Franklin Diversified Fonds: Ausblick auf 2019


07.12.18 15:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Matthias Hoppe, Portfolio Manager der Franklin Diversified Fonds - Franklin Diversified Conservative Fund (ISIN LU1147470253 / WKN A12G2P ), Franklin Diversified Balanced Fund (ISIN LU1147469677 / WKN A12G2Q ), Franklin Diversified Dynamic Fund (ISIN LU1147471145 / WKN A12G2Y ) - von Franklin Templeton, gibt einen ausführlichen Ausblick auf das nächste Jahr, wie er die Märkte einschätzt, wo er Chancen sieht und wo seiner Ansicht nach Risiken liegen könnten.


Die Weltwirtschaft birgt unserer Einschätzung nach Potenzial, auch 2019 an ihre solide Dynamik anzuknüpfen, da die Stärke der Fundamentaldaten und der Nachfrage in den USA Unterstützung bieten, so die Experten von Franklin Templeton. 2018 sei Volatilität an die globalen Finanzmärkte zurückgekehrt, da die Berichterstattung über das synchronisierte globale Wachstum pessimistischer geworden sei. Die Wachstumstrends seien jedoch auch weiterhin allgemein positiv, und die rückläufige Synchronisierung stelle womöglich keine so große Belastung dar, wie bisweilen von den Märkten befürchtet worden sei. Für uns ist vor allem von Interesse, wie sich die wirtschaftlichen Divergenzen und politischen Differenzen der verschiedenen Länder in Anbetracht ihrer jeweiligen möglichen Auswirkungen auf den Handel, die Währungen und die Normalisierung der Geldpolitik in den Industrieländern letztlich in Einklang bringen lassen, so die Experten von Franklin Templeton.

Die Experten von Franklin Templeton sähen bislang kaum Anzeichen dafür, dass die Volatilität der Schwellenländer auf andere Märkte übergreife, und würden davon ausgehen, dass die während eines Großteils des Jahres 2018 verzeichnete Streuung der relativen Wertsteigerung zwischen den einzelnen Märkten von Dauer sein könnte. Daher sähen die Experten wenig Anlass für die führenden Zentralbanken, deutlich von dem derzeitigen geldpolitischen Kurs abzuweichen. In den USA könnte sich die aktuelle Kombination aus über dem Trend liegendem Wachstum, moderater Inflation und annähernder Vollbeschäftigung nach unserer Einschätzung noch eine Weile fortsetzen. Eine Rezession in den USA dürfte daher noch mehrere Quartale entfernt sein.

Starke Kennzahlen des Verarbeitenden Gewerbes, Ertragswachstum und höhere kurzfristige Zinsen würden jeweils eine robuste Wirtschaftslage widerspiegeln, könnten Anleger jedoch auch dazu verlassen, sich zu fragen, ob die Situation überhaupt noch besser werden könne. Die Korrelationen zwischen Aktien hätten zuletzt den niedrigsten Stand der letzten beiden Jahrzehnte erreicht und lägen deutlich unter ihrem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Dies deute darauf hin, dass sich die Marktdynamik weiterhin zugunsten eines aktiven Managements verlagere, da die Wahrscheinlichkeit, dass diese extrem niedrige Korrelation von Dauer sein werde, sinke.

Im Hinblick auf Aktien folgen wir einem positiven, aber äußerst selektiven, fundamental ausgerichteten Ansatz, während die Zentralbanken ihre Geldpolitik im Laufe des Jahres 2019 und darüber hinaus weiter straffen, so die Experten von Franklin Templeton. Steigende Unternehmensgewinne und Gewinnmargen würden den Aktienbewertungen Unterstützung bieten. Allerdings würden die Experten die Inflationserwartungen und das Potenzial für eine erhöhte Marktvolatilität genau im Auge behalten.

