DWS Concept Kaldemorgen-Fonds: 01/2016-Bericht, Performance von -4,5% - Fondsanalyse


24.02.16 09:14
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des DWS Concept Kaldemorgen-Fonds (ISIN LU0599946893 / WKN DWSK00 ) besteht darin, in Euro eine Gesamtrendite über Anlagen in verschiedenen Märkten und Instrumenten je nach Konjunkturzyklus und Einschätzung des Fondsmanagements zu erzielen, so die Experten von DWS Investments.


Der Fonds sei bestrebt, Long-Positionen und synthetische Short-Positionen aufzubauen, um von der Über- bzw. Unterbewertung verschiedener Anlageklassen/-instrumente zu profitieren, und Anlagen in Derivaten zur Absicherung von Marktrisiken einzusetzen.

Der Jahresbeginn an den Aktienmärkten sei ein klassischer Fehlstart gewesen. Schon am ersten Handelstag hätten die Märkte deutlich schwächer als zum Jahresende eröffnet. Der Renminbi sei am Anfang des Jahres deutlich gegenüber dem US-Dollar gefallen und habe erst durch massive Interventionen der chinesischen Zentralbank gestoppt werden können. Auffällig sei zum Jahresbeginn gewesen, dass die Volkswirte das Wirtschaftswachstum in den wichtigen Regionen deutlich optimistischer beurteilt hätten als die Investoren. Lediglich die Weltbank habe mit einer sehr pessimistischen Prognose für das globale BIP-Wachstum vorgeprescht.

Der MSCI Welt-Index habe im Januar -5,8% (in EUR) verloren. Dabei seien vor allem Rohstoffwerte die großen Verlierer gewesen. Ähnlich stark wie Rohstofftitel hätten Finanztitel verloren. Aber auch die eher defensiven Pharma-Unternehmen seien überproportional stark unter die Räder gekommen. Stabil hätten sich Versorger, Telekom und defensive Konsumwerte gezeigt. Vermeintlich "sichere Häfen" wie Gold und Staatsanleihen hätten im Januar starkes Interesse auf sich gezogen. Gold und Staatsanleihen in den USA und Kerneuropa hätten zugelegt. Allerdings habe sich der Renditeunterschied zwischen den deutschen und sonstigen europäischen Staatsanleihen deutlich vergrößert. Hochzinsanleihen, aber auch Investmentgrade-Unternehmensanleihen hätten ein knappes Prozent verloren.

Der DWS Concept Kaldemorgen habe im Januar -4,5% (FC Anteilklasse) verloren. Die Verluste hätten im Wesentlichen aus den Aktienpositionen (ohne Währungseffekte) resultiert. Die Aktien Index Futures hätten ebenfalls negativ zur Wertentwicklung beigetragen. Hierfür seien vor allem die Japanischen Nikkei-Futures verantwortlich gewesen, die allerdings im Verlauf des Monats geschlossen worden seien. Die Absicherung im S&P 500-Index habe einen positiven Beitrag gebracht. Long-Kontrakte in Europa hätten Verluste verbuchen müssen. Negativ auf die Wertentwicklung des Fonds habe sich auch die Absicherung der Zinsrisiken über Bunds und US-Zins-Futures ausgewirkt. Dem habe lediglich ein geringfügiger Gewinn aus Staatsanleihen entgegengestanden. Unternehmensanleihen hätten ebenfalls verloren, sodass sich insgesamt ein negativer Nettobeitrag aus der Anleiheseite resultiert habe.

Der Rückgang der Aktienkurse im Januar habe dem Fondsmanagement keine Chance geboten, aus der Volatilität Erträge zu erzielen da eine Gegenbewegung an den Aktienmärkten nach den anfänglichen Verlusten ausgeblieben sei. Angesichts der Verluste im Anteilpreis habe der Fonds sein Risiko vor allem auf der Aktienseite deutlich reduziert. Die Nettoaktienquote sei vorübergehend auf 26% gesunken und zum Monatsende auf 27,1% gestiegen.

