Porsche VZ "strong buy"


21.01.10 16:18
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Stipo Bralo, Analyst der SEB, stuft die Vorzugsaktie von Porsche (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003 ) mit "strong buy" ein.


Auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 habe sich Porsche dem Abwärtstrend teilweise nicht entziehen können. Der Absatz sei im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 39,6% zurückgegangen. Besonders hart habe es die 911er Baureihe mit einem Rückgang von 64,2% getroffen, gefolgt vom Geländewagen Cayenne mit 57,4%. Der Absatz der Boxster-Baureihe sei dagegen mit minus 13,5% recht moderat ausgefallen.

In Deutschland habe der Absatz von Anfang August bis Ende Oktober um 33,7% abgenommen. In Nordamerika habe der Rückgang sogar beachtliche 50,7% betragen. Der Umsatz des Porsche-Konzerns ohne Berücksichtigung des Teilkonzerns Volkswagen habe weiterhin unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gelitten und um 30,5% auf 1,1 Mrd. EUR abgenommen. Das Ergebnis vor Steuern sei in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,2 Mrd. EUR auf minus 0,4 Mrd. EUR zurückgegangen.

Porsche erwarte im Laufe des Jahres 2010 eine Belebung der Verkäufe. Neben der attraktiven Produktpalette solle vor allem auch der neue Panamera dazu beitragen. Der Sportwagenbauer sei mit der Einführung des Panamera zufrieden. In den ersten drei Monaten sei vom Grand Turismo knapp 3.000 Fahrzeuge verkauft worden. Die Nettoliquidität sei von minus 11,4 Mrd. EUR durch die Beteiligung der Volkswagen AG gegen eine Bareinlage in Höhe von 3,9 Mrd. EUR verbessert worden. Diese Bareinlage sei im Wesentlichen zur Schuldentilgung eingesetzt worden. Auf dem wichtigen US-Markt habe Porsche die Verkäufe in den vergangen Monaten steigern können. Im Dezember 2009 sei das beste Monatsergebnis des vergangenen Jahres erzielt worden.

Die Entkonsolidierung von Volkswagen werde den Porsche-Konzern per Saldo voraussichtlich zu einem Verlust im niedrigen einstelligen Milliarden Euro-Bereich führen. Beim Volkswagen-Porsche-Deal fehle es weiterhin an Transparenz.

Der Sportwagenbauer dürfte die Talsohle bereits erreicht haben. Für das Jahr 2010 gebe sich die Konzernleitung verhalten optimistisch. Allerdings würden die Analysten noch Risiken aus dem Volkswagen-Porsche-Deal sehen, die das Ergebnis weiter belasten dürften.

Die Analysten der SEB stufen die Vorzugsaktie von Porsche mit dem Rating "strong buy" ein. Das Kursziel werde von 68 EUR auf 62 EUR reduziert. (Analysevom 21.01.2010) (21.01.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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