Dt. Handelsbilanz rückläufiger Überschuss erwartet


09.02.10 09:40
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Nachdem in der letzten Woche die deutsche Industrieproduktion für den Monat Dezember 2009 um 2,6% im Monatsvergleich einbrach, sollte bei der heutigen Publikation der Dezember-Daten zur Handelsbilanz ein ebenfalls deutlich rückläufiger Monatsüberschuss keine Überraschung mehr darstellen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.


Man rechne mit einem saisonbereinigten Wert von 11 Mrd. EUR. Damit würde der deutsche Handelsbilanzüberschuss für das Kalenderjahr 2009 auf 130 Mrd. EUR zurückgehen, nach 177 Mrd. EUR im Jahr 2008 bzw. 196 Mrd. EUR in 2007. Wie in den Vorjahren sei das deutsche Exportvolumen im Jahr 2008 wesentlich durch einige wenige Gütergruppen geprägt worden. Das gesamte Exportvolumen habe 995 Mrd. EUR betragen. Das Gewicht der Gütergruppe "Kraftwagen und Kraftwagenteile" habe 17,5% (174 Mrd. EUR) betragen, gefolgt von "Maschinen" mit 14,8% (147 Mrd. EUR) und 13,9% für "Chemische Erzeugnisse" (138 Mrd. EUR).

Unter den fünfzehn wichtigsten Ländern für die deutschen Exporte habe sich 2008 nur ein asiatischer Staat befunden: die Volksrepublik China an elfter Stelle mit 3,4% Gewichtungsanteil. 75% der gesamten Ausfuhren hätten Europa betroffen (darunter EU 63,6% bzw. 42,0% für die Eurozone). Rang 1 habe 2008 Frankreich mit 9,7% inne, gefolgt von den USA mit einem Exportanteil von 7,2%. Stärker als die USA würden insgesamt in ihrer Summe Polen an neunter Stelle, die Tschechische Republik an dreizehnter Stelle und Ungarn an fünfzehnter Stelle mit 8,6% zu Buche schlagen.

Für die ersten elf Monate des Jahres 2009 betrage der Exportanteil in die USA 6,7% (China: 4,5%). In ihrer Summer klar gewichtiger als die USA seien unverändert in 2009 die oben erwähnten drei osteuropäischen Staaten mit einem Anteil von 8,3% gewesen. Auch weiterhin würden wohl Länder aus Europa in ihrer Gänze dominierend für die deutschen Exporte bleiben. Sicherlich werde der Export in die asiatischen Länder weiter an Bedeutung gewinnen. Aber zumindest derzeit könne sich Asien noch nicht als Gegengewicht zu den Industriestaaten etablieren. So habe z. B. der Exportanteil nach Indien auch nur von 0,8% in 2008 auf aktuell 1,0% angezogen. (09.02.2010/ac/a/m)


 

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