Euroraum vorläufige BIP-Daten für Q4/2011 auf der Age.


10.02.12 13:41
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Im Euroraum werden in der Berichtswoche die vorläufigen BIP-Daten für das vierte Quartal 2011 (Mi., 15.02., 11 Uhr) bekannt gegeben, so die Analysten von Postbank Research.


Dabei zeichne sich ab, dass die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft sei. Die Analysten würden mit einem Rückgang um 0,2% rechnen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal würde die Wachstumsrate damit auf nur noch 0,9% zurückgehen. Auch für das deutsche BIP (Mi., 15.02., 8 Uhr) würden sie aufgrund der schwachen Entwicklung der Industrieproduktion ein Quartalminus von 0,2% erwarten.

In Italien, dessen Wirtschaft unter dem staatlichen Sparzwang leide, dürfte das BIP (Mi., 15.02., 10 Uhr) sogar um 0,4% gesunken sein. Dagegen dürfte sich das französische BIP (Fr., 15.02., 7:30 Uhr) im Schlussquartal 2011 besser behauptet haben. Hier würden die Analysten von einem Zuwachs um 0,2% ausgehen.

In den USA stehe eine Fülle an Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Einzelhandelsumsätze (Di., 14.02., 14:30 Uhr) würden einen ersten Einblick gewähren, wie der US-Konsum ins Jahr 2012 gestartet sei. Nach einer verhaltenen Entwicklung in den Vormonaten würden die Analysten vor allem aufgrund gestiegener Autokäufe mit einer leichten Belebung rechnen. Die gesamten Einzelhandelsumsätze sollten im Januar mit einer soliden Rate von 0,6% gestiegen sein. Die Umsätze ohne Autos dürften dagegen um eher magere 0,3% zugelegt haben.

Die vom ZEW monatlich befragten Analysten hätten die konjunkturellen Aussichten Deutschlands im Januar wesentlich besser eingeschätzt als in den Vormonaten. Zwar würden die Analysten die Ansicht teilen, dass die deutschen Wachstumsperspektiven zuvor deutlich zu pessimistisch beurteilt worden seien. Nach dem Sprung im Januar würden die Analysten dem Index der ZEW-Konjunkturerwartungen (Di., 14.02., 11 Uhr) im Februar aber keine weitere starke Verbesserung zutrauen. Mit einem nur leichten Anstieg auf -19,0 Punkte sollte der Indikator eine Verschnaufpause einlegen.

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe der USA habe sich in den letzten Monaten deutlich verbessert und deute inzwischen wieder auf einen soliden Aufwärtstrend der US-Industrieproduktion (Mi., 15.02., 15:15 Uhr) hin. Die Analysten würden einen Anstieg um 0,6% gegenüber dem Vormonat erwarten. Dabei dürfte der Zuwachs im Verarbeitenden Gewerbe, das seine Produktion bereits im Dezember kräftig gesteigert habe, zwar etwas geringer ausfallen. Dafür dürften aber die Energieversorger, die ihren Ausstoß im Dezember deutlich reduziert hätten, diesmal einen positiven Beitrag leisten.

Der Inflationsdruck habe sich in den USA in den letzten Monaten abgeschwächt, was insbesondere einer Moderierung bei den Energiepreisen zu verdanken gewesen sei. Dieser Trend habe sich allerdings im Januar nicht fortgesetzt, was sich bei den US-Verbraucherpreisen (Fr., 17.02., 14:30 Uhr) bemerkbar machen sollte. Die Analysten würden mit einem Anstieg um 0,3% gegenüber dem Vormonat rechnen. Die Inflationsrate sollte dennoch leicht von 3,0% auf 2,9% sinken.

Dagegen sei der Aufwärtstrend bei den Kernverbraucherpreisen, die ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel berechnet würden, nach Erachten der Analysten noch ungebrochen. Hier würden sie einen Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,2% erwarten. Die Jahresrate sollte mit 2,3% ihr höchstes Niveau seit dem Jahre 2008 erreichen. (10.02.2012/ac/a/m)


 
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