Deutsches BIP zum vierten Quartal 2011 um 0,2% zurück.


15.02.12 11:36
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist, wie heute Morgen gemeldet wurde, im vierten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal um 0,2% gefallen, so die Analysten von Postbank Research.


Dies habe den Erwartungen der Analysten entsprochen, während der Markt von einem geringfügig stärkeren Rückgang ausgegangen sei. Im Vergleich mit dem vierten Quartal 2010 habe sich die Wirtschaftsleistung um 2,0% erhöht.

In Frankreich habe die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2011 um 0,2% zugelegt. Auch dies hätten die Analysten aufgrund eines deutlich anziehenden privaten Verbrauchs erwartet, während der Konsensus mit einem Rückgang des BIP um 0,2% gerechnet habe. Die beiden größten Länder des Euroraums hätten damit trotz der konjunkturellen Schwäche positiv überrascht.

Im Verlauf des Vormittags würden noch die BIP-Daten Italiens und des gesamten Euroraums bekannt gegeben. Für Italien würden die Analysten mit einem Schrumpfen um 0,4% gegenüber dem Vorquartal rechnen. Für die EWU würden sie ein Minus von 0,2% erwarten. Dies wäre dann der erste Rückgang seit dem zweiten Quartal 2009. Die Aussichten für das laufende Quartal seien ebenfalls eher trübe. Es müsse durchaus gerechnet werden, dass das EWUBIP nochmals leicht sinke, womit der Euroraum dann eine Rezession durchlaufen würde.

Allerdings sei eine Besserung in Sicht. Die vom ZEW-Institut befragten Analysten würden nämlich vor allem die konjunkturellen Aussichten Deutschlands im Februar wesentlich positiver einschätzen als noch im Vormonat. Der Indikator sei von -21,6 auf +5,4 Punkte gesprungen, nachdem er bereits im Januar stark gestiegen sei. Der Sinneswandel hinsichtlich der Wachstumsperspektiven seit dem Jahreswechsel sei schon sehr bemerkenswert. Durch den neuerlichen Sprung nach oben habe sich der ZEW-Index nämlich innerhalb eines Zweimonatszeitraums so stark verbessert wie nie zuvor. Aber nicht nur die Perspektiven für Deutschland hätten sich deutlich aufgehellt.

Auch die Aussichten für andere große Industrieländer würden wesentlich positiver oder zumindest weitaus weniger negativ eingeschätzt. Der Index für die gesamte EWU sei von -32,5 auf -8,1 Punkte gesprungen. Dies deute zwar immer noch auf Konjunkturskepsis hin. Der kräftige Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen untermauere aber die Einschätzung der Analysten, dass sich die deutsche und die europäische Konjunktur ab dem Frühjahr spürbar beleben sollten.

In den USA würden die Daten zur Industrieproduktion im Januar veröffentlicht. Die Analysten von Postbank Research rechnen mit einem Zuwachs um 0,6% gegenüber dem Vormonat. Die US-Industrie würde ihren Aufwärtstrend damit fortsetzen. (15.02.2012/ac/a/m)


 
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