DWS Deutschland LC-Fonds: 06/2019-Bericht, Investitionsgrad bei etwa 101% geblieben - Fondsanalyse


12.08.19 10:30
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096 ) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so Tim Albrecht, Fondsmanager bei DWS.


Der von Draghi in seiner Rede in Sintra angeschlagene expansive Ton mit Anzeichen für weitere geldpolitische Impulse, die Äußerungen des FED-Vorsitzenden Powell, wonach die FED in angemessener Weise handeln werde, um das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten, verhaltene globale Inflationszahlen, Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelskonflikt vor dem Treffen zwischen Trump und Xi auf dem G20-Gipfel in Japan, die Vereinbarung zwischen den USA und Mexiko bezüglich Einwanderung, rege M&A-Aktivitäten und die Bitcoin-Rally hätten die Aktienmärkte im Juni 2019 anziehen lassen. Das 4,5-Jahres-Tief des ifo-Index, das 2,5-Jahres-Tief des ISM-Index, schwächere US-Arbeitsmarktdaten, enttäuschende Automobilabsatzzahlen in China, Befürchtungen, dass China die Exporte von Seltenen Erden einschränken könnte, der Beginn von US-Kartelluntersuchungen im US-Tech-Sektor, die anhaltende Brexit-Unsicherheit sowie Angriffe auf Öltanker im Golf von Oman würden die Aktienmärkte nur vorübergehend belasten.

In Deutschland sei der DAX im Juni um 5,7% gestiegen, der MDAX um 3,4%, der TecDAX um 4,6% und der SDAX um 5,1%. Der Großteil der deutschen Konjunkturdaten sei erneut schwach ausgefallen. Der deutsche Ifo-Index sei von 97,9 auf 97,4 und damit auf das tiefste Niveau seit November 2014 gesunken. Der vorläufige PMI für Deutschland hingegen sei von 44,3 auf 45,4 gestiegen, und der PMI für die Eurozone sei leicht von 47,7 auf 47,8 gestiegen. Die Industrieproduktion in Deutschland sei im April um 1,9% m/m gesunken. Die deutschen Exporte hätten mit -3,7% m/m den größten Rückgang seit August 2015 verzeichnet.

Die Auftragseingänge in Deutschland seien m/m um 0,3% gestiegen, lägen aber y/y immer noch um 5,3% zurück. Die EU sei zu dem Schluss gekommen, dass Rom gegen Haushalts- und Verschuldungsvorgaben verstoßen habe. Zudem habe Boris Johnson gesagt, er werde den Austritt des Vereinigte Königreichs aus der EU bis Oktober zum Abschluss bringen, auch ohne ein Abkommen. Die EZB habe den Aktienmärkten im Juni Unterstützung geboten. Der Großteil der US-Konjunkturdaten sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, und mehrere Trends in China hätten erneut enttäuscht.

Der Investitionsgrad des Fonds sei bei etwa 101% geblieben. Bei den Sektoren habe es keine wesentlichen Veränderungen an der Positionierung der Experten gegeben. Die Experten würden ihre selektiven Investments in Unternehmen mit Wachstum zu einem vernünftigen Kurs und mit grundsoliden Bilanzen beibehalten. Obwohl sie nach wie vor davon ausgehen würden, dass die deutsche Wirtschaft nicht in eine Rezession rutsche, würden sie immer mehr politische und makroökonomische Risiken sehen, welche die Erholung im zweiten Halbjahr beeinträchtigen könnten. Daher würden sie ihr geringeres Engagement in Unternehmen mit stark zyklischen Einnahmen aufrechthalten. Für das Portfolio würden sie ihr Engagement in Nebenwerten mit einem Anteil von etwa 27% beibehalten.

Der Fonds sei im Verlauf des Monats Juni um 5,21% gestiegen und habe damit seine Benchmark CDAX um 0,26% übertroffen. Bei den Sektoren hätten die wesentlichen positiven Beiträge aus dem Übergewicht in Grundstoffen und Industrie und dem Untergewicht in Immobilien gestammt. Das Untergewicht in zyklischem Konsum, Kommunikationsdienstleistungen und Basiskonsumgütern habe negativ zur aktiven Wertentwicklung des Fonds beigetragen. Auf Einzeltitelebene hätten sich das Übergewicht in Linde PLC und K+S AG sowie das Untergewicht in Deutsche Wohnen SE positiv auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt. Das Übergewicht in United Internet AG und das Untergewicht in Deutsche Bank AG und Volkswagen AG hätten hingegen die Wertentwicklung am stärksten belastet.

Die Experten seien etwas überrascht von der jüngsten Stärke des Aktienmarktes gewesen. Eine vorsichtige Positionierung der Anleger, steigende Markterwartungen bezüglich stärkerer monetärer Impulse und große Hoffnungen bezüglich eines Handelsdeals auf dem G20-Gipfel schienen die offensichtlichsten Treiber zu sein, so die Experten der DWS. Nach den letzten Äußerungen der Zentralbanken würden die Experten nun zwei Zinssenkungen durch die FED in den kommenden zwölf Monaten und einen Zinsschritt seitens der EZB erwarten. Die Markterwartungen bezüglich noch aggressiverer Schritte der FED könnten jedoch enttäuscht werden und würden auf kurze Sicht Abwärtsrisiken für die globalen Aktienmärkte bergen.

Darüber hinaus würden die Experten davon ausgehen, dass die US-Zölle bestehen bleiben würden und der aktuelle Handelskonflikt den Konsum und die Investitionsausgaben weiterhin weltweit dämpfen werde. Die Anleger müssten noch erkennen, dass der zusätzliche geldpolitische Impuls wahrscheinlich wenig Einfluss auf das globale Wirtschafts- und Gewinnwachstum haben werde; die Experten seien daher nicht bereit, ihre Zielbewertungen für die globalen Aktienindices zu erhöhen. Die Experten würden jedoch zugeben, dass der zusätzliche Stimulus das Risiko einer Rezession verringere und sicherstelle, dass die Weltwirtschaft stark genug sei, um ein moderates Gewinnwachstum in den Jahren 2019 und 2020 zu unterstützen.

Die aktuellen Indexstände würden ihren 12-Monatszielen wenig Aufwärtspotenzial lassen. Die Experten würden an ihrem aktuellen DAX-Indexziel von 12.300 Punkten für Juni 2020 festhalten. Die jüngsten Managementkommentare aus der Dienstleistungs-, IT- und Konsumgüterbranche seien weiterhin optimistisch. Dies stehe im Gegensatz zur Fertigungsindustrie, wo die Berichterstattung für das zweite Quartal und die Prognose für das zweite Halbjahr noch enttäuschen könnten. Die Experten würden dieses Risiko insbesondere für deutsche Aktien, Halbleiterunternehmen, europäische Unternehmen im Bereich chemische Rohstoffe sowie zyklische europäische Industrieunternehmen sehen. (Stand vom 30.06.2019) (12.08.2019/fc/a/f)


 

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