfrageüberhänge vor. Ein Reversal in der Nähe dieses Niveaus sollte entsprechend ernst genommen werden.

Der DAX habe die Zielzone erreicht. Jetzt gehe es nur noch um die "Feinjustierung", von wo aus die Gegenbewegung starte. Die Investoren seien für die Longseite sensibilisiert. Eine eventuelle nochmalige Schwäche sollte jetzt eine gute Einstiegsgelegenheit bieten. (Ausgabe 6 vom 07.02.2010) (08.02.2010/ac/a/m)


 

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