BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 10/2020-Bericht, Performanceminus von 4,3% - Fondsanalyse


23.11.20 14:00
Meldung
 
Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240 / WKN A0RP3D) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.


Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis sieben Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und hohen Rohstoffvorkommen profitieren würden. Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländerspezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen Bottom-up und Top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren.

Die Zahl aktiver COVID-19-Fälle in Afrika sei von 220.000 Personen Ende September auf 285.000 im Oktober gestiegen, wofür vor allem die Zahlen in Tunesien, Äthiopien, Marokko und Libyen verantwortlich seien. Südafrika und Ägypten (Hotspots im Juli), seien von der 2. Welle bisher weniger heftig heimgesucht worden. Sambia habe eine Kupon-Zahlung für seinen Eurobond 2024 nicht bedienen können und steuere auf eine Zahlungsunfähigkeit zu, sofern es sich in den kommenden Tagen mit seinen Gläubigern auf keine Lösung einigen könne.

In Nigeria seien Massenproteste gegen Polizeigewalt ausgebrochen, die sich verschärft hätten, bis die lokalen Behörden die Armee eingesetzt hätten. Die Unterbrechungen der Wirtschaftstätigkeit hätten wegen der vorübergehenden Ausgangssperren in einigen Bundesstaaten angehalten. Die Devisenknappheit habe dazu geführt, dass eine wachsende Zahl von Produkten mit unterschiedlich hohem Anteil an importierten Inhaltsstoffen aus den Regalen der Einzelhandelsgeschäfte verschwunden sei, was auf die Schwierigkeiten der Unternehmen bei der USD-Beschaffung zur Bezahlung von Rohstoffeinfuhren hindeute. Der Aktienindex habe 13,8% zugelegt, womit sich seine Performance seit Juli auf 22% summiere, da lokale Anleger zunehmend in Aktien investieren würden, nachdem die Renditen für heimische Anleihen auf neue Tiefstände gesunken seien: Einjährige T-Bills seien zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,5% versteigert worden, bei einer September-Inflation von 13,7% (YOY), was die unorthodoxe Politik der Notenbank widerspiegele.

In Südafrika seien neue Spannungen innerhalb der regierenden Tripartite Alliance, dem Parteienbündnis aus ANC, der kommunistischen Partei SACP und dem Gewerkschaftsbund COSATU aufgetreten, nachdem letztgenannter einen eintägigen landesweiten Streik gegen die Regierung angeführt habe. Diese wiederkehrenden und mit den unterschiedlichen Ansichten über die Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst zusammenhängenden Spannungen würden zeigen, wie schwierig es für das Regierungsteam sei, die öffentlichen Ausgaben unter Kontrolle zu halten und den Anstieg des Haushaltsdefizits zu bremsen, das in diesem Haushaltsjahr voraussichtlich 15,7% des BIP erreichen werde.

Der Finanzminister habe während seiner letzten Haushaltsrede keinen überzeugenden Plan zur Vermeidung eines weiteren Anstiegs der Staatsverschuldung präsentieren können, da ein Großteil der Sparmassnahmen von den bevorstehenden Lohnverhandlungen mit den Gewerkschaften abhänge. Außerdem habe er keine Strukturreformen zur Förderung der mittelfristigen Wachstumsaussichten präsentiert. Aktien hätten 4,3% eingebüßt und der ZAR habe ggü. dem USD 3,0% fester notiert.

Weiter im Osten Afrikas, in Kenia, sei der PMI für die Gesamtwirtschaft im September auf 56,3 Zähler nach 53,0 im August gestiegen, was die kräftige Erholung der Konjunktur im Q3 nach deren Schrumpfung um 5,7% (YOY) im Q2 2020 bestätige. Eine V-förmige Erholung gelte jedoch keinesfalls als gewiss, da mit dem Wiederanstieg neuer COVID-19-Fälle in den letzten Wochen auch das Risiko einer Wiedereinführung von Beschränkungen zunehme. Der kenianische Aktienmarkt sei im Oktober auf der Stelle getreten.

Ägyptens Wirtschaft habe sich widerstandsfähiger als erwartet erwiesen, da der private Konsum und sinkende Importe rückläufige Investitionen und Exporte teilweise aufgewogen hätten, was zu einem BIP-Rückgang von "lediglich" 1,7% (YoY) im Q2 2020 geführt habe. Das Haushaltsdefizit für das Jahr 2020, das im Juni geendet habe, sei mit 7,9% geringer ausgefallen als im Vorjahr (8,1%), während erste Zahlen für den Zeitraum von Juli-September 2020 auf einen Primärüberschuss hindeuten würden. Die Mittelzuflüsse ausländischer Investoren in heimische Anleihenportfolios hätten Mitte Oktober mit USD 21,1 Mrd. deutlich über den im Mai verbuchten USD 10,4 Mrd. gelegen.

Der EGX 30 habe infolge starken Verkaufsdrucks nach dem Rücktritt des langjährigen VR-Präsidenten der Commercial International Bank (CIB) in der letzten Oktober-Woche4,3% verloren. Das unerwartete Ausscheiden habe den Markt verunsichert und unter Anlegern Befürchtungen hinsichtlich der Bilanzsituation der CIB geweckt, da der Amtsenthebung eine Überprüfung durch die Notenbank vorangegangen sei. Während einer stark frequentierten Telefonkonferenz habe der CEO gegenüber Anlegern die Solidität der Geschäfte seiner Bank unterstrichen. Das habe kurz darauf auch die Zentralbank im Rahmen einer öffentlichen Erklärung bestätigt.

Obwohl Marokko zu den Ländern des Kontinents zähle, die mit inzwischen über 34.000 aktiven COVID-19-Fällen (vs. 6000 im Juli) am stärksten von dem Virus betroffen sei, und die heimische Wirtschaft im Q2 2020 um 14,9% (YOY) eingebrochen sei, könne es die Auswirkungen der Pandemie dank seines finanziellen Spielraums und guten Zugangs zu Fremdkapitalmärkten auffangen. Marokkanische Aktien hätten 4,7% (YOY) zugelegt, da lokale Anleger ihre Beteiligungen an einigen Schwergewichten des Hauptaktienindex aufgestockt hätten.

Ungeachtet der jüngsten Aktienrallye in Nigeria verzichten die Experten der Bellevue Asset Management AG weiterhin auf Investitionen in dem Land, da es ausländischen Anlegern infolge der seit März herrschenden Knappheit an USD so gut wie unmöglich ist, ihre Barmittel aus dem Land abzuziehen. Ohne eine deutliche und nachhaltige Erholung der weltweiten Ölpreise erscheine ihnen eine Devisenrückführung nicht ohne eine deutliche Abwertung möglich, wie bereits im vergangenen Jahr bei der in USD umgerechneten Performance der simbabwischen Börse zu beobachten gewesen sei. An ihren Kerninvestments hätten die Experten unverändert festgehalten. (Stand vom 31.10.2020) (23.11.2020/fc/a/f)


 

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