Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie von
M.A.X. Automation (
ISIN DE0006580905 /
WKN 658090 ) für kaufenswert.
Die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft mit Fokus Umwelttechnologie und Industrieautomation spüre eine Stabilisierung der Geschäfte. "Der Wendepunkt ist erreicht. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Leistungen stabilisiert sich und ich bin zuversichtlich für das kommende Jahr". Das habe den Experten Vorstandsmitglied Bernd Priske im Hintergrundgespräch mitgeteilt.
Vor allem im Bereich der Umwelttechnik sei bereits eine Trendwende zu spüren. So habe jüngst die Umwelttochter altmayerBTD einen Großauftrag von RWE Power erhalten. Geliefert werde eine Komplettanlage zur Entsorgung von Feuerraumasche. "Das ist der größte Einzelauftrag in der Geschichte unseres Konzerns mit einem Volumen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich", freue sich Priske.
Das Unternehmen profitiere übrigens auch vom Boom der Solarthermie, da Produkte zur Speicherung in der Pipeline vorhanden seien. Bereits im Sommer habe die Tochter Vecoplan einen Auftrag zur Errichtung einer Spezialanlage zur Hausmüllbearbeitung in England erhalten. Das Gesamtvolumen mit sieben Millionen Euro sei nicht von Pappe. Für Vecoplan bestehe unverändert die Option diese Gesellschaft an die Börse zu bringen. "An diesem Plan halten wir grundsätzlich fest, aber wir verspüren keinen Zeitdruck". Nicht auszuschließen, dass der Gang aufs Parkett in 2010 erfolge.
Das Unternehmen habe in 2008 mehr als 100 Millionen Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von rund zehn Prozent erzielt. In 2009 habe Vecoplan allerdings bei beiden Kenngrößen deutliche Rückgänge verzeichnet. "Vecoplan wird ab 2010 auf den Wachstumspfad zurückkehren und kann mittelfristig wieder das frühere Expansionstempo erreichen", sage Priske.
Insgesamt zeige sich der Vorstand optimistisch für den Umweltbereich. "Wir profitieren an dieser Stelle vor allem von den anziehenden Rohstoffpreisen". Priske sei sich sicher, dass diese Preise aufgrund des Wachstums beispielsweise in China mittelfristig wieder deutlich anziehen würden und damit auch wieder die Nachfrage nach Umwelttechnologien deutlich ansteige.
Nicht zu vernachlässigen sei die Industrieautomation, betone der Vorstand. "Auch hier werden wir in 2010 wieder punkten". Konkrete Prognosen für 2010 nenne Priske nicht. Die Experten würden im kommenden Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum und die Rückkehr zu soliden EBIT-Margen für durchaus möglich halten. Die Margenhöhe von einst zehn Prozent für den Konzern werde allerdings in 2010 noch nicht wieder erreicht.
Getrost abhaken könne man das Jahr 2009. Ohne Einmaleffekte für die Restrukturierung erwarte man einen kleinen Gewinn. Positiv: M.A.X. Automation AG weise mit 9,8 Millionen Euro nach neun Monaten einen hohen operativen Cashflow aus. Erfreulich zudem: Bereits seit dem dritten Quartal würden sich die Auftragseingänge wieder stabilisieren, die in den ersten beiden Quartalen sehr schwach gewesen seien. In Q3 seien Auftragseingänge von 37 Millionen Euro eingetütet worden. Der Trend setze sich im Schlussquartal fort.
Nach neun Monaten sei der Ordereingang mit rund 40 Prozent rückläufig gewesen und der Umsatz habe sich um 32 Prozent reduziert. EBIT als auch Nettoergebnis seien ausgeglichen ausgefallen. Der Umsatz in 2009 werde sich nach Schätzung der Experten in etwa auf 160 Millionen Euro belaufen. Das EBIT habe in Q3 bei 2,1 Millionen Euro gelegen und die Verluste des ersten Halbjahres komplett kompensiert. Eine Dividende werde das Unternehmen wohl ausschütten. Zumindest eine kleine. "Wir sind als Dividendenpapier bekannt".
M.A.X. Automation werde an der Börse mit rund 60 Millionen Euro kapitalisiert. Der Buchwert liege bei über 70 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung von unter zehn Millionen Euro sei gering und Cash mit rund 17 Millionen Euro ausreichend vorhanden. Die Mittel könnten für Zukäufe verwendet werden. "Wir schauen uns nach Akquisitionen um. Die Rahmenbedingungen für Zukäufe könnten sehr attraktiv werden, wobei gute Gesellschaft mit intakten Besitzverhältnissen nur schwer zu haben. Kein gesunder Gesellschafter will zu aktuellen Preisen verkaufen. Ich würde schließlich unser Unternehmen auf aktuellen Niveau auch nicht verkaufen", sage Priske. Die Experten seien gespannt!
Die Chancen für eine Belebung der Geschäfte in 2010 stünden gut. Davon werde M.A.X. Automation profitieren. Zudem sei die Aktie sehr günstig zu haben. Immerhin unter dem vollständig werthaltigen Buchwert.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von M.A.X. Automation zu kaufen. (
Analysevom 20.01.2010) (20.01.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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