Internationale Wirtschaftsdaten im Überblick


19.03.10 15:40
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Das Konsumentenvertrauen in der Eurozone hat sich während der vergangenen Monate Stück für Stück erholt, musste allerdings im Februar einen Rücksetzer verzeichnen, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.


Im März würden die Analysten zwar mit einem leichten Zuwachs rechnen, generell dürften sich die Vertrauenswerte aber auf einem Niveau einpendeln, das keine stark anziehende Konsumaktivität erwarten lasse. Ein Belastungsfaktor bleibe der Arbeitsmarkt in der Eurozone. So habe sich die Stimmung unter den Unternehmen zwar zuletzt merklich verbessert, es würden aber weiter Pläne fehlen, wieder Beschäftigung aufzubauen. Im März würden die Analysten beim Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in der Eurozone für den Gesamtindex von einer Bestätigung der Vormonatswerte ausgehen. Damit würden die Vertrauenswerte auf ein Anhalten der konjunkturellen Erholung hinweisen.

In diese Richtung dürfte auch das ifo-Geschäftsklima deuten, das im März leicht anziehen sollte. Gerade die Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe würden nach wie vor von der Erholung des Welthandels profitieren.

Das gelte neben der Eurozone auch für die USA: Nachdem die Auftragseingänge für langlebige Güter schon im Januar kräftig um 3,0% zugelegt hätten, würden die Analysten im Februar mit einem Zuwachs um 1,6% rechnen. Auch wenn die letzten Konjunkturdaten in den USA per saldo leicht positiv überrascht hätten, sei der langfristige Ausblick weiter mit großen Fragezeichen versehen. Insofern würden die Analysten mit einer Erhöhung der FED-Funds-Rate in den USA erst im Jahresverlauf 2011 rechnen.

Trotzdem beschäftige sich die US-Notenbank damit, wie die sehr expansive Geldpolitik im Bedarfsfall zurückgeführt werden könne. Zu diesem Thema spreche deren Präsident, Ben Bernanke, vor dem US-Kongress. Die eigentliche Rede sei aufgrund des schlechten Wetters im Februar zwar abgesagt, der Redetext aber verteilt worden, sodass primär der Frage-Antwort-Abschnitt Beachtung finden dürfte.

Auch die EZB habe zuletzt deutlich gemacht, ihre Notmaßnahmen zur Bekämpfung der Krise Stück für Stück zurückzuziehen. In den Augen der Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt besteht für die EZB aber kein Anlass, die Zinsen schnell zu erhöhen. Dies dürften auch die am Donnerstag anstehenden Daten zur Expansion der M3-Geldmenge und der Kreditvergabe an den privaten Sektor unterstreichen. Die Analysten würden bei beiden Zeitreihen von einer leicht negativen Jahresrate ausgehen. Die Ausweitung der Geldbasis durch die EZB schlage nicht auf das breite Geldmengenaggregat durch, sodass von dieser Seite keine inflationären Gefahren ausgehen würden. (19.03.2010/ac/a/m)


 

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