DNCA Invest Alpha Bonds-Fonds: 10/2018-Bericht, Performance von -16,22% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


07.12.18 12:00
Meldung
 
Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Alpha Bonds (ISIN LU1694789451 / WKN A2JG2V ) ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.


Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Während die US-Wirtschaft weiterhin einen starken Wachstumstrend verfolge, der noch durch das BIP des dritten Quartals bestätigt werde (ersten Schätzungen zufolge +3,5%), enttäusche Europa immer noch. Hier erreiche die BIP-Steigerung im gleichen Zeitraum lediglich 0,2%, wobei diesmal als Hauptgrund die Änderung der Emissionsnormen für Kfz genannt werde, die die Automobilproduktion im Sommer stark beeinträchtigt habe. Auch in China scheine sich eine Verlangsamung abzuzeichnen. Den Behörden scheine es zunehmend an Selbstvertrauen zu mangeln, den Rückgang der Aktivität bremsen zu können, was sich auch im Kursverfall der chinesischen Aktienmärkte widerspiegele. Die nach wie vor hohen Frühindikatoren in den USA, die in der Eurozone zwar rückläufig, aber über 52 lägen und in China fast 50 erreichen würden, würden ein wahrheitsgetreues Bild der Desynchronisierungsbewegung des Wachstums vermitteln, die man seit Anfang des Jahres beobachten könne.

Die Inflation steige zwar global betrachtet marginal an, doch entspreche diese Steigerung nicht den Erwartungen, die durch die Schließung oder die konsequente Reduzierung der Produktionslücke in den großen Industrieländern generiert würden, in denen es zunehmend zu Spannungen am Arbeitsmarkt zu kommen scheine. Die Schwäche der Kerninflation, die im Einklang mit den veröffentlichten globalen Daten stehe, beunruhige die Finanzmärkte, die hier eine potenzielle Quelle für einen Rückgang der Unternehmensmargen sehen würden.

In diesem Umfeld habe sich die Rhetorik der Zentralbanken nur wenig geändert. In den Vereinigten Staaten müssten die Leitzinsen weiter erhöht werden und dies vielleicht sogar bis in einen äußerst restriktiven Bereich. In der Eurozone bestehe zwar keine Dringlichkeit für eine überstürzte Zinserhöhung, doch gebe die EZB in verschlüsselter Form zu, dass die Markterwartungen für die Jahre 2020 und 2021 unverändert konservativ ausfallen würden. Anderswo, mit Ausnahme von China, verschärfe sich die Geldpolitik (Norwegen, Kanada, Tschechoslowakei, Indonesien, usw.), oder werde für die nahe Zukunft eine Straffung geplant (Schweden) oder in Ermangelung dessen in Erwägung gezogen (Ungarn, Polen).

Die Entwicklung an den Finanzmärkten sei im Oktober besonders hektisch gewesen und habe im Kielwasser der politischen oder geopolitischen Spannungs- oder Entspannungsphasen von einer Risk-On- zur nächsten Risk-Off-Periode geschwankt. Insgesamt hätten sich die Renditen der Staatsanleihen angesichts der Volatilität an den Aktienmärkten und des Anstiegs der Credit Spreads gut entwickelt. Der Dollar habe ebenfalls gegenüber dem Euro Unterstützung erhalten, der nach wie über die Problematik Italien und das potenzielle Brexit-Abkommen strauchle.

Beim Fondsmanagement mussten wir zwischen unserer Einschätzung einer makroökonomischen Konjunktur und Bewertungen der Vermögenswerte, die uns zum Ansatz eines defensiven Sensitivitätsprofils veranlassen, und dem auf kurze Sicht herrschenden Stressniveau an den Finanzmärkten, in dessen Rahmen ganz im Gegenteil Vermögenswerte stärker valorisiert werden, die scheinbar wenig Wert zu bieten haben, navigieren, so die Experten von DNCA Investments.

Die Experten stünden allerdings nach wie vor an den führenden Anleihemärkten in den USA und in Euro auf der Verkäuferseite. In den USA setzt unsere wichtigste Position nach wie vor auf eine verstärkte Versteilerung der Zinskurve im Zuge der Auswirkungen einer Kumulierung eines robusten Wachstums und einer höheren Inflation, so die Experten von DNCA Investments. In der Eurozone konzentriere der 5-jährige Laufzeitenbereich das Risiko der Short-Zinsposition aufgrund der Schwäche des Repricing der vorweggenommenen kurzfristigen Zinsen. Bei den Zinskurven, die die Experten positiv einschätzen würden, hätten sie keine Änderungen vorgenommen. Ihr Verhalten sei im Laufe des Monats zwar eher günstig gewesen, doch sei hier das Risk-Off höher als beim US-Zins und dem Euro.

Bei den Unternehmensanleihen hätten die Experten von DNCA Investments für 10% der Vermögenswerte eine "Käufer"-Schutzposition auf die US-HY initiiert und lediglich die Hälfte dieser Position zum Monatsende weiter gehalten, während sie sich von der anderen Hälfte mit Gewinn getrennt hätten. Im Währungssegment hätten die Experten Dollar und Yen aktiv gemanagt, um die Volatilität des Portfolios in Grenzen zu halten. Ende des Monats hätten sie das Exposure gegenüber der japanischen Währung reduziert und das Engagement gegenüber dem US-Dollar ausgebaut. (Stand vom 05.11.2018) (07.12.2018/fc/a/f)


 

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