US-Renditen behauptet erwartet


08.02.10 15:29
Meldung
 
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die letzte Woche in den USA begann gar nicht schlecht: Die ISM-Indices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe konnten teils kräftig zulegen, so die Analysten der HSH Nordbank AG.


Beim Verarbeitenden Gewerbe hätten auch die Komponenten für Auftragseingänge und Beschäftigung überzeugt. Der Dienstleistungsindex sei zwar nicht ganz so stark gestiegen wie erhofft. Die 50er-Marke sei aber immerhin übersprungen worden. Allerdings sei der Druck auf die Bondkurse vergleichsweise gering geblieben, denn Treasuries hätten aufgrund ihres save haven-Status von den Problemen der Eurozone profitiert.

Gegen Wochenschluss habe es dann zusätzlichen Auftrieb vom Arbeitsmarktbericht gegeben. Im Gegensatz zu den Erwartungen seien im Januar wieder Stellen abgebaut worden. Zudem seien die Daten für 2009 und die gesamte historische Zeitreihe einmal mehr kräftig revidiert worden, so dass der Stellenabbau seit Anfang 2008 um 1,16 Mio. höher ausfalle als bislang angenommen. Die Jobverluste seit Anfang 2008 würden sich nunmehr auf 8,4 Mio. summieren. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen habe ebenfalls kräftig zugenommen. Das Umfeld spreche derzeit trotz der Maßnahmen der Regierung für keine schnelle Erholung.

In der laufenden Woche werde es nur wenig Neues von der Konjunktur geben. Die Einzelhandelsumsätze für den Januar könnten aufgrund der Witterung enttäuschend ausfallen. Ob es die erhoffte leichte Belebung der Konsumentenstimmung gemessen mit dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan geben werde, sei ebenfalls fraglich. Die schlechte Arbeitsmarktsituation sollte den Optimismus der Verbraucher trüben.

Immerhin gebe es in dieser Woche neben den üblichen T-Bill Auktionen auch wieder T-Notes. Die Auktionen über insgesamt 81 Mrd. USD im 3-, 10- und 30-jährigen Bereich stünden auf der Agenda. Während die Aufnahmebereitschaft für kürzere Laufzeiten in den vergangenen Monaten immer da gewesen sei, habe sich das bei längeren zumindest schwierig gestaltet. Bei den kommenden Aktionen könnte das US-Treasury von seinem safe haven-Status profitieren, so dass selbst die 30-jährigen T-Notes auf eine ordentliche Nachfrage treffen sollten, obwohl jüngst Moody's die USA daraufhin gewiesen habe, dass das "AAA"-Rating aufgrund der Entwicklung der Verschuldung der USA unter Druck geraten könne.

Mangels Konjunkturdaten könnten die Unternehmensergebnisse durchaus in den Blickpunkt kommen. In den letzten Tagen seien sie nämlich überwiegend ignoriert worden, obwohl es doch viele gute Nachrichten gegeben habe. Den Aktienmärkten habe das jedenfalls nicht geholfen. Nach den großen Kursgewinnen der vergangenen Monate sei sich aus "riskanten" Anlageklassen verabschiedet worden. Möglicherweise würden die Unternehmensergebnisse in der laufenden Woche doch noch einmal in den Fokus kommen. Insgesamt spreche vieles für zumindest behauptete Renditen. (08.02.2010/ac/a/m)


 

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