Plug Power gerät juristisch zunehmend unter Druck. Mehrere Sammelklagen in den USA werfen dem Wasserstoff-Spezialisten vor, Anleger bei einem zentralen Finanzierungsthema in die Irre geführt zu haben. Der Streit dreht sich vor allem um die Frage, wie realistisch ein großer US-Staatskredit tatsächlich war.
Worum es bei den Klagen geht
Mehrere Kanzleien haben am 22. Februar 2026 Sammelklagen eingereicht. Sie vertreten Investoren, die zwischen dem 17. Januar 2025 und dem 13. November 2025 Wertpapiere des Unternehmens gekauft haben.
Kern der Vorwürfe: Plug Power soll falsche oder irreführende Aussagen über die Wahrscheinlichkeit gemacht haben, einen Kredit in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar vom US-Energieministerium (DOE) zu erhalten und nutzen zu können. Zusätzlich stellen die Klagen die Kommunikation zu geplanten neuen Wasserstoff-Produktionsanlagen infrage. Laut den Schriftsätzen habe das Unternehmen die kommerzielle Tragfähigkeit dieser Projekte zu optimistisch dargestellt. Juristisch geht es dabei um angebliche Verstöße gegen die Paragraphen 10(b) und 20(a) des US-Börsengesetzes (Securities Exchange Act).
Der Auslöser: Rückschläge im Herbst 2025
Die Klageschriften verweisen auch auf mehrere Kursrückgänge gegen Ende des relevanten Zeitraums. Am 7. Oktober 2025 fiel die Aktie nach dem Abgang eines Top-Managers. Am 10. November 2025 kam weiterer Druck auf, nachdem Plug Power die Aussetzung seiner Aktivitäten im Rahmen des DOE-Kreditprogramms gemeldet hatte. Ein Medienbericht vom 13. November 2025, der diese Aussetzung detaillierter beschrieb, verstärkte die Abwärtsbewegung laut Darstellung in den Einreichungen noch einmal deutlich.
Finanzieller Druck – und operative Lichtblicke
Parallel zu den juristischen Risiken bleibt die finanzielle Lage angespannt. Im Quelltext wird das Unternehmen als unprofitabel beschrieben, mit sehr schwachen Margen und einer laut Marktdaten kurzen Liquiditätsreichweite von unter einem Jahr. Um die Kapitalstruktur anzupassen, ließ Plug Power bei einer erneut einberufenen außerordentlichen Aktionärsversammlung am 12. Februar 2026 eine Maßnahme absegnen: Die Zahl der genehmigten Aktien wurde von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden verdoppelt.
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Operativ meldete das Unternehmen zuletzt aber auch Fortschritte: die Installation eines 100-MW-Elektrolyseurs im portugiesischen Sines sowie die erste 32-Tonnen-Wasserstoff-Befüllung für die Hynetwork-Pipeline in Rotterdam.
Auch am Kursbild lässt sich der Gegenwind ablesen: In den vergangenen 30 Tagen ging es um 25,03% abwärts, der Schlusskurs am Freitag lag bei 1,58 €.
Zum Verfahren selbst ist ein Datum zentral: Investoren, die als „Lead Plaintiff“ auftreten wollen, müssen sich bis zum 3. April 2026 melden. Die gebündelten Verfahren laufen in New York (Northern District of New York), unter anderem unter dem Aktenzeichen 1:26-cv-00165.
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