DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 11/2019-Bericht, Untergewicht in Energiewerten von Vorteil - Fondsanalyse


17.01.20 13:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities (ISIN LU1891311430 / WKN DWS2Y8 ) investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog.
SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Im November hätten die globalen Aktienmärkte erneut an Wert gewinnen können. Zum einen ist eine Stabilisierung verschiedener Frühindikatoren zu sehen, zum anderen scheinen die Gespräche im Handelskonflikt zwischen den USA und China weitestgehend versöhnlich zu verlaufen, auch wenn eine finale Einigung laut des U.S. Präsidenten Trump erst 2020 zu erwarten ist, so die Experten der DWS.

Der amerikanische Aktienmarkt habe im November ein neuerliches Allzeithoch erreicht, der S&P500 Index habe um 3,4% an Wert (in US-Dollar) gewonnen und der Technologie-orientierte NASDAQ 100 Index sei um 4,0% gestiegen. Der MSCI Europe (in Euro) habe 2,5% an Wert gewonnen. Der deutsche Aktienmarkt, gemessen am DAX Index (in Euro), habe seine starke Wertentwicklung aus den Vormonaten fortgesetzt und sei um 2,9% gestiegen. Dagegen habe der japanische Aktienmarkt, gemessen am Topix Index (in Japanische Yen), lediglich 1,9% an Wert gewinnen können.

Ebenfalls schwächer sei die Wertentwicklung der Schwellenländer gewesen, da der MSCI Emerging Markets (in US-Dollar) sogar um 0,2% gefallen sei. Während die Schwäche primär von Lateinamerika und Osteuropa getrieben worden sei, hätten die Börsen in Asien größtenteils Wertgewinne verzeichnet. Auf sektoraler Ebene hätten im November Technologiewerte am stärksten an Wert gewonnen. Globale Gesundheitsaktien hätten nach einem starken Vormonat erneut deutlich an Wert zulegen können, gefolgt von Industriewerten, welche allesamt von einem besseren Sentiment aufgrund der Stabilisierung von Frühindikatoren profitiert hätten. Dagegen hätten defensive Sektoren, wie Immobilienaktien und Versorger, neben den nicht-zyklischen Konsumwerten das Nachsehen gehabt. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen der USA sei leicht auf 1,78% angestiegen.

Bei der Konstruktion des Portfolios wurde berücksichtigt, dass wir uns wahrscheinlich eher am Ende, als am Anfang des Konjunkturzyklus befinden, so die Experten der DWS. Spätzyklische Sektoren wie Versorger, Nahrungsmittel und Gesundheitswerte seien im Portfolio stärker gewichtet als beispielsweise im MSCI World All Country. Zudem bestehe das Portfolio, gemessen an der Marktkapitalisierung, aus über 60% großen und sehr großen Unternehmen. Diese Unternehmen würden meist über ein regional breit diversifiziertes Produktportfolio und ausreichend Ressourcen verfügen, um auch einen zyklischen Abschwung gut zu überstehen. Grundsätzlich aber liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen.

Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten. Im November hätten die Experten ihren Liquiditätsbestand mit dem Kauf von Aktien des Unternehmens Insmed Inc. etwas reduziert. Insmed Inc. sei ein vollständig integriertes US-amerikanisches Biopharmaunternehmen, das sich auf seltene und schwere Lungenerkrankungen konzentriere. Der gesamte Umsatz den das Unternehmen erziele, trage zum UN-Nachhaltigkeitsziel 3 "Gesundheit und Wohlergehen" bei.

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im November 3,43% zugelegt und damit etwas hinter dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 3,7% an Wert gewonnen habe. Die Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat durch eine Mischung aus Sektorallokation und Einzeltitelselektion beeinflusst worden. Das Übergewicht bei Immobilienaktien, Versorgern und Basisverbrauchsgüter habe sich im November nicht ausgezahlt, da diese Sektoren unter dem Anstieg der Zinsen und ihres defensiven Charakters gelitten hätten.

Allerdings habe sich die Einzeltitelauswahl innerhalb der drei Sektoren positiv auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt. Ebenso sei das Untergewicht in Energiewerten von Vorteil gewesen. Während das Übergewicht von Technologiefirmen und Gesundheitsaktien vorteilhaft gewesen sei, habe dies nicht den negativen Selektionsbeitrag innerhalb der Sektoren überkompensieren können. Im Gesundheitssektor seien beispielsweise Biotechnologieunternehmen und Krankenversicherungen relativ stark gestiegen, diese seien jedoch im Fonds kaum vertreten.

Trotz gewisser Verunsicherungen sowohl über anstehende politische Ereignisse als auch über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild weiterhin verhalten konstruktiv. In den USA würden besonders die Lage am Arbeitsmarkt als auch die Stimmung der Konsumenten unverändert positiv bleiben. Ebenso bleibe die Hoffnung auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit bestehen. Dies sollte ausreichend Impulse für ein weiterhin solides Wirtschaftswachstum in den USA liefern. Obwohl die wirtschaftliche Situation in Europa weiterhin zäh sei, gebe es in einzelnen Ländern erste Anzeichen einer Erholung. Die Fiskalkonsolidierung lasse jedoch wenig Dynamik beim Wirtschaftswachstum zu.

Hinzu komme, dass der geplante Austritt von Großbritannien aus der EU weiterhin für Unsicherheit in Europa sorge. Die tatsächlichen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum seien noch nicht klar. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein weiterer, aber eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein. Die aktuelle geopolitische Lage werde weiterhin sehr genau beobachtet.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Die Zinsen würden historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 30.11.2019) (17.01.2020/fc/a/f)


 

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