Anlage in Rohstoffen: Trends im Oilfield Services Sektor


02.03.12 15:11
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die gefallene Risikobereitschaft des Handels in 2011 verursachte mangelndes Interesse an Ölfelddienstleistern, so die Experten von Franklin Templeton.


Dies habe Investoren offenbar zu Möglichkeiten mit größerer angenommener Stabilität geführt, wie z.B. die der integrierten Mineralölgesellschaften. Trotz der Ölpreiserholung in jüngster Zeit hätten die meisten Ölfelddienstleister mit Problemen zu kämpfen. Sie würden versuchen, dem Abwärtstrend der Erdgaspreise in Nordamerika Widerstand zu leisten. Und einige Anleger würden daher eine mögliche rasche und erhebliche Drosselung der Gasbohrungen bei gleichzeitig zunehmender Servicekapazität befürchten. Der Preissturz von Erdgas in den USA habe eine Frage aufgeworfen: Seien die Bereiche Öl und flüssiges Erdgas, wie Propan, in der Lage, die frei werdende Kapazität zu absorbieren, wenn Erdgasproduzenten ihre Plattformen stilllegen würden?

Die anhaltende Verbesserung der internationalen Märkte habe diese Befürchtungen beseitigt. Dies werde durch robuste Ergebnisse im vierten Quartal, die Zunahme der Bohrtätigkeit infolge von Entdeckungen in neu und bereits erschlossenen Tiefseebecken und des langfristigen Wachstums der Serviceintensität des Sektors unter Beweis gestellt, denn Produzenten seien gezwungen, schwierigere und teurere Vorhaben zu entwickeln.

Aktien der Ölfelddienstleister hätten traditionell eine verhältnismäßig hohe Volatilität in der Energiegruppe. Die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen sowie die Ausgaben von Explorations- und Förderungsunternehmen seien die Ursache. Dieses Merkmal verbunden mit den potenziellen Wachstumschancen der Ölfelddienstleister und den langfristigen Entwicklungen machen die Aktien nach unserem Dafürhalten zu vielversprechenden Investmentoptionen für unser Wachstum und unsere opportunistischen Investmentstrategien, so die Experten von Franklin Templeton.

Die jüngste Divergenz zwischen Öl- und Erdgaspreisen habe zu einer Zweiteilung der Performance von Ölfelddienstleistern geführt. Stark im nordamerikanischen Markt engagierte Unternehmen hätten schwere Einbußen hinnehmen müssen. Grund dafür seien Bedenken wegen des Kapazitätswachstums und Kostendrucks gewesen - ein Trend, der durch die Preisvolatilität von Rohstoffen verschlimmert worden sei.

Insbesondere Unternehmen, die im Bereich Erdgas tätig seien oder die Auswirkungen des Preisrückgangs von Erdgas zu spüren bekommen hätten, seien davon betroffen gewesen. Dagegen hätten die Sparten globale Öl- sowie Tiefgewässerexploration relativ gut abgeschnitten. Die Bedenken angesichts des Kapazitätswachstums, Preis- und Kostendrucks bei Ölfelddienstleistern würden die Experten für übertrieben halten. Sollte das nicht der Fall sein, dann seien sie fast vollständig eingepreist. Mehrere Titel seien nach Erachten der Experten daher eine verlockende Investmentmöglichkeit.

Die durchschnittlichen Bewertungen der Ölfelddienstleister seien für die Experten derzeit attraktiv. Dennoch würden sie glauben, dass sie die Divergenz innerhalb des Sektors verbergen würden. Unternehmen im Ölgeschäft und in langfristig wachsenden Märkten, wie der Bohrtätigkeit im Tiefgewässer, würden mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt.

Dagegen würden Unternehmen, die im nordamerikanischen Erdgasgeschäft tätig seien, mit erheblichen Abschlägen angeboten. Diese Diskrepanz in der Bewertung weise, so würden die Experten denken, auf die potenziellen Möglichkeiten und Fehlschlüsse über diesen Sektor hin. Viele Ölfelddienstleister würden scheinbar Aufwärtspotenzial versprechen, aber die Experten würden die stärksten Unternehmen mit zukunftsfähigen Geschäftsmodellen aussuchen, die in langfristigen Vorhaben des Sektors engagiert seien.

Die Experten würden weiter auf Anlagechancen ausgerichtet bleiben, die nach ihren Erwartungen von Katalysatoren durch Einzelunternehmen, besseren Fundamentaldaten und langfristigen Trends profitieren würden, und weniger auf die Hebelwirkung von Rohstoffpreisen oder auf Beta. Insgesamt strebe ihre Strategie danach, in gut geführte Firmen mit starker Ressourcenbasis und technisch fortgeschrittenen Verfahren zu investieren. Diese Unternehmen könnten über die meisten Konjunkturzyklen hinweg überlegen abschneiden, weil sie überdurchschnittliche Produktionssteigerungen, niedrige Produktionskosten und technischen Vorsprung bieten würden. (Perspektiven Februar 2012) (02.03.2012/fc/a/m)


 
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