Probleme in Verbindung mit der Handelslage und der Entwicklung der Zölle könnten die Instabilität des Marktes erhöhen. Allerdings dürften diese Faktoren inzwischen bereits in den Unternehmensbewertungen berücksichtigt sein. Die Experten von Franklin Templeton würden auch weiterhin davon ausgehen, dass die USA und China eine erfolgreiche Lösung für ihre Handelskonflikte fänden und sich letzten Endes einigen würden, insbesondere sobald die entscheidenden Fragen bezüglich des Schutzes von geistigem Eigentum geklärt seien.

Trotz vermehrter geopolitischer Schlagzeilen und Handelsspannungen würden die Fundamentaldaten für das Wachstum in den USA zum Ende des Jahres 2018 solide wirken. Der Markt bietet zwar auch weiterhin attraktive Gelegenheiten, ganz so reichhaltig wie in den letzten Jahren erscheinen sie uns jedoch nicht, so die Experten von Franklin Templeton. Die Experten seien der Meinung, dass die Bedeutung einer selektiven Auswahl von Risikoengagements zugenommen habe, da ihnen das breite Markt-Beta teurer erscheine als zuvor. Die USA würden zwar als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft dienen, das weniger robuste internationale Wachstum und politische Sorgen im Ausland könnten jedoch durch attraktivere Bewertungen außerhalb der USA ausgeglichen werden.

Im Hinblick auf die Schwellenländer seien die Experten davon überzeugt, dass stärkere Anlagechancen in Ländern bestehen dürften, deren Wachstumsaussichten vor allem durch die Binnenwirtschaft bestimmt würden und die Widerstandskraft gegenüber den Auswirkungen steigender Handelskosten bewiesen hätten. Die Umsetzung in Multi-Asset-Portfolios könne im Rahmen der Suche nach idiosynkratischen Chancen auf Länderebene bisweilen auf einem extrem detaillierten Niveau erfolgen. Derartige Analysen sind im Zuge der Reifung des Zyklus für unser Team immer wichtiger geworden, und wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung unverändert fortsetzen dürfte, so die Experten von Franklin Templeton.

Angesichts des moderaten Wachstums der US-Wirtschaft sähen die Experten den 2018 verzeichneten Anstieg der Renditen bei US-Staatsanleihen nicht als Vorboten eines größeren Abverkaufs an den Rentenmärkten. Allerdings dürfte der Bilanzabbau der US-Notenbank (Federal Reserve, FED) wohl auch weiterhin Aufwärtsdruck auf die Renditen ausüben. In Anbetracht des weltweit anhaltenden Wachstums und des Risikos steigender Inflationsraten würden die Experten von Franklin Templeton ein kurzfristigeres Engagement bei Staatsanleihen bevorzugen, wo die Renditen gestiegen seien, wodurch das Durationsrisiko verringert werde. Eine selektive Positionierung bei Rentenwerten werde in den Schwellenländern noch wichtiger sein, da einige Länder höheren Risiken durch steigende Kapitalkosten ausgesetzt seien als andere.

Die Zinsen seien über längere Zeit hinweg auf einem aus historischer Sicht niedrigen Niveau geblieben, wodurch Unternehmen weltweit in der Lage gewesen seien, günstige Kredite aufzunehmen. Die anhaltenden Auswirkungen fiskalpolitischer Maßnahmen würden Unternehmensanleihen Unterstützung bieten, während relativ niedrige Kreditzinsen die Emissionstätigkeit weiter fördern würden. Am Markt für Unternehmensanleihen scheinen uns Bank Loans angesichts der Aufwärtsbewegung bei den Zinszahlungen und des geringeren Durationsrisikos attraktiver, so die Experten von Franklin Templeton.

Allerdings sei die Anlageklasse auch einer Lockerung der Kreditbedingungen gegenüber anfällig. Die Nachfrage habe das Angebot an Bank Loans zuletzt überstiegen, weshalb immer mehr Anleger auf die Kontrolle über ihre Kreditbedingungen verzichten würden. In diesem Umfeld sei eine größere Wachsamkeit erforderlich, um Kredite zu identifizieren, die den Kreditgebern keinen angemessenen Schutz gewähren würden.

