Internationale Konjunkturdaten im Überblick


04.02.10 12:02
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Die EWU-Einkaufsmanagerindices für den Dienstleistungssektor waren im Januar rückläufig, so die Analysten von Postbank Research.


Der Index für die gesamte EWU habe von 53,6 Punkten im Dezember auf nun 52,5 Punkte nachgegeben. Auch der deutsche Index habe im Vormonatsvergleich Federn gelassen, allerdings "nur" von 52,7 auf 52,2 Punkte. Gegenüber der Schnellschätzung sei er jedoch um 1 Punkt nach oben korrigiert worden. In Italien und Frankreich seien die Rückgänge um einiges deutlicher ausgefallen. Unter dem Strich sei der Januar kein guter Monat für den Dienstleistungssektor der Eurozone gewesen. Positiv hervorzuheben bleibe lediglich, dass die Indikatoren nach wie vor auf eine Ausweitung der Geschäftsaktivitäten hinweisen würden.

Anders als im Euroraum sei in den USA die Stimmung unter den Einkaufsmanagern im Dienstleistungssektor gestiegen. Der ISM-Index sei von 49,8 auf 50,5 Punkte geklettert und habe damit den Weg in den Expansionsbereich zurückgefunden. Die Detaildaten seien jedoch gemischt ausgefallen. So sei die Auftragskomponente weiter angestiegen, während die Geschäftsaktivität rückläufig gewesen sei. Auch die Beschäftigungskomponente befinde sich noch tief im Rezessionsbereich, habe sich jedoch im Januar weiter verbessern können. Angesichts eher magerer Aussichten beim Privaten Verbrauch würden die Analysten das Anstiegspotenzial des Index in den kommenden Monaten für gering halten.

Heute bilde die Zinsentscheidung der EZB den wichtigsten Eintrag im Konjunkturdatenkalender. Allerdings würden keine wichtigen Neuigkeiten mit Bezug auf die Geldpolitik erwartet. Es sei damit zu rechnen, dass in der Presseerklärung allenfalls Marginalien im Vergleich zum Vormonat verändert würden. In der Pressekonferenz könnte einmal mehr Griechenland zum Schwerpunktthema werden. Mit einer ersten Anhebung des Leitzinssatzes würden die Analysten im vierten Quartal dieses Jahres rechnen.

Des Weiteren stünden heute die deutschen Auftragsdaten für Dezember auf dem Programm. Nach heftigen Schwankungen im Oktober und November erwarten die Analysten von Postbank Research im Dezember eine unspektakuläre Entwicklung. Der grundlegend positive Trend dürfte im Dezember seine Fortsetzung finden. Die Analysten würden mit einem Auftragsplus gegenüber dem Vormonat von 0,3% rechnen, die Marktschätzung liege bei 0,2%. Im Vorjahresvergleich dürfte es basisbedingt zu einem Anstieg von derzeit 4,5% in Richtung 10% gekommen sein. (04.02.2010/ac/a/m)


 

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