DNB High Yield-Fonds: Nordic High Yield lockt mit zehnprozentiger Rendite - Fondsanalyse


22.02.16 12:31
Meldung
 
Luxemburg (www.fondscheck.de) - Die See am nordischen High-Yield-Markt bleibt durch die tiefen Ölpreise rau, so die Experten von DNB Asset Management.

Bei der Titelauswahl sei viel Fingerspitzengefühl und Know-how gefragt.
Mittel- bis langfristig würden steigende Ölpreise die Kurse wieder antreiben. Der Verfall der Ölpreise habe den Boom an den nordischen High-Yield-Märkten unterbrochen. Mit zehn Prozent seien die Renditen gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld inzwischen verlockend hoch, allerdings würden DNB-Experten auf dem Markt Zahlungsausfälle voraussagen. Die Fondsmanager des DNB Nordic High Yield seien bisher von Defaults kaum betroffen gewesen. Damit das auch so bleibe, hätten sie ihr Depot wetterfest gemacht. Für Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont sei jetzt ein steuertransparenter Fonds nach Luxemburger Recht auf den Markt gebracht worden.

Das niedrige Niveau bei den Ölpreisen habe den skandinavischen High-Yield-Bonds aus dem Energiesektor zugesetzt. Wann der Boden erreicht sei, könne auch auf dem Markt für Hochzinsanleihen niemand genau sagen. Doch viele High-Yield-Emittenten und -Bonds aus dem Energiesektor würden inzwischen günstig wirken. Auch der Gesamtmarkt sehe mit einer Bruttorendite von zehn Prozent attraktiv aus.

"Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld Rendite für ihr Depot suchen, können erste Positionen aufbauen", so Hagen-Holger Apel, Senior Portfolio Manager bei DNB Asset Management in Luxemburg. Zudem habe sich der Zugang zu diesem Markt zuletzt sowohl für professionelle Investoren als auch für Kleinanleger vereinfacht. Seit dem 11. November 2015 sei der DNB High Yield (ISIN LU1303786500 / WKN nicht bekannt) als Fonds nach Luxemburger Recht SICAV auf dem Markt. Das Produkt sei ein steuertransparenter Spiegelfonds des seit 2012 in Norwegen erhältlichen DNB Nordic High-Yield-Fonds.

Nordic High Yield, das sei ein 27 Milliarden Euro Markt, das sei vor allem Norwegen und Schweden. Mehr als die Hälfte der hochrentierenden Anleihen auf dem Markt würden von Emittenten stammen, die ihre Aufträge von der Öl- und Gasindustrie erhalten würden.

Ob sich ein Investment in den nordischen High-Yield-Markt rechne, werde dementsprechend auch von der Entwicklung der Ölpreise maßgeblich bestimmt. Der Ölpreis sei bereits auf ein Niveau gefallen, das viele Ölkonzerne zu massiven Kürzungen ihrer Investitionen gezwungen habe.

DNB-Experten würden nicht glauben, dass das Risiko eines weiteren Ölpreisverfalls vom derzeitigen Niveau groß sei. "Die Wohlfühlzone der Industrie liegt bei Ölpreisen zwischen 65 und 80 Dollar", so Hagen-Holger Apel. Noch sei die weit entfernt. Derzeit wechsle das Fass Öl für weniger als 30 Dollar den Besitzer, das tiefste Niveau seit 2004. Doch mittelfristig sei eine Erholung in Sicht. Die Ökonomen von DNB Markets würden für die nächsten ein bis zwei Jahre ein Ölpreisniveau von 70 bis 80 Dollar prognostizieren. Ob die Experten Recht behalten würden, entscheide Saudi Arabien. Genauer gesagt, die Menge an Erdöl, die der weltgrößte Produzent aus dem Boden pumpe.

Seit dem Vorjahr würden die Saudis die Fördermengen künstlich hoch halten und dadurch ganz gezielt die Kurse drücken. Mit den Dumpingpreisen würden die Saudis vor allem versuchen, die hoch verschuldeten US-Schieferölproduzenten wieder aus dem Markt zu drängen. Die Schieferölproduzenten würden im Schnitt mit deutlich höheren Förderkosten als Saudi-Arabien arbeiten. Durch den Fracking-Boom seien die USA 2014 zum größten Energieproduzenten der Welt aufgestiegen. Doch auf Dauer könnten auch die reichen Saudis mit solchen Kampfpreisen nicht leben. Weil sich viele Projekte bei dem derzeitigen Ölpreisniveau nicht mehr rechnen würden, kämen langfristig sinkende Fördermengen in den meisten Produktionsländern als Kurstreiber noch dazu.

"Ein niedrigerer Ölpreis führte zu sinkenden Investitionen in die Exploration und den Produktionssektor", so Svein Aage Aanes, Fondsmanager des DNB High Yield und Head of Fixed Income bei DNB. "Das wird in den kommenden Jahren in der Ölproduktion zu einer schnellen Reduzierung der Fördermengen führen. Die Frage ist nicht, ob sich der Ölpreis in norwegischen Kronen gerechnet erholt, sondern nur wann."

