Franklin U.S. Opportunities Fund: US-Wahlen und mögliche Auswirkungen auf die Aktienmärkte


20.10.20 09:30
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Da die im November anstehenden US-Präsidentschaftswahlen näher rücken, haben uns viele Anleger nach unserer Einschätzung dazu gefragt, wie die Wahlergebnisse die Gesamtrichtung des US-Aktienmarkts beeinflussen könnten, so Grant Bowers, Portfoliomanager für den 6,2 Mrd.
USD großen Franklin U.S. Opportunities Fund (ISIN LU0109391861 / WKN 937448 ).

Dies sei eine verständliche Sorge, da man sich in der Phase des Wahlkampfs befinde, in der Präsident Donald Trump und der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden beginnen würden, politische Themen sowie ihre Pläne für die US-Wirtschaft zu diskutieren.

Auch wenn viele Anleger offenbar glauben würden, dass ein Wahlsieg Bidens das Ende der wirtschaftsfreundlichen Politik der Trump-Ära bedeuten würde, würden die Experten nicht glauben, dass dies unbedingt der Fall sein werde. Ihres Erachtens werde die neue Regierung - ganz gleich, welche Partei sie stelle - weiterhin mit der größten Herausforderung kämpfen müssen, vor der die Märkte derzeit stünden: der wirtschaftlichen Erholung der USA von der COVID-19-Pandemie. Sie würden davon ausgehen, dass eine Biden-Präsidentschaft mit einer geteilten US-Regierung sogar ein für den Markt günstiges Szenario darstellen könnte, da sie eher inkrementelle politische Vorschläge/Veränderungen seitens der neuen Regierung erwarten würden.

Allerdings würden die Experten nicht glauben, dass ein geteilter Kongress mit entweder Biden oder Trump als Präsident auch gleich bedeute, dass keine wichtigen Gesetze in den USA verabschiedet würden. Bei politischen Maßnahmen, die auf eine anhaltende fiskalpolitische Unterstützung der Wirtschaft abzielen würden, sowie hinsichtlich eines lang erwarteten Infrastrukturgesetzes und in der Handelspolitik würden sie überparteiliche Unterstützung von sowohl Demokraten als auch Republikanern sehen.

Die Experten würden davon ausgehen, dass die Verabschiedung eines Infrastrukturgesetzes im Jahr 2021 für beide Parteien hohe Priorität haben werde. Mit Blick auf die Zukunft seien sie zuversichtlich, dass es Gesetzesvorschläge zur Modernisierung der Flughäfen, Brücken und Straßen des Landes geben werde. Ihres Erachtens seien dies die Elemente, die das Land in Schwung halten und die eher eine überparteiliche Unterstützung erfahren sollten als Bereiche wie etwa Infrastruktur für grüne Energien, wo es größere Meinungsunterschiede zwischen den Parteien geben könnte. Ihr Research deute darauf hin, dass der Plan aller Wahrscheinlichkeit nach erhebliche Finanzmittel zur Verbesserung der technologischen Infrastruktur Amerikas umfassen dürfte.

Wichtige Themen seien hier beispielsweise Zugang zu Breitband-Internetdiensten und Mobilfunktechnologie der fünften Generation (5G). Genaugenommen würden die Experten davon ausgehen, dass Technologie bei vielen der möglichen politischen Veränderungen im Nachgang der Wahlen eine entscheidende Rolle spielen werde.

Im Bereich der Handelspolitik bestehe überparteiliche Einigkeit im Hinblick auf den Schutz geistigen Eigentums. Die Experten würden glauben, dass Biden - sollte er sich gegen Trump durchsetzen können - China weiter unter Druck setzen würde, um weltweit einheitliche Bedingungen für Technologiefirmen zu schaffen, auch wenn teils davon ausgegangen werde, dass er eine gemäßigtere Haltung einnehmen könnte. Sie würden erwarten, dass sich die Handelsspannungen fortsetzen würden - ganz gleich, welche Partei schließlich die Regierung bilde.

Außerdem würden die Experten auf beiden Seiten Unterstützung dafür sehen, Produktionskapazitäten zurück in die USA zu holen. Ihrer Einschätzung nach habe die COVID-19-Pandemie viele Schwächen globaler Lieferketten offengelegt, insbesondere im Gesundheitssektor, und sie würden davon ausgehen, dass sich weitere Sektoren wie etwa Industrie und Fertigung weiter an die Endmarktverbraucher in den USA annähern würden. Ganz gleich, wer die Wahl gewinne, würden sie mit überparteilicher Unterstützung für dieses Thema rechnen, da diese Trends zum Beschäftigungswachstum beitragen könnten.

Trotz dieser Bereiche mit überparteilicher Unterstützung lohne es sich nach Meinung der Experten, die Möglichkeit einer "blauen Welle", d.h. eines klaren Wahlsiegs der Demokraten, im Auge zu behalten. In diesem Szenario werde Biden Präsident, während die Demokraten die Mehrheit im Senat erringen und dabei die Kontrolle über das Repräsentantenhaus bewahren würden. Nach Erachten der Experten bereite die Möglichkeit, dass eine einzige Partei ungehinderte Kontrolle über alle drei Regierungszweige haben könnte, zahlreichen Anlegern und Marktteilnehmern Sorgen.

Der Analysezufolge scheine die größte Angst des US-Aktienmarkts darin zu liegen, dass eine "blaue Welle" zu einem dramatischen Umschwung im Hinblick auf die Wirtschafts-, Markt- und Regulierungspolitik führe. Zu den häufig angesprochenen Themen würden eine Anhebung der Körperschaftsteuer, drastische Änderungen am Gesundheitssystem oder auch die Regulierung einiger der größten Technologieunternehmen des Landes zählen.

In allen Szenarien, die sich aus der Wahl ergeben könnten, würden die Experten mögliche politische Kurskorrekturen sowie die potenziellen Änderungen an den Geschäftsmodellen der betroffenen Unternehmen sehr genau im Auge behalten. Ihre Rolle als aktive Manager liege in der Beurteilung, ob diese Aspekte Risiken oder Chancen auf dem Market bedeuten würden.

Während die US-Wahlen und die damit verbundenen Konsequenzen auf kurze Sicht für Unsicherheit sorgen könnten, würden sich die Experten weiterhin darauf konzentrieren, Chancen für ihre Anleger zu identifizieren. Technologie und Gesundheit seien zwei Sektoren, die ihrer Einschätzung nach langfristiges Wachstum verzeichnen würden. Ihnen würden in diesen Sektoren die Aussichten für vereinzelte Unternehmen mit starken Gewinnen je Aktie und freien Cashflows weiterhin sehr gut gefallen.

In der Zwischenzeit sollten sich Anleger nach Meinung der Experten auf Phasen erhöhter Volatilität einstellen, bis die Wahlen hinter uns lägen. Märkte mögen Klarheit, und derzeit gebe es zahlreiche Ungewissheiten. Die Umfragen würden auf ein knappes Rennen um das Präsidentenamt hindeuten, und die Experten würden davon ausgehen, dass die Wahl so lange knapp bleiben werde, bis uns die endgültigen Wahlergebnisse vorlägen. (Analyse vom 15.10.2020) (20.10.2020/fc/a/f)


 

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