Internationale Konjunkturdaten Wochenausblick


05.02.10 11:53
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Mit Blick auf die Eurozone stellen in der Berichtswoche die Schnellschätzungen für die BIP-Ergebnisse des vierten Quartals (Fr., 12.02., 8:00 Uhr bzw. 11:00 Uhr) das Highlight dar, so die Analysten von Postbank Research.


Mit der Veröffentlichung des deutschen BIP für das gesamte Jahr 2009 habe es Andeutungen seitens des Statistischen Bundesamtes gegeben, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Schlussquartal nur noch stagniert haben könnte. Dies kontrastiere mit den für Oktober und November vorliegenden Daten für die Industrieproduktion und den Außenhandel. Auf dieser Basis würden die Analysten für das vierte Quartal ein Wachstum des deutschen BIP in der Größenordnung von 0,3% gegenüber dem dritten Quartal für wahrscheinlich halten. Allerdings könnte es für die Vorquartale zu deutlicheren Revisionen gekommen sein. Für die gesamte Eurozone würden die Analysten ebenfalls mit einem Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um 0,3% gegenüber dem Vorquartal rechnen.

Aus den USA stünden wenige Daten auf der Agenda. Der Handelsbilanzsaldo für Dezember (Mi., 10.02., 14:30 Uhr) liefere ergänzende Informationen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung gegen Ende 2009, wohingegen mit den Einzelhandelsumsätzen (Do., 11.02., 14:30 Uhr) erste harte Fakten für Januar anstünden.

Für die US-Einzelhandelsumsätze (Do., 11.02., 14:30 Uhr) im Januar gebe es gemischte Vorgaben. So würden die für Januar gemeldeten rückläufigen Autoverkaufszahlen ein Minus der Umsätze mit Pkw nahe legen. Einen positiven Impuls dürften dagegen die Tankstellenumsätze im Lichte gestiegener Benzinpreise gesetzt haben. Für die Einzelhandelsumsätze ohne Autos und ohne Tankstellenumsätze würden die wöchentlichen Umsatzzahlen von Ladenketten eine nur mäßige Gangart nahe legen. Die Analysten würden für die gesamten Umsätze mit einem Plus von 0,1% gegenüber dem Vormonat rechnen. Ohne Berücksichtigung der Pkw-Umsätze würden sie einen Anstieg um 0,3% erwarten.

Das US-Handelsbilanzdefizit (Mi., 10.02., 14:30 Uhr) dürfte sich nach einer vorangegangenen deutlichen Ausweitung im Dezember wieder etwas eingeengt haben. Dazu könnte ein geringeres Defizit im Handel mit Öl beigetragen haben. So würden wöchentliche Daten für Dezember auf eine geringere Importmenge an Öl und Ölprodukten hinweisen. Zudem hätten die Ölpreise im Monatsvergleich etwas leichter notiert. Derweil würden Unternehmensumfragen darauf hinweisen, dass die Exporte ihre Erholung tendenziell fortsetzen dürften. Für Dezember rechnen die Analysten von Postbank Research mit einer Verminderung des Handelsbilanzdefizits von 36,4 auf 35 Mrd. US-Dollar. (05.02.2010/ac/a/m)


 

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