DWS Top Dividende LD-Fonds: 08/2019-Bericht, Engagement in Industriewerten und Gesundheitswesen erhöht - Fondsanalyse


09.10.19 10:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD (ISIN DE0009848119 / WKN 984811 ) bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr.
Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Der August sei durch ein hohes Maß an Unsicherheit und Turbulenzen an den globalen Aktienmärkten gekennzeichnet gewesen. Hauptgrund dafür sei die Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China gleich zu Monatsbeginn und weitere Sorgen rund um den Brexit gewesen. Darüber hinaus hätten sich die Wirtschaftsdaten insbesondere in Deutschland und China weiter verschlechtert, während die Inversion der zweijährigen/zehnjährigen Zinskurve von US Treasuries die Besorgnis über das Rezessionsrisiko in den USA erhöht habe. Eine Konstante für die Märkte im August sei jedoch die starke Entwicklung der Anleihekurse gewesen, ausgelöst durch neue Rekordtiefs bei den Renditen von Staatsanleihen.

Der MSCI World Index habe mit einem Minus von 0,96% in EUR geschlossen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. Der US S&P 500 habe sich im August relativ gesehen am stärksten entwickelt und nur um -0,33% in EUR nachgegeben, gefolgt vom japanischen Nikkei 225 (-0,45%). Deutlich schwächer habe sich die Eurozone entwickelt: Der EURO STOXX sei um -1,06% gesunken, der deutsche DAX um -2,05% und der FTSE 100 sogar um 3,23% in EUR. Die schwächste Region seien die Schwellenländer gewesen, die um -3,64% zurückgegangen seien, da sich der Handelskonflikt mit den USA verschärft habe.

Auf sektoraler Ebene hätten im August eher defensive Sektoren wie Versorger (+4,66%), Immobilien (+3,93%) und Basiskonsumgüter (+3,16%) besser abschneiden können. Gesundheitswesen habe mit +1,29% in EUR ebenfalls eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnet. Finanzwesen und Energie hätten die schlechteste Wertentwicklung im Monatsverlauf mit -3,88% bzw. -6,03% in EUR gezeigt. Der US-Dollar sei im August um +0,41% (gemessen am US-Dollar Index) gestiegen. Der Euro habe gegenüber dem US-Dollar (-0,85%), dem Japanischen Yen (-3,02%) und dem Britischen Pfund (-0,76%) abgewertet. Der Ölpreis (WTI) habe im August in Euro ein Minus von 4,74% verzeichnet. DWS Top Dividende habe im August bei -0,35% gelegen.

Die Experten hätten im August ihr Engagement in Industriewerten und Gesundheitswesen erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement insbesondere in defensivem Konsum und Grundstoffen verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich die Kasseposition der Experten leicht verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 11% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Versorgern und defensivem Konsum gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Kommunikationsdienstleistungen und Energie habe einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Informationstechnologie und Immobilien habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag zum relativen Ertrag geleistet. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von WEC Energy Group Inc., Unilever N.V. und NextEra Energy Inc. erzielt werden können, während Cisco Systems, Royal Dutch Shell und Philip Morris International Inc. die Wertentwicklung belastet hätten.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, welche die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle, der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und zukünftige Haushaltsdefizite in Italien die Stimmung belastet. Vor allem stark exportabhängige zyklische Branchen (z. B. der Automobilsektor) hätten ihre Aussichten bereits nach unten angepasst. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine überraschend lockere Geldpolitik der Zentralbanken.

Sowohl die FED als auch die EZB hätten erklärt, dass sie bereit seien, die Zinsen zu senken. Die FED habe bereits gehandelt und die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt - und damit eine kurze Phase strafferer Geldpolitik beendet. Doch der Handelsstreit und vor allem der Kampf um die technologische Vorherrschaft würden die Märkte und Unternehmen wahrscheinlich noch länger in Sorge halten. Darüber hinaus würden die Experten Aktien nach der starken Rally im ersten Halbjahr insgesamt für fair bewertet halten und nur moderates Aufwärtspotenzial sehen.

Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu einem Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte. Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen. Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien sie immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien sie nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. (Stand vom 31.08.2019) (09.10.2019/fc/a/f)


 

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