Gold 2017: "Rosinen picken" als die richtige Taktik - mögliche Wendepunkte im Hochsommer


11.01.17 11:41
Meldung
 
Düsseldorf (www.fondscheck.de) - Die Begrenzungen des Volatilitätsindikators liegen zwar nicht auf dem Extremniveau von 2014, aber immer noch weit auseinander, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt im Kommentar zum Gold.


Aufgrund des großen Abstands bei den Bollinger Bändern sollte die Achterbahnfahrt des abgelaufenen Jahres 2017 keine Fortsetzung finden. Vielmehr würden der Goldpreis im Allgemeinen und Goldminentitel im Speziellen möglicherweise zur einzigen Assetklasse zählen, die im Vergleich zum Vorjahr 2017 eine geringere Volatilität zeigen dürfte.

Die Analysedes typischen Verlaufs des Goldpreises in Nachwahljahren der USA seit 1973 fördere einen holprigen Jahresstart und zwei gute Phasen im Jahresverlauf zutage. Die erste beginne Anfang Februar und halte bis zum Monatsultimo Mai/Juni an. Die zweite Periode mit zyklischem Rückenwind setze Mitte August ein und halte bis zum Jahresende an. Dazwischen komme es im Durchschnittsverlauf zu einer Dürreperiode, welche beim Goldpreis bis in den Hochsommer hinein fast ein Wiedersehen mit dem Jahresauftaktniveau bringe. Unter dem Strich scheine das Edelmetall im typischen Nachwahljahr gut unterstützt zu sein, sodass die zyklische Komponente ein kleines Gegengewicht zu der (noch) verhaltenen charttechnischen Ausgangslage darstelle.

Wie solle man diesen scheinbaren Konflikt auflösen? Zur Beantwortung dieser Frage sei ein weiterer Aspekt wichtig: Wenn Anleger den typischen Verlauf des Goldpreises in 7er Jahren (1977,1987, 1997 und 2007) heranziehen würden, dann setze die zweite saisonal günstige Phase bereits im Juli ein und falle preislich sogar stärker aus. Aufmerksame Leser hätten an dieser Stelle womöglich ein Déjà-vu: Auf der Aktienseite würden verschiedene zyklische Einflussfaktoren die 2017 bestehenden Rückschlagsgefahren im 3. Quartal betonen, während beim Währungspaar EUR/USD aus ähnlichen Überlegungen heraus ab der Jahresmitte möglicherweise eine temporäre Trendwende anstehe. All dies harmoniere bestens mit der zuvor herausgestellten günstigen Edelmetallphase zur gleichen Zeit im typischen Verlauf des 7er Jahrs.

Unter Berücksichtigung aller charttechnischen wie auch saisonalen Faktoren möchten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt als Zwischenfazit festhalten, dass Edelmetalle keine Assetklasse für das Gesamtjahr, sondern vielmehr eine für die Periode Juli/August bis Oktober/November darstellen. Die Sternstunde des Goldpreises schlage 2017 offensichtlich erst, wenn es zu den ersten Verwerfungen auf der Aktienseite komme.

Um es offen auszusprechen: Die charttechnische Ausgangslage auf der Edelmetallseite stelle nicht gerade eine Steilvorlage für den Jahresauftakt dar. Möglicherweise sei "Rosinen picken" die richtige Taktik für 2017. Schließlich weise eine ganze Reihe von zyklischen Faktoren auf mögliche Wendepunkte im Hochsommer des neuen Jahres hin. Mit aufkommenden Turbulenzen auf der Aktienseite schlage möglicherweise die Stunde der Edelmetalle. Im besten Wortsinn sollte der Goldpreis im 3. Quartal seiner Funktion als "sicheren Hafens" gerecht werden.

Auf der Rohstoffseite seien derzeit untere Umkehrprozesse im Gang. Während der CRB für einen endgültigen Befreiungsschlag noch die Marke von 200 Punkten überwinden müsse, sei der Ölpreis bereits einen Schritt weiter. Das nach oben verlassene aufsteigende Dreieck sowie die komplettierte inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation würden zunächst auf einen Test der Widerstandszone bei rund 60 USD schließen lassen. Perspektivisch dürfte das "schwarze Gold" sogar bis in den Bereich der 200-Wochen-Linie vorstoßen.

Ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in diese Region würden die derzeit sehr dicht beieinander liegenden Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Monate (akt. bei 63,42/63,60 USD) definieren. Beachten sollten Anleger in diesem Zusammenhang den Point & Figure-Chart des Ölpreises. Diese zumindest in Europa etwas in Vergessenheit geratene Chartdarstellungsform verfüge regelmäßig über eine sehr klare Signalgebung. Dies sei aktuell auch das entscheidende Stichwort, denn der P&F-Chart habe jüngst bereits ein neues Einstiegssignal generiert. Deshalb liefere diese Methodik möglicherweise einen Fingerzeig für einen nachhaltigen Ausbruch im eigentlichen Chartverlauf.

Die besten saisonalen Rahmenbedingungen finde der Ölpreis von Mitte Februar bis Mitte Oktober vor, um aus der insgesamt günstigen Chartkonstellation Kapital schlagen zu können. Auf der Unterseite gelte es indes, nicht mehr auf Schlusskursbasis unter die Marke von 50 USD zurückzufallen. Ansonsten müssten Anleger von einem Fehlausbruch auf der Oberseite ausgehen. In der Konsequenz erhielte das Positivszenario der Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt einen herben Dämpfer, denn dann müssten die Hoffnungen auf die Ausprägung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation begraben werden. (11.01.2017/fc/a/m)


 

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