Nach Jahren des Aufbaus hat DroneShield im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erstmals die Gewinnzone erreicht. Gleichzeitig reagiert der Spezialist für Drohnenabwehr auf die veränderte Rüstungspolitik in Europa und eröffnet eine lokale Produktionsstätte. Ein prall gefülltes Auftragsbuch zeigt, dass die strategische Neuausrichtung greift.
Lokale Produktion als strategischer Vorteil
Am 11. März eröffnete das Unternehmen eine neue Montagelinie in Zusammenarbeit mit einem etablierten europäischen Auftragsfertiger. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die aktuellen Anforderungen europäischer Regierungen. Diese bestehen bei Rüstungsaufträgen zunehmend auf regionalen Lieferketten und einer lokalen Wertschöpfung. Um bei der Vergabe von Budgets aus der „ReArm Europe“-Initiative berücksichtigt zu werden, ist eine physische Präsenz vor Ort mittlerweile unerlässlich. Die Anlage wird die komplette Systemmontage übernehmen, wobei die ersten Auslieferungen für Mitte 2026 angesetzt sind.
Rekordzahlen und Milliarden-Pipeline
Das fundamentale Fundament für diese Expansion lieferte das Geschäftsjahr 2025. Mit einem Umsatzsprung von 276 Prozent auf 216,5 Millionen Australische Dollar (AUD) erzielte DroneShield einen ersten Nettogewinn von 3,5 Millionen AUD. Auch das laufende Jahr ist bereits stark abgesichert. Das feste Auftragsbuch für 2026 beläuft sich auf 104 Millionen AUD. Darin enthalten ist ein europäischer Großauftrag über knapp 50 Millionen AUD für tragbare Anti-Drohnen-Systeme, dessen Auslieferung und Bezahlung noch im laufenden ersten Quartal abgeschlossen werden soll.
Die langfristigen Perspektiven spiegeln sich in einer Projektpipeline von 2,3 Milliarden AUD wider. Allein auf Europa entfallen davon 1,2 Milliarden AUD, verteilt auf 78 verschiedene Vorhaben. Treiber dieser Entwicklung sind die global steigenden Verteidigungsbudgets und der zunehmende Einsatz von Drohnen in Konfliktgebieten.
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Wachstumspläne treffen auf Risiken
Um diese gewaltige Nachfrage bedienen zu können, plant das Management, die Produktionskapazität bis Ende 2026 auf 2,4 Milliarden AUD zu verfünffachen. Flankiert wird dies durch den Ausbau des Software-as-a-Service-Geschäfts (SaaS), das bestehende Hardware-Verkäufe ergänzt und für besser planbare Einnahmen sorgen soll.
Allerdings gibt es auch operative Hürden. Eine Wertberichtigung auf Lagerbestände in Höhe von 10,3 Millionen AUD sowie potenzielle Schwachstellen in der Lieferkette mahnen zur Vorsicht. An der Börse honorieren Investoren die operative Wende dennoch deutlich: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von 271 Prozent und notiert aktuell bei 2,45 Euro, was die hohe Erwartungshaltung des Marktes an das künftige Wachstum unterstreicht.
Die kommenden Monate dienen nun als Lackmustest für die ehrgeizigen Pläne. Die für das laufende erste Quartal 2026 angesetzten Auslieferungen und die im zweiten Quartal erwarteten Zahlungseingänge werden belegen müssen, ob sich der Rekordauftragsbestand zuverlässig in stabilen Cashflow umwandeln lässt.
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