ETFs gemischtes Bild


21.02.12 16:19
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Karnevalbedingt etwas ruhiger als in den vergangenen Wochen geht es Market Makern im Handel mit ETFs zufolge zu, so die Deutsche Börse AG.


"Mit 55 Prozent Zuflüssen verbuchen wir auf Wochensicht einen leichten Kaufüberhang", melde etwa Andreas Bartels von der Commerzbank. Insbesondere die Aktienbörsen hätten von der zusätzlichen Liquidität der Zentralbanken profitiert. "Auch deshalb überwiegen mit 80 Prozent die Umsätze in Aktienwerten." In das Bild passe die jüngste Geldspritze der japanischen Notenbank, die ihr Aufkaufprogramm von Staatsanleihen zuletzt um umgerechnet rund 95 Milliarden Euro aufgestockt habe. "Die sehr locker sitzenden Mittel der Währungshüter hilft den Aktienbörsen auf die Sprünge", stimme Bernardus Roelofs von Flow Traders zu.

Zudem sei eine Einigung bezüglich der Auszahlung der Hilfen an Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro im Vorfeld des gestrigen Treffens der EU-Finanzminister an den Märkten vorweggenommen worden. Nachdem diese in trockenen Tüchern scheine, könne Griechenland den privaten Gläubigern nun die Abschreibung von 53,5 Prozent statt 50 Prozent des Nennwerts der Anleihen vorschlagen. Zusätzlich werde der Zinssatz für die neuen im Tausch angebotenen Anleihen vermutlich von drei auf zwei Prozent gesenkt. "Die Notenbanken sollen mit dem Transfer von Gewinnen aus Beständen griechischer Staatsanleihen ebenfalls zur Kasse gebeten werden", berichte Roelofs. Auch würden die Zinsen auf die Hilfskredite an Griechenland aus dem ersten 110 Milliarden Euro schweren Programm weiter gesenkt.

Um die Verhandlung mit den privaten Gläubigern zu vereinfachen, plane die griechische Regierung derzeit per Gesetz "Collective Action Clauses", mit denen per Mehrheitsbeschluss die Höhe des Forderungsverzichts festgesetzt werden könnte, der sich eine Minderheit im Zweifel beugen müsse.

Im Handel registriere Bartels gleichermaßen Käufe und Verkäufe etwa in DAX-Trackern (ISIN DE0005933931 / WKN 593393) und in Indexfonds auf den EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009 / WKN 935927). "Insgesamt 8.500 Trades gingen mit einem leicht reduzierten Handelsvolumen bei uns über den Tisch." Anleger hätten zuletzt die großen US-Indextracker bevorzugt. Von mehr Zu- als Abflüssen spreche der Händler beispielsweise bei ETFs auf den S&P 500 (ISIN DE0002643889 / WKN 264388), für den Flow Traders hingegen tendenziell Abgaben verbuche. Anleger hätten sich in dieser Woche auch mehrheitlich für ETFs auf den MSCI North America (ISIN LU0136234654 / WKN 794358) interessiert.

Von einem eindeutigen Käuferbild spreche Bartels bei Portfolios mit Emerging Markets-Aktien. Damit habe sich der Trend der vergangenen Wochen fortgesetzt. "ETF-Investoren positionieren sich bei Schwellenländern wieder deutlicher", melde auch Roelofs. Tendenziell in die Anlegerdepots seien beispielsweise Indexfonds auf den MSCI Emerging Markets (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM) gewandert. Auch ETFs mit asiatischen Werten etwa aus dem MSCI Pacific ex Japan (ISIN LU0446734526 / WKN A0X97T) fänden in Summe mehr Käufer als Verkäufer.

Bei den Sektoren ganz vorn mit dabei sei in dieser Woche der Banken- und Versicherungssektor. "Fast 70 Prozent der Branchenumsätze konzentrierten sich auf die Finanzindustrie", analysiere Bartels, der anders als Flow Traders von deutlichen Kaufüberhängen etwa bei ETFs auf den EURO STOXX Banks (ISIN DE0006289309 / WKN 628930 ) und den STOXX 600 Europe Banks (ISIN LU0292103651 / WKN DBX1SF) spreche. Vom Energiesektor hätten sich Anleger laut Commerzbank zudem mit Rückgaben etwa beim SPDR MSCI Europe Energy (ISIN FR0000001810 / WKN 805876 ) verabschiedet. Mehr Rück- als Zuflüsse registriere die Commerzbank für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit Abgaben etwa von Fonds, die den STOXX Europe 600 Food & Beverage (ISIN FR0010344861 / WKN LYX0AR) abbilden würden.

Nicht überall seien Banken indes willkommen. Bei Unternehmensanleihen würden Anleger laut Bartels in dieser Woche einmal mehr insbesondere ETFs bevorzugen, die keine Finanzwerte (ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX) enthalten würden. "Seit Monaten achten Anleger darauf, die Banken bei Corporate Bonds außen vor zu lassen." Einen Kaufüberhang gebe es Roelofs zufolge für den iShares Markit iBoxx EURO Corporate Bond (WKN 251124), der aus 40 Unternehmensanleihen mit Investment-Grade bestehe.

Kein eindeutiges Bild zeichne der Handel mit ETFs auf Staatsanleihen. Anleger hätten sich zwar auf deutsche Bonds fokussiert. "Präferenzen für eine bestimmte Laufzeit liefern unsere Daten aber nicht", bemerke Bartels. (21.02.2012/fc/a/e)


 

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