US-Arbeitsmarkt Stellenabbau vor dem Ende


05.02.10 09:14
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Lage am US-Arbeitsmarkt ist desatrös, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe die Arbeitslosenquote im Dezember 2009 bei 10,0% gelegen.
Im Januar dürfte es zu keiner Veränderung gekommen sein; immerhin bleibe aber eine weitere Verschlechterung aus. Mit einer nachhaltigen Verbesserung würden die Analysten auch in den kommenden Monaten nicht rechnen. Bereits im Anschluss an die Rezession zum Anfang dieses Jahrtausends hätten die Unternehmen in den USA extrem lange gewartet, bis sie wieder im großen Stil Beschäftigung aufgebaut hätten. Eine entsprechende Verhaltensweise würden die Analysten auch in den kommenden Monaten erwarten.

Immerhin dürfte im Januar dieses Jahres ein Stellenabbau verhindert worden sein, nachdem schon im November des letzten Jahres ein kleiner Stellenaufbau von 4.000 gelungen sei. Um ein deutliches Absinken der Arbeitslosenquote zu erreichen, müsse aber anhaltend ein Beschäftigungsaufbau von rund 150.000 Stellen stattfinden. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Gruppe der potenziell Erwerbstätigen in den USA weiter wachse. Für das Jahresende 2010 würden die Analysten mit einer Arbeitslosenquote von 9,7% rechnen, und bis 2011 würden sie einen Rückgang auf 9,1% unterstellen. Insbesondere dürften in diesem Jahr vom Arbeitsmarkt dämpfende Effekte auf den Konsum ausgehen.

Zu beachten sei, dass mit den heutigen Daten die turnusmäßige Benchmark-Revision der Arbeitsmarktstatistiken veröffentlicht werde. In Deutschland stünden die Daten zur Industrieproduktion an. Mit Blick auf die nach wie vor gute Stimmung bei den Unternehmen gehen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt davon aus, dass sich der generelle Aufwärtstrend bei der Produktion fortsetzt. Im Dezember dürfte es aufgrund eines Rückschlags bei der Automobilproduktion jedoch zu einem Rückgang des Gesamtoutputs um 0,8% gegenüber dem Vormonat gekommen sein. (05.02.2010/ac/a/m)


 

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