Augsburg (aktiencheck.de AG) - Für die Analysten der GBC AG, Cosmin Filker und Manuel Hoelzle, ist die Aktie der
Vita 34 International (
ISIN DE000A0BL849 /
WKN A0BL84 ) die Insideraktie der Woche.
VITA 34 sei mit etwa 67.000 Einlagerungen die größte Nabelschnurblutbank im deutschsprachigen Raum. Nabelschnurblut enthalte die jüngsten und am wenigsten durch Umwelteinflüsse belasteten Stammzellen des Menschen überhaupt und sei daher qualitativ besonders hochwertig. Es stehe über viele Jahrzehnte zum Einsatz bei der Therapie von Krankheiten und in der regenerativen Medizin zur Verfügung. VITA 34 biete in diesem Zusammenhang werdenden Eltern die Entnahme, Aufbereitung und Einlagerung des Nabelschnurbluts und agiere mit einem eigenen Labor als Komplettanbieter in diesem Bereich. Über Partnerschaften sei die Gesellschaft in der Lage den regionalen Fokus auszuweiten. So werde derzeit bei der VITA 34 auch Nabelschnurblut aus Spanien, Italien und Slowenien eingelagert.
Der operative Erfolg der Gesellschaft hänge dabei stark vom Vertriebserfolg der Beratungsmannschaft ab. Von großer Wichtigkeit sei daher eine Sensibilisierung der werdenden Eltern für die Vorteile, die sich aus der Einlagerung von Nabelschnurblut ergäben. In Deutschland finde dabei die Ansprache hauptsächlich in Form einer telefonischen Kundenbetreuung statt, der Außendienst komplettiere dies, indem Gynäkologen, Kliniken und Hebammen adressiert würden. Auf den ausländischen Märkten werde in der Regel eine Kundenansprache über Partnerschaften vor Ort umgesetzt. Von hoher Wichtigkeit würden die Analysten in diesem Zusammenhang die jüngst erfolgte Meldung über eine Vertriebskooperation mit der CompGROUP, einem der führenden eHealth Unternehmen in Europa, erachten. Über diesen neuen Vertriebskanal könnten den Gynäkologen Informationen zur Verfügung gestellt werden, um damit eine effizientere Patientenaufklärung zu erreichen.
Die operative Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009 werde von den Analysten als ein erfolgreicher Baustein der Unternehmensentwicklung eingeschätzt. Zwar sei die Anzahl der Einlagerungen von 11.020 (2008) auf 10.816 gesunken, dennoch sei die Gesellschaft in der Lage gewesen, die Umsatzerlöse auf 15,10 Mio. EUR (2008: 14,96 Mio. EUR) leicht anzuheben. Gleichzeitig sei es der VITA 34 (vor dem Hintergrund einer Reduktion der Vertriebskosten) gelungen, nun den Break-Even zu erreichen. Insgesamt habe damit das EBITDA von -1,83 Mio. EUR (2008) deutlich auf 0,74 Mio. EUR ins Plus gesteigert werden können. Unterm Strich habe mit einem Jahresüberschuss in Höhe 0,60 Mio. EUR (2008: -1,71 Mio. EUR) ebenfalls ein positives Ergebnis ausgewiesen werden können.
Bilanziell fänden die Analysten ein sehr sauberes Bild vor. Geprägt werde es von einem Eigenkapital in Höhe von 18,87 Mio. EUR, welches in Verbindung mit der Bilanzsumme in Höhe von 31,15 Mio. EUR einer EK-Quote von über 60% gleichkomme. Zudem verfüge die Gesellschaft mit 8,06 Mio. EUR über einen üppigen Bestand an Zahlungsmitteln. Die stabile finanzielle Ausstattung werde besonders bei der Betrachtung der Bankverbindlichkeiten ersichtlich. Diese würden sich auf gerade einmal 1,5 Mio. EUR belaufen. Der NettoCash je Aktie liege also bei über 2,52 Euro und decke damit die Hälfte der Marktkapitalisierung ab.
Die positive Meinung der Analysten zu VITA 34 werde durch die künftigen Potenziale der Gesellschaft abgerundet. Besonders wichtig sähen sie in diesem Zusammenhang geplante Kooperationen mit großen Krankenkassen, die die Wahrnehmung bezüglich der Vorteile von Einlagerung von Nabelschnurblut steigern könnten. Ebenfalls dürften erfolgreiche Behandlungen mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zukünftig zu einer steigenden Einlagerungsbereitschaft führen. Die VITA 34 könne in ihrer Unternehmensgeschichte immerhin bereits elf erfolgreiche Behandlungen vorweisen, alleine sieben davon seien im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 vorgenommen worden.
Auch von operativer Seite sollte es der Gesellschaft gelingen, die Skalierbarkeit ihres Geschäftsmodells gut umzusetzen. Diesbezüglich hätten bereits die operativen Kosten und damit gleichzeitig der Break-Even-Umsatz gemindert werden können. Vor diesem Hintergrund, gepaart mit einer sehr guten finanziellen Basis (Netto-Cash je Aktie: 2,52 EUR) sähen die Analysten die aktuellen Aktienkurse von 5,24 EUR als deutlich zu niedrig an. Offenbar der gleichen Meinung sei auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft, Holger Födisch, der kürzlich den Kauf von 5.000 Anteilen zu einem Kurs von 5,10 gemeldet habe.
Daher haben die Analysten der GBC AG die VITA 34-Aktie als Insideraktie der KW 11 ausgewählt. (
Analysevom 19.03.2010) (19.03.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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