FED-Leitzins bleibt unverändert


17.03.10 10:53
Meldung
 
Bonn (aktiencheck.de AG) - Die US-Notenbank belässt ihren Leitzins, wie gestern verkündet wurde, weiterhin bei 0 bis 0,25%, so die Analysten von Postbank Research.


Zudem habe sie an der Formulierung festgehalten, dass dieser wahrscheinlich noch für eine ausgedehnte Periode auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau bleiben werde. Wie im Vormonat habe es gegen diese Festlegung eine Gegenstimme gegeben. Eine grundlegende Änderung des geldpolitischen Kurses der FED zeichne sich damit erwartungsgemäß noch nicht ab.

Auch die am Dienstag veröffentlichten Konjunkturdaten hätten keine größeren Überraschungen bereitgehalten. Der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland habe leicht von 45,1 auf 44,5 Punkte nachgegeben, habe damit aber noch geringfügig über den Prognosen gelegen. Auf diesem Niveau weise der Indikator weiterhin auf eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung hin. Die Skepsis, ob diese nachhaltig sein werde, habe jedoch erneut leicht zugenommen.

Die EWU-Inflationsrate habe im Februar von 1,0% auf 0,9% nachgegeben. Damit sei die vorläufige Schätzung bestätigt worden. Die US-Baubeginne seien im Februar von nach oben revidierten 611 Tsd. Einheiten auf 575 Tsd. Einheiten gefallen. Dabei dürfte allerdings das in Teilen der USA harte Winterwetter ein etwas besseres Ergebnis verhindert haben. Die aktuellen Daten würden bestätigen, dass der US-Wohnungsbau das absolute Tief hinter sich gelassen habe. Die zu durchschreitende Talsohle sei aber sehr breit. Mit spürbaren Verbesserungen sei angesichts des immer noch reichlich vorhandenen Angebots an Häusern auch in den kommenden Monaten nicht zu rechnen.

Die US-Importpreise seien im Februar infolge nachgebender Einfuhrpreise für Öl und Ölprodukte um 0,3% gegenüber dem Vormonat gefallen. Die Jahresrate, die durch das sehr niedrige Ölpreisniveau Anfang 2009 nach oben verzerrt sei, habe leicht von 11,5% auf 11,2% nachgegeben. Für die heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Erzeugerpreise liefere dieses Ergebnis keine zusätzlichen Erkenntnisse. Man rechne für Februar mit einem Rückgang um 0,1% gegenüber dem Vormonat. Die Jahresrate sollte von 4,6% auf 5,1% klettern. Dabei sollte sich allerdings die Kernrate der Erzeugerpreise, die ohne Energie und Nahrungsmittel berechnet werde, weiterhin ausgesprochen ruhig entwickeln. Man erwarte einen Anstieg um 0,1% gegenüber dem Vormonat und um 1,0% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. (17.03.2010/ac/a/m)


 

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