Gold: Im Schatten der Stagflation

Der Goldmarkt stabilisiert sich nach einem deutlichen Rücksetzer. Die US-Notenbank steht vor einem geldpolitischen Dilemma durch steigende Energiepreise und Inflationssorgen.

Andreas Sommer ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Stabilisierung nach 15-prozentigem Preisrückgang
  • Stagflationsrisiko durch Energiepreisschock
  • Fed vor schwieriger Zinsentscheidung
  • Großbanken halten an hohen Kurszielen fest

Nach einem turbulenten Quartal und einem deutlichen Preisrückgang wagt der Goldmarkt eine erste technische Gegenbewegung. Das Umfeld bleibt allerdings hochkomplex: Ein drohendes Stagflationsszenario, angeheizt durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Energiepreise, zwingt Anleger zu einer Neubewertung. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht nun die US-Notenbank, die vor einem geldpolitischen Dilemma steht.

Rückkehr der Inflationssorgen

Die jüngsten Daten aus Deutschland verdeutlichen den wachsenden Preisdruck beispielhaft für die globale Entwicklung. Für den März wird ein Anstieg der Inflationsrate auf 2,7 Prozent erwartet, maßgeblich getrieben durch einen deutlichen Sprung bei den Energiepreisen. Hintergrund ist der anhaltende Konflikt im Iran, der die Ölpreise in die Höhe treibt und sich zunehmend auf die Verbraucherpreise durchschlägt. Das Ifo-Institut warnt bereits davor, dass Unternehmen diese höheren Produktions- und Transportkosten an die Kunden weitergeben werden.

Diese Entwicklung bringt die US-Notenbank Fed in eine schwierige Lage. Fed-Chef Jerome Powell muss bei seiner anstehenden Rede an der Harvard University navigieren, wie die Zentralbank auf einen Schock reagiert, der gleichzeitig die Inflation anheizt und die Wirtschaft bremst. Bislang hält die Fed die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent stabil. Marktbeobachter erhoffen sich nun Hinweise, ob die Zinsen länger auf diesem hohen Niveau verharren. Ein solches Szenario würde den US-Dollar stärken und Edelmetalle tendenziell belasten.

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Großbanken bleiben optimistisch

Auf der charttechnischen Seite zeigt sich nach dem 15-prozentigen Rückgang vom Allzeithoch eine erste Stabilisierung knapp oberhalb der Marke von 4.370 US-Dollar. Experten werten den jüngsten Ausverkauf primär als Bereinigung riskanter Positionen und nicht als fundamentalen Trendwechsel. Große institutionelle Adressen halten an ihren positiven Prognosen fest:

  • UBS: Kursziel von 6.200 US-Dollar bis Mitte 2026
  • BNP Paribas: Kursziel von 6.000 US-Dollar bis Jahresende

Das Zusammenspiel aus starken realen Anleiherenditen und einem robusten Dollar macht das Halten von Gold derzeit zwar relativ teurer. Edelmetallhändler verweisen jedoch darauf, dass Gold nicht isoliert auf geopolitische Risiken reagiert, sondern das aktuelle Preisniveau die gestiegenen Zins- und Inflationserwartungen widerspiegelt.

Ausblick auf die Arbeitsmarktdaten

Die kurzfristige Richtung des Goldpreises wird sich in der zweiten Wochenhälfte entscheiden. Am Mittwoch liefern der ADP-Arbeitsmarktbericht und der ISM-Einkaufsmanagerindex erste konjunkturelle Indikationen. Das wichtigste Ereignis folgt am Freitag mit den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls). Fällt der Stellenaufbau mit unter 50.000 neuen Jobs schwach aus, dürfte dies den Dollar belasten und Gold in Richtung der Widerstandsmarke von 4.800 US-Dollar treiben. Ein starker Bericht über 100.000 Stellen würde hingegen die Erwartung anhaltend hoher Zinsen untermauern und den Preis in Richtung der langfristigen Aufwärtstrendlinie bei 4.101 US-Dollar drücken.

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