BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 03/2020-Bericht, Performanceminus von 22,2% - Fondsanalyse


29.04.20 12:30
Meldung
 
Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240 / WKN A0RP3D) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.


Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis sieben Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und hohen Rohstoffvorkommen profitieren würden. Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländerspezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen Bottom-up und Top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren.

Die negativen Auswirkungen der Coronakrise auf die Weltwirtschaft und die globalen Märkte hätten die Schwellen- und Grenzmarktfonds erreicht, die im März rekordhohe Mittelabflüsse verzeichnet hätten. Davon sei auch Afrika betroffen gewesen, da 1) ausländische Investoren ihre Aktienpositionen in der Region verringert hätten, was eine zweistellige Korrektur zur Folge gehabt habe, bevor lokale Anleger eingegriffen hätten, und 2) eine umfassende Rückführung von Portfoliovermögen im FI-Bereich die meisten Währungen unter Druck gesetzt habe. Inzwischen sei die Geld- und Fiskalpolitik auf dem ganzen Kontinent gelockert worden. Laut Johns Hopkins University habe es in Afrika Ende März 5.200 aktive Covid-19-Fälle gegeben, wobei Südafrika mit 1.300 Fällen die höchste Anzahl aufgewiesen habe. Auf Basis der Coronafälle pro Kopf seien afrikanische Staaten die Länder gewesen, die am schnellsten Maßnahmen eingeleitet hätten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Geschäftstätigkeit sei dramatisch zurückgegangen, wobei der Freizeit- und der Tourismussektor am stärksten gelitten hätten. Zwar komme in Afrika der Sterblichkeitsrate durch Covid-19 die große Altersgruppe junger Menschen zugute, aber das schwache Gesundheitssystem könne durch kritische Fälle schnell überlastet werden. Zudem könnte es in Ermangelung von Coronatests schwierig werden, eine reale Einschätzung der Ausbreitung des Virus vor Ort vorzunehmen.

Der rasante Rückgang der Ölpreise auf Jahrzehntetiefs habe Nigerias Deviseneinnahmen (USD) beeinträchtigt, weshalb die CBN ihren offiziellen Wechselkurs NGN (Nigerianischer Naira)/USD von 306 NGN auf 360 NGN je USD habe abwerten müssen. Die CBN habe die meisten Devisenfenster zu einem Devisenfenster mit dem neuen Wechselkurs zusammengefügt. Für Anleger und Wechselstuben gelte jedoch ein anderer Kurs. Nach der Abwertung habe der Wechselkurs des Naira im Devisenfenster für Anleger auf einem völlig unattraktiven Niveau von NGN 380 bis 390 zum USD gelegen, und eine stark sinkende Verfügbarkeit von Devisen in USD lasse künftig auf stärkeren Devisendruck schließen. Der geldpolitische Ausschuss habe die Beibehaltung der Leitzinsen bei 13,5% beschlossen und zur Stärkung der Wirtschaft vermehrt auf Liquiditätsinstrumente zurückgegriffen. Aktien hätten 18,7% nachgegeben (MOM).

Bereits vor Ausbruch der Coronakrise sei Südafrikas BIP im Q4 2019 um 1,4% (QOQ, annualisiert und saisonbereinigt) geschrumpft, womit es nun seine dritte Rezession seit 1994 erlebe. Die desolate wirtschaftliche Lage und die weltweite Risikoscheu hätten im Berichtsmonat Aktien, lokale Anleihen und den ZAR (Südafrikanischer Rand) belastet. So habe der All Shares Index 12,8% eingebüßt, die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen seien um 185 Bp gestiegen und die Landeswährung habe 14,1% auf den USD verloren. Da die Ausbreitung des Coranavirus die Sorgen des Landes noch verstärkt habe, habe die südafrikanische Notenbank unter anderem eine Leitzinssenkung um 100 Bp (nach -25 Bp im Januar) beschlossen und ein unbefristetes Anleihekaufprogramm eingeführt. Ende März habe Moody's die Kreditwürdigkeit Südafrikas auf Ramschstatus heruntergestuft. Das Land werde daher Ende April aus dem JPMorgan GEM Bond Index ausgeschlossen.

In Ägypten habe die Notenbank ihren Leitzins während einer Krisensitzung um 300 Bp gesenkt. Sie habe zudem Bankengelder in korridorgebundenen Einlagen in staatliche Wertpapiere umleiten können, was den Aufwärtsdruck auf heimische Renditen gemildert habe, da ausländische Investoren lokale Anleihen in großem Stil verkauft hätten. Der unerbittliche Verkauf von Aktien habe den EGX 30 auf ein 3-Jahres-Tief geschickt, bis die CBE und staatliche Banken versprochen hätten, die Börse mit einer Finanzspritze in Höhe von EGP (Ägyptisches Pfund) 23 Mrd. zu stützen. Diese Ankündigung habe das Marktvertrauen gestärkt und zur Verringerung der Verluste des Index auf 26,3% (MOM) beigetragen. Der erwartete Rückgang des Tourismus und der Einnahmen durch den Suezkanal sowie Portfolioabflüsse würden Ägyptens Zahlungsbilanz voraussichtlich belasten, obwohl diese Negativfaktoren durch geringere Importe infolge einer sinkenden Nachfrage gemildert werden könnten. Das EGP habe lediglich 0,7% auf den USD verloren, wobei es vermutlich durch die CBE gestützt worden sei.

In Kenia und Marokko dürften Privathaushalte und Unternehmen, die merkliche Probleme mit der Bedienung ihrer Darlehensverpflichtungen hätten, vom größeren Spielraum profitieren, den die Notenbanken lokalen Geldhäusern diesbezüglich zur Entlastung ihrer Kunden eingeräumt hätten. Die Leitzinsen in Kenia und Marokko seien um 100 Bp bzw. 25 Bp auf 7,25% bzw. 2,0% gesenkt worden. Die jeweiligen Aktienmärkte hätten im März 11,2% bzw. 20,8% verloren.

Die Auswirkungen des Coronavirus würden die Schwachstellen von Ländern aufdecken, die ihre Reformen nur langsam vorangetrieben hätten, vor allem Südafrika, Nigeria und andere Rohstoffexporteure in Subsahara-Afrika. Sambia - in dem Land sei der Fonds nicht investiert - habe bereits eine Schuldenrestrukturierung angekündigt. Es bestehe ein hohes Risiko, dass Angola diesem Beispiel folge. Auch der Anstieg der Spreads nigerianischer Eurobonds gebe Anlass zur Sorge. Ihre Positionen in den diversifizierten Volkswirtschaften Marokkos, Kenias und Ägyptens, die die Experten der Bellevue Asset Management AG vor der Coronaepidemie aufgebaut haben, sind nach wie vor besser aufgestellt, um die Krise zu überstehen. Die Experten hätten ihre Cash-Position erhöht, um das Risiko von Mittelabflüssen abzudecken - obwohl sie nur verhalten ausgefallen seien - und würden wieder investieren, sobald der Druck nachlasse, da die letzten Abwärtsbewegungen die bereits attraktiven Kennzahlen auf historisch niedrige Niveaus gedrückt hätten. (Stand vom 31.03.2020) (29.04.2020/fc/a/f)


 

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