Da die langfristigen Zinsen trotz ihrer Aufwärtstendenz weiterhin niedrig seien, sähen sich zahlreiche Anleger auf der Suche nach Erträgen in höherrentierlichen Nischen der Rentenmärkte um. Hier würden die engen Spreads allerdings kaum Luft liefern, um einen möglichen Volatilitätsschock abzufedern. Insgesamt betrachtet hätten Unternehmen in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um solide Bilanzen zu wahren und ihre Ertragslage zu straffen. Belegt werde dies durch die weiterhin niedrigen Verschuldungsquoten und Ausfallraten, die Ende 2018 jeweils unter dem historischen Durchschnitt gelegen hätten.

Innerhalb der Unteranlageklassen des Rentenmarkts hätten hochverzinsliche Unternehmensanleihen 2018 von positiven fundamentalen Entwicklungen profitiert. Dieser Trend könnte sich auch 2019 fortsetzen, während eine geringere Kreditqualität vor dem Hintergrund steigender Basiszinsen zu einer verminderten Zinsempfindlichkeit führe. Das im Vergleich enorme Universum der höherwertigen Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating (IG) reagiere zwar empfindlicher auf Zinserhöhungen der FED, das anhaltende Wirtschaftswachstum dürfte jedoch dazu beitragen, die Zinsdifferenzen (Spreads) dieser Emissionen gegenüber Staatsanleihen zu begrenzen, was die Zuversicht der Anleger widerspiegele, dass die Emittenten in der Lage sein würden, ihren Schuldendienst zu leisten. Ende Oktober hätten fast 50% der im IG-Universum enthaltenen Titel ein Rating von BBB gehalten (dies sei die niedrigste Bonitätsstufe der hochwertigen Kategorie), während Anfang der 1990er Jahre BBB-Werte rund 25% des Marktes ausgemacht hätten.

Als langfristig ausgerichtete Anleger sind wir davon überzeugt, dass unser Research uns dabei hilft, über das gesamte Qualitätsspektrum hinweg übermäßig verschuldete Unternehmen von denjenigen mit einer vertretbaren Verschuldung und beständigen Geschäftsmodellen zu unterscheiden, so die Experten von Franklin Templeton. Da wir mit weiteren Verlagerungen der Zinsstrukturkurve rechnen, gehen wir davon aus, dass Anleger durchaus davon profitieren könnten, innerhalb ihrer Portfolios auf aktivere Strategien zu setzen, so die Experten von Franklin Templeton.

Während wir uns auf das Jahr 2019 zubewegen, sind wir uns der Tatsache bewusst, dass die Bewertungen in bestimmten Bereichen sowohl der Aktien- als auch der Rentenmärkte recht hoch sind, so die Experten von Franklin Templeton. Daher seien die Experten trotz der weiterhin günstigen Fundamentaldaten der Unternehmen zunehmend vorsichtig geworden. Die erhöhte staatliche Verschuldung bereite den Experten inzwischen Sorgen (dies betreffe insbesondere bestimmte bedeutende Länder der Eurozone, Japan, die USA, China und andere Schwellenländer). Die Inflation sei weltweit nach wie vor moderat. Allerdings würden die Experten das Risiko eines Anstiegs der Inflation genau im Auge behalten.

Somit würden auf Ebene der Anteilsklassen Aktien und Rentenwerte in der Regel auch weiterhin die größten Engagements in unseren Multi-Asset-Portfolios darstellen. Allerdings würden die Experten von Franklin Templeton auch Sachwerte, einschließlich von Rohstoffen, positiv einschätzen. Sie würden Vermögenswerte bevorzugen, die üblicherweise in den späteren Phasen eines Konjunkturzyklus eine gute Wertentwicklung erzielen oder expliziten Inflationsschutz bieten würden, wie etwa inflationsgebundene Anleihen. Darüber hinaus könnten alternative Anlagen zur Diversifizierung gegenüber potenziellen Schwächen in Aktien und Anleihen beitragen, sollte die Inflation unerwartet anziehen. (Ausgabe 83 vom Dezember 2018) (07.12.2018/fc/a/f)


 

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