Gegenüber Dezember sei die Aktienquote um 11,7%-Punkte reduziert worden. In Europa und Japan seien die Long-Kontrakte glattgestellt und die Absicherung in den USA auf -8%-Punkte erhöht worden. Auf der Aktienseite seien die Banken um 2%-Punkte reduziert worden. Die Finanzwerte, welche 5,9%-Punkte des Fondsvermögens ausmachen würden, bestünden zur Hälfte aus Immobiliengesellschaften (Deutsche Wohnen, Vonovia) und der Deutschen Börse.

Staatsanleihen seien um 2,5%-Punkte auf 34,8%-Punkte erhöht worden. Mit sehr kurzen Laufzeiten würden sie vor allem als Ersatz für die Kassehaltung dienen. Der überwiegende Anteil der Staatsanleihen bestehe aus US-Staatsanleihen. Unternehmensanleihen seien deutlich um 4,3%-Punkte erhöht worden und würden mittlerweile 22,5%-Punkte des Fondsportfolios ausmachen. Es seien vor allem weitere Hochzinsanleihen aus dem Rohstoff- und Energiesektor erworben worden, welche etwa 15%-Punkte des Portfolios ausmachen würden. Der Anteil der Anleihen mit einem "B"-Rating stelle sich momentan auf 1,9%-Punkte. Keine Anleihe sei schlechter als "B-".

Von den Laufzeiten seien Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren gekauft worden. Der US-Dollarnettoanteil betrage momentan 18,8%-Punkte, etwa 1%-Punkt weniger als per Ende Dezember. Der Euroanteil im Portfolio betrage ca. 69%. Das englische Pfund sei weiter komplett gesichert. Die Volatilität des Fonds pendle weiterhin um die 5,5%. Trotz Risikoreduzierung sei diese nicht weiter zurückgegangen, da die Volatilität insbesondere an den Aktienmärkten deutlich gestiegen sei.

Der Fonds versuche, den maximalen Verlust im Kalenderjahr auf ein einstelliges prozentuales Ergebnis zu begrenzen. Das Risikobudget des Fonds bemesse sich aus dem Abstand des Anteilspreises (Rücknahmepreis) zum angestrebten maximalen Jahresverlust. Als erste konservative Verteidigungslinie dieses Risikoziels aus der Sicht des Fondsmanagements diene der Abstand zur "High Water Mark" (bisheriger Höchststand des Anteilspreises). Dieser Abstand habe Ende Januar -7,6% (FC Anteilklasse) betragen. Dies bedeute, dass bei weiteren Verlusten am Aktienmarkt das Risiko des Fonds deutlich nach unten gefahren werden müsse. Zwar erscheine ein temporäres Überschreiten der 10%-igen Verlustgrenze gegenüber der High Water Mark zur Beibehaltung der Flexibilität tolerierbar, werde aber verbunden mit einem sukzessiven Abbau der Risiken, um die Verlustgrenze im Kalenderjahr nicht zu gefährden.

Ein vollkommener Abbau von Risiken erscheine aber selbst im Extremfall aus drei Gründen nicht möglich: a) Absicherungsgeschäfte könnten vorhandene Einzelwertrisiken nie vollständig kompensieren, b) Kreditrisiken seien nicht vollständig bzw. effizient abzusichern und c) ein vollständiger Verkauf der Risikopositionen sei auch deshalb nicht möglich, da die Alternativanlage "Cash" bzw. kurzlaufende europäische Staatsanleihen mittlerweile deutlich negative Zinsen aufweisen würden. Der derzeitige Risikopuffer erscheine aus der Sicht des Fondsmanagements dennoch ausreichend, um für die gegenwärtigen Risiken gewappnet zu sein.

Die Umschichtung von Aktienanlagen in kurzlaufende Hochzinsanleihen erscheine im Augenblick als attraktivste Möglichkeit, das Ertragspotenzial bei deutlich verminderten Risiken einigermaßen stabil zu halten. Zusätzlich werde der Fonds versuchen, ausgehend von einer reduzierten Risikoposition, kurzfristiges Erholungspotenzial an den Aktienmärkten zu nutzen. (24.02.2016/fc/a/f)


 

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