Sauerlach (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten vom Magazin "Nebenwerte Journal" ist die
zooplus-Aktie (
ISIN DE0005111702 /
WKN 511170 ) ein lohnendes Investment.
Das Unternehmen wolle beweisen, dass die Kombination aus starkem Umsatzwachstum, hohen Investitionen bei trotzdem soliden Bilanzrelationen und regelmäßigen Jahresüberschüssen kein Wunschdenken sei. Das Wachstum könne überwiegend aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das Eigenkapital von immerhin 10,7 Mio. EUR bzw. 4,25 EUR je Aktie biete ein solides Finanzpolster. Für ein Wachstumsunternehmen sei die EK-Quote von 35,7% per 31.12.2009 untypisch hoch.
Vor einer Kaufentscheidung müsse man jedoch mehrere Punkte beachten. Erstens werde es auf Jahre hinaus keine Dividende geben. Erst nach Abschluss der Phase starken Wachstums nach mehreren Jahren, käme eine Ausschüttung in Frage. Zweitens besäßen die gängigen Kennzahlen der Fundamental
Analysewie KGV und KBV bei einer Wachstumsstory à la zooplus nur eingeschränkte Aussagekraft. Für 2010 werde ein Umsatz von EUR 175 bis 180 Mio. sowie eine niedrige zweistellige EBIT-Marge anvisiert. Daraus ergäben sich ein EBIT zwischen 2,0 und 5,0 Mio. EUR, sowie ein Jahresüberschuss von 2,0 Mio. EUR bzw. 0,80 EUR je Aktie. Bei einem derzeitigen Kurs (17.06.2010) von 37,75 EUR ergebe sich ein KGV von stolzen 47. Auch die KBV-Betrachtung sehe mit einem Wert von 9,05 per 31.12.2009 nicht besser aus.
Das Unternehmen könnte bereits jetzt eine höhere Profitabilität ausweisen, aber etwa 9% des Umsatzes würden ins Marketing investiert. "Wir könnten dies sicher auf einen Wert von 5 bis 6% reduzieren, das aber ginge zu Lasten unseres Wachstums", habe Seubert erläutert. Aus diesem Grund verzichte man derzeit bewusst darauf. Sollte sich das Wachstum ungeplant abschwächen, könnte diese Kostenreserve immer noch gezogen werden und zooplus bliebe handlungsfähig.
Im vergangenen Jahr sei eine Gesamtleistung von 129,7 Mio. EUR erzielt worden. Gleichzeitig habe das EBIT auf -1,3 Mio. EUR nachgegeben. Das bereinigte EBIT habe 0,9 Mio. EUR betragen. Daraus habe sich nur eine mickrige EBIT-Marge von 0,7% ergeben. Der Jahresüberschuss habe bei -1,1 Mio. bzw. -0,44 EUR je Aktie gelegen. 2009 seien 706.000 neue Kunden gewonnen worden. Dies stelle einen neuen Bestwert für die Gesellschaft dar und verdeutliche das Potenzial des Geschäftsmodells auch in einem schwierigen Gesamtumfeld.
Im Auftaktquartal 2010 sei die Entwicklung weiter gegangen. Die Gesamtleistung habe um 40% auf 39,8 Mio. EUR zugelegt und das EBIT sei mit 0,3 Mio. EUR fast unverändert geblieben. Der Periodenüberschuss habe sich leicht auf 0,1 Mio. EUR bzw. 0,05 EUR je Anteilsschein verschlechtert.
Anleger, die sich für einen Einstieg entscheiden würden, bekämen einen lupenreinen Wachstumswert, der in den nächsten Jahren mit einiger Wahrscheinlichkeit den avisierten Umsatzsprung auf 300 Mio. EUR schaffen werde. Zu beachten sei, dass ein großer Teil der Logistikkosten bereits angefallen sei und in Zukunft die Gewinn- und Verlustrechnung nur noch unterproportional belasten dürfte. Mittelfristig seien daher EBlT-Margen von 6 bis 8% sicher möglich.
An schwache Tagen sollten Anleger die zooplus-Aktie auf der Kaufliste haben, so die Experten vom "Nebenwerte Journal". (Ausgabe 07) (01.07.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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