US-Einzelhandelsumsätze +0,2% erwartet


05.02.10 16:04
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die US-Einzelhandelsumsätze haben im vierten Quartal des letzten Jahres deutlich zulegen können, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.


Der Start in das neue Jahr dürfte zwar nicht überwältigend ausfallen, mit 0,2% sollte aber im Januar ein Monatsplus verzeichnet worden sein. Bremsend dürfte sich insbesondere das kalte Wetter in diesem Zeitraum ausgewirkt haben. Auch für das gesamte Jahr 2010 sind die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt nicht überbordend optimistisch im Hinblick auf den privaten Verbrauch, der um rund 1,5% zulegen dürfte. Dass die Bäume beim privaten Verbrauch nicht in den Himmel schießen würden, lasse sich auch anhand des Verbrauchervertrauens festmachen.

So habe sich die Umfrage der Universität von Michigan in den letzten Monaten zwar deutlich erholt, habe mit 74,4 Punkten im Januar aber immer noch weit unter dem langfristigen Durchschnitt (86,5 Punkte) gelegen. Im Februar sei nicht mit einer weiteren Annäherung an diesen Wert zu rechnen, vielmehr gehe man aufgrund der jüngsten Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten von einem kleinen Rückgang auf 73,4 Punkte aus. Die eingetretene Stabilisierung beim privaten Verbrauch dürfte ein Grund dafür sein, dass der Trend zur Verkleinerung des Handelsbilanzdefizits der USA gestoppt sei. Im Dezember sollte sich das Defizit erneut leicht von 36,4 Mrd. USD auf 37,3 Mrd. USD ausgeweitet haben.

Auch in Deutschland stünden Daten zum Außenhandel an. Hier habe sich im Verlauf des Jahres 2009 eine Erholung des Handelsbilanzüberschusses eingestellt. Im Dezember dürfte das Plus aber "nur" bei 11,0 Mrd. EUR liegen. Ein Grund hierfür seien die in dieser Periode wohl deutlich rückläufigen Exporte von Automobilen. Zudem sei es im November zu einem äußerst ausgeprägten Einbruch bei den Importen gekommen, auf den jetzt wohl ein Rebound gefolgt sei. Der Aufschwung bei den Exporten dürfte aufgrund der Belebung des Welthandels anhalten.

Bei den anstehenden Daten zur Industrieproduktion aus Europa rechne man durchgehend mit Zuwächsen. In Großbritannien unterstelle man ein Plus von 0,8%. Trotz des erwarteten Zuwachses der Produktion um 1,3% gg. Vm. in Frankreich dürfte es für die gesamte Eurozone nur für einen Anstieg um 0,1% reichen.

Zum Ende der kommenden Woche stünden zudem die Wachstumszahlen für das vierte Quartal des vergangenen Jahres aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone an. Dabei ergebe sich für die gesamte Währungsunion wohl ein Plus von 0,3% gg. Vq. Auch wenn noch keine Detaildaten veröffentlicht würden, dürften treibende Effekte wohl vom Lager und Nettoaußenbeitrag ausgegangen sein. Während Deutschland in diesem Zeitraum mit einer Expansion um 0,1% gg. Vq. unter dem Durchschnitt der Währungsunion liegen sollte, rechne man in Frankreich mit einem Zuwachs um 0,8% gg. Vq. (05.02.2010/ac/a/m)


 

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