Globale Aktienmärkte nehmen Konjunkturerholung vorweg


05.03.12 16:10
Meldung
 
Oberursel (www.fondscheck.de) - Die globalen Aktienmärkte setzten ihren Haussetrend auch im Februar fort, so die Experten der Alte Leipziger Trust.


Ursächlich hierfür seien die positiven Konjunkturerwartungen für 2012 und damit die abnehmende Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession sowie die robuste Gewinnentwicklung multinationaler Unternehmen gewesen. Die wichtigsten Aktienindices würden bis Anfang März 2012 prozentual zweistellige Wertzuwächse aufweisen.

Mit abnehmenden Unsicherheiten der Anleger hinsichtlich der weiteren Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise durch die erneute Rettung Griechenlands und der sinkenden Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession durch die besseren Konjunkturdaten aus den USA und diversen Schwellenländern wie beispielsweise China hätten die Anleger neues Vertrauen gefasst und verstärkt auf Aktien gesetzt. Darüber hinaus bleibe die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken sehr expansiv, sodass die reichlich vorhandene Liquidität ebenfalls die Aktienkurse treibe. Insofern werde derzeit an den Aktienbörsen die Erwartung einer durch die Liquidität der Notenbanken in Gang gesetzten konjunkturellen Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2012 eingepreist.

Angesichts des bevorstehenden Wendepunktes der OECD-Industrieproduktion im dritten Quartal 2012 in der Veränderungsrate zum Vorjahr, würden die Aktienkurse den Aufschwung und die Erholung der globalen Wirtschaft vorwegnehmen. Von einer konjunkturellen Beschleunigung dürften die zyklischen Regionen wie Asien und vor allem Japan überdurchschnittlich profitieren, da in diesen Regionen dazu noch die Geldpolitik sehr expansiv ausfalle. Dies dürfte auch für den DAX im europäischen Vergleich gelten, da in diesem Index die am stärkten globalisierten und zyklischsten Unternehmen Europas vertreten seien.

In diese Richtung würden auch die Analystenschätzungen der Gewinne für die globalen Unternehmen deuten. Zwar würden die Unternehmensgewinne derzeit noch herabgestuft, jedoch habe die Dynamik dieser "Downgrades" deutlich abgenommen. Vor allem bei zyklischen und rohstofflastigen Indices falle die Anzahl der Gewinnherabstufungen besonders niedrig aus.

Nachdem die Aktienkurse inzwischen an ihre mehrjährigen Widerstände stoßen und die Märkte sich in einer überkauften Verfassung befinden würden, sei davon auszugehen, dass sie in den kommenden Wochen zunächst tendenziell konsolidieren würden. Mittelfristig würden die Experten aber weiteres Kurspotenzial sehen, da die Märkte im weiteren Jahresverlauf auch von der konjunkturellen Seite fundamental gestützt würden. So würden sich derzeit die konjunkturellen Frühindikatoren erholen - wie zuletzt der Ifo-Geschäftsklimaindex - und weiter grünes Licht für Aktien geben.

In der Vergangenheit habe der DAX in diesen Phasen überdurchschnittlich zulegen können. Verbessere sich das Ifo-Geschäftsklima ähnlich schnell wie zuletzt, dürfte bis zum Herbst 2012 der Hochpunkt der Konjunkturstimmung erreicht und damit das Anstiegspotenzial bei Aktien ausgereizt sein. Mögliche kurzfristige Kursschwächen sollten gezielt zur Aufstockung der Aktienfondspositionen in deutsche Aktien genutzt werden. Hier biete sich ein Engagement vor allem im AL Trust Aktien Deutschland (ISIN DE0008471608 / WKN 847160 ) an.

Gleichwohl sollten die derzeit durchaus vorhandenen Risiken nicht völlig außer Acht bleiben. Ein von den Experten als eher unwahrscheinlich erachtetes Szenario einer Eskalation des Irankonflikts und damit verbunden ein fortgesetzter kräftiger Anstieg der Rohölnotierungen würden kurzfristig auch die Aktienmärkte stark negativ beeinflussen.

Der Dow Jones Industrial (29.02.2012: 12.952 Punkte) notiere seit Tagen in seiner massiven Widerstandszone zwischen 12.800 und 13.000 Punkten. Mehrere überkaufte Indikatoren sowie das rückläufige Handelsvolumen seien Hinweise auf eine näher rückende Konsolidierungsphase mit fallenden Kursen. Spätestens bei 12.400 Punkten dürfte der Kursrückgang beendet sein. Der Technologieindex NASDAQ (2.967) entwickle sich 2012 nach wie vor deutlich besser als der Dow Jones.

Getrieben von der Apple-Aktie erreiche der Technologieindex neue Jahreshöchststände. Knapp vor der 7.000er Marke sei der DAX 30 (6.856) infolge von Gewinnmitnahmen umgeknickt. Nach unten sei der Rückfall auf 6.500 Punkte begrenzt. Trotz der Entspannung der Eurokrise könne der Leitindex EURO STOXX 50 (2.512) nicht mit der Kursentwicklung des DAX mithalten. Ein Rückfall auf 2.350 Punkte sei realistisch, wenn die anderen europäischen Indices ebenfalls korrigieren würden. Der japanische Nikkei 225 (9.723) profitiere deutlich von verbesserten Rahmenbedingungen für die globale Konjunktur sowie vom abwertenden Yen. Das Überwinden der 9.500er-Marke eröffne weiteres Kurspotenzial bis 10.000 Punkte.

Der AL Trust Aktien Deutschland sei mit 10% seines Fondsvolumens long für den DAX, während der Fonds AL Trust Aktien Europa (ISIN DE0008471764 / WKN 847176 ) in Autos über- und in Telekomwerten untergewichtet sei. Der in internationale Aktien investierte AL Trust Global Invest (ISIN DE0008471715 / WKN 847171 ) sei im Vergleich zu seiner Benchmark in den Regionen USA und Europa zu Lasten von Asien unter Berücksichtigung der Währungsentwicklungen übergewichtet. (Ausgabe März 2012) (05.03.2012/fc/a/m)


 
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