PWO an schwachen Tagen zukaufen


30.06.10 13:52
Meldung
 
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Progress-Werk Oberkirch (PWO) (ISIN DE0006968001 / WKN 696800 ) an schwachen Tagen zuzukaufen.


Bei dem Automobilzulieferer aus dem badischen Oberkirch gehe es wieder aufwärts. Das Unternehmen profitiere vom Erholungsprozess insbesondere im Premium-Segment der internationalen Automobilindustrie. "Uns geht es wieder besser. Das erste Quartal ist sehr gut verlaufen", habe Finanzvorstand Bernd Bartmann den Experten im Hintergrundgespräch gesagt.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sei der Umsatz um fast 50 Prozent auf 61,4 Mio. Euro geklettert. Dank eines höheren Geschäftsvolumens und aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen im Jahr 2009 sei das Ergebnis erfreulich ausgefallen. Das EBIT habe in Q1 bei 4,2 Mio. Euro gelegen. Die Marge: knapp sieben Prozent. In Q1 des Vorjahres sei ein negatives EBIT von fünf Mio. Euro verzeichnet worden. Mit 1,6 Mio. Euro sei das Konzernergebnis im ersten Quartal positiv gewesen. Pro Aktie habe der Gewinn bei 63 Cent gelegen.

Das Geschäft von PWO ziehe auf breiter Front an. Wie der CFO den Experten erläutert habe, habe das Unternehmen in der letzten Zeit zahlreiche Aufträge gewinnen können. Insgesamt belaufe sich dieses Volumen auf 350 Mio. Euro, verteilt auf mehrere Jahre. "Wir sind zuversichtlich, weitere größere Aufträge zu gewinnen." PWO sei Entwickler und Hersteller anspruchsvoller Metallkomponenten und Schubsysteme für Sicherheit und Komfort im Automobil. Kräftig steige hierbei die Auslastung bei Großserien, bei denen Kunden über die Laufzeit an das Unternehmen gebunden seien. Daher erkläre sich auch das große Volumen bei einzelnen Aufträgen.

Große Erwartungen setze Bartmann in den chinesischen Markt. PWO sei im Reich der Mitte mit einer Tochtergesellschaft vertreten. Der chinesische Markt sei riesig und werde massiv wachsen. Allein in Peking würden täglich 1.000 neue Autos zugelassen. "China geht voran. Zahlreiche Projekte mit unseren heutigen Kunden befinden sich in der Entscheidungsphase. Sofern chinesische Hersteller stärker das Premium-Segment bearbeiten, sind wir optimistisch, in der Zukunft nennenswerte Aufträge zu gewinnen", erkläre Bartmann.

Für das Gesamtjahr 2010 bekräftige der diplomierte Betriebswirt die Prognose, einen Umsatz von mehr als 235 Mio. Euro zu erzielen. Das würde einem Umsatzplus von rund 15 Prozent entsprechen. Zur Marge habe Bartmann noch keine Schätzung preisgeben wollen. Ziel sei jedoch, dieses Jahr mit einem soliden Gewinn abzuschließen. Da PWO von Skaleneffekten im Zuge einer höheren Auslastung der Werke profitiere, solle das Ergebnis in 2011 sukzessive ansteigen. Ab 2012 könnten sodann wieder im Gesamtjahr EBIT-Margen von mehr als sieben Prozent eingefahren werden. Der Umsatz solle sich dann auf 300 Mio. Euro belaufen. "Diese Vorgabe betrachten wir vor dem Hintergrund neuer Serienproduktionen als konservativ. Zudem ist die Prognose durch Aufträge unterlegt", ergänze der CFO.

Investieren werde PWO circa 20 Mio. Euro pro Jahr. "Das ist eine Obergrenze." Die Investitionen dürften in 2010 schon im Wesentlichen durch operative Cashflows gedeckt sein. Spätestens in 2011 sollte der Free Cashflow positiv ausfallen. Per Ende März sei das Unternehmen netto mit 76,2 Mio. bei Banken verschuldet. Die Verschuldung sei aus der Sicht der Experten etwas hoch. Bartmann könne aufgrund der Aussichten dennoch ruhig schlafen. Eine Kapitalerhöhung sei laut dem CFO nicht dringend notwendig. Für eine mögliche Akquisition sei diese Maßnahme aber auch nicht auszuschließen.

Anfang November hätten die Experten die Aktie von PWO bei Kursen um 18 Euro zum Kauf empfohlen. Das Timing sei ideal gewesen. Kurze Zeit später habe die Notiz spürbar angezogen. Aktuell würden die Anteilsscheine 30 Euro kosten. Das Kursplus von knapp 70 Prozent könne sich sehen lassen.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Progress-Werk Oberkirch-Aktie trotz dem Kursanstieg an schwachen Tagen zuzukaufen. Der Börsenwert betrage 76 Mio. Euro. Erziele PWO in 2012 einen Umsatz von 300 Mio. Euro, liege das EBIT bei mindestens 21 Mio. Euro. Mit dem 3,5fachen EBIT sei PWO unverändert günstig trotz der dargestellten Verschuldung. (Analysevom 30.06.2010) (30.06.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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