Emerging Markets Next Generation-Fonds: Was US-Präsident Biden für Schwellenländer-Investments bedeutet


25.01.21 11:30
Meldung
 
London (www.fondscheck.de) - Als größte Volkswirtschaft nehmen die USA vor allem durch ihre "globale Währung", den US-Dollar, großen Einfluss auf Schwellenländer - James Johnstone, Portfoliomanager des Emerging Markets Next Generation-Fonds (ISIN LU2128486896 / WKN A2QBLE ) bei der britischen Fondsboutique RWC, erklärt, was sich für Schwellenländeranleger unter dem neuen US-Präsidenten ändern könnte.


Die kommenden vier Jahre im Weißen Haus würden sich zweifelsohne sehr von den zurückliegenden unterscheiden: Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten schlussendlich einen demokratischen Präsidenten und damit eine neue politische Ausrichtung in allen Bereichen gewählt. Die Biden-Administration sehe bisher sehr ähnlich aus wie die Clinton- und Obama-Administration mit gemäßigten Demokraten im Amt. Joe Bidens Fokus werde auf globaler Führung, Partnerschaft mit Verbündeten, Klimawandel und Infrastruktur liegen, mit einem Schwerpunkt auf Technologie und Gleichberechtigung für alle Amerikaner.

Aber die anhaltend lockere Geld- und Fiskalpolitik dürfte weiterhin Druck auf den US-Dollar ausüben, da die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig bleiben würden. All dies sei sehr positiv für die weitere Entwicklung und das Wachstum in den Schwellen- und Grenzmärkten (Letztere Englisch: Frontier Markets), denn historisch gesehen habe sich ein schwächerer Dollar positiv auf die Performance der Schwellen- und Frontier-Märkte ausgewirkt. Zudem seien viele Schwellenländer in US-Dollar verschuldet. Die Abwertung des US-Dollar gegenüber der Lokalwährung mindere die Schuldenlast des jeweiligen Landes. Gleichzeitig könnten sich diese Länder zu besseren Konditionen am Kapitalmarkt finanzieren.

Hinzu komme: Ein schwächerer Dollar werde vor allem auch die Rohstoffpreise weltweit unterstützen. Zudem würden Rohstoffe wie Kupfer und seltene Materialien wie Gold, Silber und Platinmetalle von Wachstumsthemen profitieren: Erneuerbare Energien, Urbanisierung und Wachstum bei Elektrofahrzeugen.

Der Handels- und Technologiekrieg zwischen den USA und China sei seit langem ein Grund zur Sorge für viele Anleger. James Johnstone von RWC gehe davon aus, dass strukturelle Meinungsverschiedenheiten in den Bereichen Technologie, Militär und Menschenrechte zwar bestehen bleiben und die Spannungen jederzeit wieder aufflammen könnten - unter dem Strich jedoch werde eine Biden-Administration wahrscheinlich einen ausgewogeneren und kommunikativeren Ansatz verfolgen. Der neue US-Präsident werde womöglich stärker mit anderen Ländern zusammenarbeiten, um China zu politischen und wirtschaftlichen Reformen zu bewegen.

Die Einführung der Impfstoffe gegen Covid-19 werde die Erholung des weltweiten Reiseverkehrs unterstützen, was den Volkswirtschaften, die stark von Reisen und Tourismus abhängig seien, einen deutlichen Schub geben werde. Wir erwarten, dass sich die Regierungen rund um den Globus auf die Basis- und Technologieinfrastruktur konzentrieren werden, wenn wir die Covid-19-Krise hinter uns lassen, so James Johnstone von RWC. Insbesondere der neue Mobilfunkstandard 5G und IT-Hardware sollten sich weiterhin gut entwickeln.

Die Dollarschwäche werde angesichts der US-amerikanischen Konjunkturpläne wahrscheinlich anhalten, was für alle Schwellenländer positiv sei. Außerdem würden die meisten Regierungen und Behörden in den Schwellenländern effektiv mit dem Covid-19 umgehen. Daher würden sich diese Volkswirtschaften schneller erholen als die entwickelten Märkte. In China zum Beispiel sei das Wachstum der Industriegewinne im Jahresvergleich um 15 Prozent gestiegen und die Exporte hätten sich erholt. Eine ähnliche Dynamik sei in anderen nordasiatischen Märkten wie Südkorea, Taiwan und einigen südostasiatischen Volkswirtschaften wie Vietnam zu beobachten.

In der EMEA-Region könnte Russland von einem höheren und stabileren Ölpreis profitieren, da das Land durch die Erholung der Nachfrage inmitten eines verringerten Angebots gut unterstützt werde. In Lateinamerika würden die Strukturreformen in Brasilien wahrscheinlich die fiskalische Dynamik des Landes unterstützen, während die Einkaufsmanagerindices des Landes expansiv bleiben würden.

James Johnstone von RWC gehe davon aus, dass die Schwellenländer an der Schwelle zu einem neuen Bullenmarkt stünden, der nicht nur wegen eines schwächeren US-Dollar über Jahre anhalten könnte. (25.01.2021/fc/a/f)


 

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