Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Tim Kruse, stuft die Einhell Germany VZ-Aktie (
ISIN DE0005654933 /
WKN 565493 ) weiterhin mit "kaufen" ein.
Einhell Germany habe heute Nachmittag Q1-Zahlen für 2010 vorgelegt. Der Umsatz habe bei EUR 91 Mio. und damit im Rahmen der Erwartungen und auf dem Niveau der Vorjahre gelegen. Die Umsatzaufteilung habe sich jedoch leicht verändert. Das Wachstum in Deutschland habe aufgrund von Marktanteilsgewinnen von angeschlagenen Wettbewerbern und einer soliden Entwicklung des Privaten Konsums bei ca. 7% gelegen. Im Rest Europas sei der Umsatz um EUR 2,2 Mio. auf EUR 34,3 Mio. gesunken. Ein Großteil dieses Rückgangs sei auf die Insolvenz eines Großkunden im Balkan im letzten Sommer zurückzuführen, der in Q1/2009 noch zur Umsatzentwicklung beigetragen habe.
Mit EUR 6,5 Mio. habe das EBIT leicht über den Erwartungen und auf dem Niveau der Vorjahre gelegen. Die Bruttomarge sei mit ca. 30% trotz des Anstiegs von Rohstoffpreisen und Frachtraten stabil gewesen, was verdeutliche, dass Einhell Germany die Preiserhöhungen aufgrund seiner soliden Wettbewerbsposition an seine Kunden weitergeben könne.
Das im Vergleich zu Q1/2009 verbesserte Nettoergebnis resultiere im Wesentlichen aus gesunkenen Zinszahlungen auf die in 2009 refinanzierten Kreditlinien des Unternehmens.
Die aktuellen Währungsturbulenzen sollten keinen unmittelbaren Einfluss auf das Unternehmen haben, da Währungsrisiken aus USD für das erste Halbjahr 2010 bereits abgesichert worden seien. Generell hätten Wechselkurse einen Einfluss auf Einhell Germany, da das Unternehmen die Mehrheit seiner Produkte in EUR verkaufe, diese jedoch in USD und Renminbi einkaufe. Das absolute Niveau des Wechselkurses sei jedoch weniger wichtig als eine stabile Entwicklung als Kalkulationsbasis für den Vertrieb.
Thematisch dürften der jüngste Start der Produktauslieferungen nach Brasilien sowie der Rückgang der Strafsteuer auf Luftkompressoren im März die Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen unterstützen. Durch Letzteres sei die Nachfrage nach dieser Produktlinie innerhalb Europas zusammengebrochen, was für Einhell Germany in 2008 einen Umsatzverlust von über EUR 20 Mio. bedeutet habe.
Die für Juni angesetzten Roadshows sollten ebenfalls als positiver Katalysator für den Aktienkurs wirken.
Auf Basis des FCFY wäre die aktuelle Bewertung nur gerechtfertigt, wenn der Gesamtjahresüberschuss unter ein Niveau von ca. EUR 5,7 Mio. fallen würde. Nachdem bereits in Q1 EUR 4,3 Mio. erzielt worden seien und Q2 traditionell der stärkste Zeitraum des Jahres sei, erscheine diese Annahme nicht plausibel.
Mit einem EV/EBITDA von weniger als 5 und einem Kurs/Buchwert von weniger als 1 bleibt die Einhell Germany-Aktie nach Ansicht der Analysten von SES Research ein klarer Kauf mit einem unveränderten
Kursziel von EUR 52 (Potenzial mehr als 70%). (
Analysevom 20.05.2010) (20.05.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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