Das Angebot an skandinavischen Unternehmensanleihen habe sich in den letzten Jahren deutlich verbreitert. Von 2001 bis 2014 habe der skandinavische High-Yield-Markt eine Wachstumsstory geliefert. Allein in Norwegen sei das Volumen der jährlich emittierten High-Yield-Anleihen von 45 auf fast 110 Milliarden NOK (Norwegische Krone) in die Höhe geschossen. In Norwegen habe bereits jedes zweite Industrieunternehmen mit Hilfe von Unternehmensanleihen Fremdkapital aufgenommen. Dadurch sei es mittlerweile möglich, ein breit diversifiziertes Portfolio an High-Yield-Anleihen in verschiedenen Sektoren aufzubauen.

Die auf die Finanzkrise folgende verschärfte Regulierung in der Finanzindustrie sei vielleicht der wichtigste Grund für die Zuwächse von neuen High-Yield-Emissionen. Aufgrund der strikteren Eigenkapital-Anforderungen hätten sich Banken mit der Kreditvergabe besonders im High-Yield-Bereich zurückgehalten. In der Folge hätten viele Unternehmen eigene Anleihen emittiert und so ihren Bedarf an Fremdkapital gedeckt. Der Ölpreisschock habe dieser Wachstumsstory im Energiesektor eine Auszeit verpasst. In Norwegen sei das Volumen an High-Yield-Emissionen in diesem Jahr nur halb so groß wie 2014. Das liege schlichtweg daran, dass es weniger zu finanzieren gebe.

Aufgrund des niedrigen Ölpreisniveaus hätten einige Ölproduzenten wie Statoil die Ausgaben gekürzt und würden sich bei der Erschließung von neuen Ölfeldern zurückhalten. Für die Dienstleister bedeute das weniger Aufträge und damit geringere Cash-Flows. Weil weniger Geld in die Kassen fließe, sei das Risiko von Zahlungsausfällen, den gefürchteten Defaults, gestiegen. "Wir werden Restrukturierungen sehen und es wird auch Ausfälle geben", so Hagen-Holger Apel. Allerdings hätten sich die Spreads von Bonds im Ölservice-Sektor erheblich ausgeweitet, was das erhöhte Ausfallrisiko der Branche bereits wieder kompensiere.

Je herausfordernder das Umfeld, umso mehr Erfahrung sei gefragt. Der DNB High-Yield-Fonds sei in Norwegen 2012 zugelassen worden. In Norwegen würden Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income, und Fondsmanager Anders Buvik den Fonds managen. Sie seien bisher von Zahlungsausfällen wenig betroffen gewesen. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass das auch so bleibe, hätten sie ein stark diversifiziertes Portfolio aufgebaut.

Das Portfolio umfasse derzeit Anleihen von 82 verschiedenen Emittenten. Zudem liege der Anteil des Energiesektors bei weniger als 30 Prozent. Der Fokus liege auf soliden Unternehmen mit stabilen Cashflows und starken Bilanzen. Unternehmen, die ihre Liquidität effizient einsetzen und ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen würden. Über 90 Prozent des Portfolios sei in Papieren mit einem BB/B-Rating angelegt. Komme es auf dem Nordic High-Yield-Markt zu Ausfällen, würden diese zum größten Teil das Segment CCC+ und darunter betreffen.

Doch selbst wenn es zu einem Default kommen sollte, halte sich der Einfluss auf den Fonds in Grenzen. Da das Portfolio ca. 120 verschiedene Wertpapiere umfasse, liege der Anteil einer Position nur in wenigen Fällen über zwei Prozent.

Einer dieser Fälle sei die Hochzinsanleihe von Petroleum Geo-Services, kurz PGS. An dem technologisch führenden Dienstleister im 3D-Seismic Segment gefalle den Fondsmanagern die im Vergleich zur Konkurrenz starke Bilanz. Der Liquiditätspuffer für die kommenden zwölf Monate sei überdurchschnittlich groß, das Risiko-Ertrags-Profil attraktiv.

Abseits des Ölbranche bewege sich AINMT Scandinavia Holdings. Das Unternehmen profitiere von Beihilfen der Wettbewerbshüter. Hintergrund sei die Übernahme von Tele2 Norway durch Telia Sonera. Die Geschäfte des norwegischen Mobilfunkanbieters seien durch hohe Eintrittsbarrieren gut geschützt, das Investitionsprogramm sei flexibel, Ausgaben könnten bei Bedarf verschoben werden und ein finanzstarker Eigentümer springteim Notfall ein und garantiere die Rückzahlung.

Von Investitionen in einzelne Papiere sei abzuraten. Das Chancen/Risiko-Verhältnis sei im breit diversifizierten Fonds deutlich attraktiver. Weil starke Schwankungen nicht ausgeschlossen seien, sei Geduld und ein mittel- bis langfristiger Anlagehorizont gefragt. (22.02.2016/fc/a/f)


 

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