Afrika kann der Schwellenmarkt des nächsten Jahrzehnts sein


02.03.12 17:44
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Afrika stellt nach unserem Ermessen in den kommenden Jahren eine gewaltige Anlagemöglichkeit dar, so die Experten von Franklin Templeton.


Der Reichtum an natürlichen Ressourcen, die kaum entwickelt worden seien, sei bekannt. Hierzu würden Öl, Gas, zahlreiche Metalle und Mineralien sowie riesige landwirtschaftliche Nutzflächen gehören. Diese Ressourcen hätten globale Investoren, vor allem aus den Schwellenländern, wie China, Indien und Brasilien, angelockt. Sie würden nach Rohstoffen zur Entwicklung der eigenen Volkswirtschaften suchen und die Erschließung neuer Märkte für die Industrie anstreben. Im Gegenzug hätten afrikanische Länder die lebensnotwendige Infrastruktur, wie Transportanbindungen, Kraftwerke, Schulen und Krankenhäuser, erhalten.

In diesem Zusammenhang zu erwähnen sei eine weitere Ressource - eine große und junge Bevölkerung: Über 1 Mrd. Afrikaner seien im Durchschnitt knapp 20 Jahre alt. Ausbildung, Mobilität und Zugang zu Kapitalressourcen würden die Aussichten für die Menschen und die Produktivität verändern.

Dieser Trend habe bereits eine positive Wirkung gehabt. Die sechs Volkswirtschaften mit dem schnellsten Wachstum in den zehn Jahren bis 2010 hätten in Afrika gelegen. Der IWF schätze das BIP-Wachstum der nächsten fünf Jahre für die Staaten südlich der Sahara insgesamt auf über 5%. Einzelne Länder, wie Nigeria, Ghana und Kenia sollten noch schneller wachsen. Ein Wachstum dieser Größenordnung erzeuge eine expandierende Mittelschicht und dynamische Volkswirtschaften, die für Konsumgüteranbieter sowohl Möglichkeiten als auch eine Abschottung von den Problemen der entwickelten Märkte bieten würden.

Die Möglichkeiten seien groß, aber Zugangsprobleme bestünden weiterhin. Die Börsen außerhalb Südafrikas seien verhältnismäßig klein und illiquide. Wichtige Vermögenswerte seien in staatlicher oder privater Hand und würden nicht notiert. Verordnungen über das Aktionärsrecht seien häufig unvollständig. In zahlreichen Ländern sei politische Instabilität ebenso ein Problem. Die Situation könne und werde sich ändern.

Die Bankenreform in Nigeria habe beispielsweise eine Konsolidierungswelle ausgelöst, die gut geführte und gut finanzierte Banken geschaffen habe, die die Experten für attraktive Bewertungen halten würden. Privatisierungen und Börsennotierungen für Staatsunternehmen könnten die Liquidität der Börse verändern und Unternehmen modernen Betriebsführungspraktiken unterziehen.

Mit einem großen, weit reichenden und liquiden Markt unterscheide sich Südafrika entscheidend vom restlichen Afrika. Zahlreiche südafrikanische Unternehmen würden indessen ein Marktengagement weiter nördlich gestatten, was lokal schwierig zu bewerkstelligen wäre. Insbesondere die Sektoren Bergbau und Einzelhandel würden aussichtsreiche Möglichkeiten eröffnen.

Nigeria, das zweitgrößte Land südlich der Sahara, sei reich an natürlichen Ressourcen. Ihm mangle es derzeit aber an Infrastruktur, vor allem Elektrizität. Das reformierte Bankensystem ermögliche nach Erachten der Experten lohnende Investments in einer schnell wachsenden Volkswirtschaft. Sie würden in anderen Bereichen investieren, sobald sich die aufsichtsrechtlichen Reformen weiterentwickeln würden.

Nach schweren politischen Unruhen in 2007 habe Kenia eine neue Verfassung. Das Land ist für uns wegen der beträchtlichen Naturschätze, vor allem in der Landwirtschaft, und des Zugangs zum Investment in Afrika wichtig, so die Experten von Franklin Templeton. Der gut regulierte Telekom-Markt eröffne Anlagemöglichkeiten im Mobilfunk. Gleichzeitig gebe es aber auch Investmentchancen im Einzelhandel und Bankwesen.

Ägypten, mit einer großen, jungen und relativ gut ausgebildeten Bevölkerung, habe eine vielfältige Wirtschaft, die an der Börse gut vertreten sei. Das Land habe schmerzhafte politische Turbulenzen mit wirtschaftlichen Verzerrungen hinter sich. Diverse Unternehmen, die attraktiv bewertet seien, hätten jedoch interessante langfristige Aussichten.

Selbst nach afrikanischen Normen erziele Ghana derzeit ein hohes BIP-Wachstum: laut Schätzungen 13,5% für 2011 und voraussichtlich über 7% in 2012. Mit weniger als 30 notierten Titeln sei die Börse recht klein. Dies könnte sich ändern, wenn eine Privatisierung stattfinde. Banken und Telekom-Unternehmen würden die Experten für die besten Anlagemöglichkeiten halten.

Neben dieser Gruppe gebe es viele andere afrikanische Länder mit großem langfristigen Potenzial. Intraregionale Verflechtungen würden zudem einige panafrikanische Unternehmen entstehen lassen. Afrika, mit seinem enormen potenziellen Wachstum, auf das Investoren erhöhten Zugriff hätten, könnte der Schwellenmarkt des nächsten Jahrzehnts sein. (Perspektiven Februar 2012) (02.03.2012/fc/a/m)


 
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