Albemarle stellt die Weichen für die Zukunft neu. Durch den gezielten Verkauf von Randgeschäften und eine optimierte Produktion reagiert das Management auf die Dynamik im globalen Lithiummarkt. Während die Preise für den Batterie-Rohstoff wieder deutlich anziehen, fokussiert sich das Unternehmen verstärkt auf seine Kernkompetenzen im Bereich der E-Mobilität.
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent am Raffinerie-Katalysator-Geschäft Ketjen. Albemarle erwartet aus dieser Transaktion einen Bruttoerlös von rund 660 Millionen US-Dollar. Die freiwerdenden Mittel sollen dazu beitragen, die Profitabilität zu steigern und das Geschäft mit Lithium- und Spezialchemikalien weiter zu verschlanken.
Effizienzsteigerung in Australien
Gleichzeitig passt das Unternehmen seine Kapazitäten in Westaustralien an. Die vorübergehende Stilllegung der letzten aktiven Produktionslinie in der Verarbeitungsanlage Kemerton ist eine direkte Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen bei der Umwandlung von Hartgestein-Lithium. Doch wie passt die Drosselung der Produktion zu den ambitionierten Wachstumszielen? Laut Management wird dieser Schritt das bereinigte EBITDA ab dem zweiten Quartal 2026 positiv beeinflussen, ohne die für dieses Jahr gesteckten Volumenprognosen zu gefährden.
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Erholung am Lithiummarkt
Diese internen Anpassungen fallen in eine Phase der Marktstabilisierung. Die Lithiumpreise haben sich in den vergangenen sechs Monaten fast verdoppelt und nähern sich Zwei-Jahres-Hochs an, getrieben durch die robuste Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen. Zusätzlich verknappen Exportbeschränkungen für Rohmaterialien aus Ländern wie Simbabwe das globale Angebot, was die Preisfindung zusätzlich stützt.
Das verbesserte Marktumfeld spiegelte sich zuletzt auch deutlich im Kursverlauf wider: Am Mittwoch erreichte die Aktie mit einem Schlusskurs von 165,90 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit konnte der Titel seit Jahresbeginn bereits ein Plus von rund 35 Prozent verzeichnen.
Mit dem geplanten Abschluss des Ketjen-Verkaufs und den operativen Anpassungen in Australien richtet Albemarle seine Bilanz auf ein profitableres Wachstum aus. Die Beibehaltung der Volumenprognose für 2026 verdeutlicht, dass das Unternehmen trotz der Stilllegung einzelner Anlagen fest damit rechnet, von der langfristig steigenden Nachfrage im Sektor für Batteriematerialien zu profitieren.
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