Konjunkturdaten industrieller Aufschwung hält an


11.12.09 15:40
Meldung
 
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Ein Schwerpunkt in der kommenden Woche liegt bei den Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.


Dabei sollte der erwartete Rückgang der Euroland-Industrieproduktion um 1,0% im Oktober nicht als Abbruch der Erholung im Verarbeitenden Gewerbe interpretiert werden. In erster Linie dürfte sich hier temporär das Auslaufen der Abwrackprämien in Frankreich und Deutschland bemerkbar gemacht haben. Die relevanten Vertrauensumfragen würden aber allesamt auf Niveaus notieren, die auf eine Fortsetzung des jüngsten Aufwärtsimpulses schließen lassen würden. So dürfte der Einkaufsmanagerindex (PMI) im Dezember von 51,2 auf 51,4 Punkte zulegen.

Auch in Deutschland habe sich die Stimmung bei den Unternehmen während der letzten Wochen merklich verbessert. Hier habe es zuletzt aber erste Anzeichen für eine nachlassende Dynamik der Erholung gegeben. So habe die Erwartungskomponente des ZEW-Finanzmarkttests im Oktober und November nachgegeben, und auch für den Dezember würden die Analysten mit einem Rücksetzer rechnen. Das ifo-Geschäftsklima dürfte in der gleichen Periode auf dem Niveau des Vormonats verharren. Dabei würden stützende Effekte auf den Gesamtindex von der aktuellen Lage und nicht von den Erwartungen ausgehen. Beim deutschen PMI würden die Analysten im Juni mit einem kleinen Rücksetzer von 52,4 auf 52,0 Punkte rechnen. Damit notiere die Erhebung aber weiter oberhalb des Pendants für die Eurozone und in weiter Ferne zum Schwellenwert von 50 Punkten.

Während der hohe Außenwert des Euro die Aufwärtskräfte in der Eurozone zügle, helfe der schwache US-Dollar den US-Unternehmen auf die Füße. So dürften auch die Unternehmensumfragen in den USA auf eine anhaltende Expansion der Industrieproduktion hindeuten. Im November rechnen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt hier mit einem Plus von 0,5% gegenüber dem Vormonat; dies wäre immerhin der fünfte Anstieg in Folge. Auch die Kapazitätsauslastung dürfte leicht anziehen, notiere aber immer noch sehr weit unterhalb des langfristigen Durchschnitts.

Die Daten dürften die US-Notenbank in ihrem Bild einer graduellen Erholung der US-Konjunktur bestärken. Auch die zuletzt etwas besseren Arbeitsmarktdaten sollten die Notenbank nicht dazu bewegen, schon jetzt auf die Aussage zu verzichten, dass die Zinsen über einen langen Zeitraum niedrig bleiben würden. Die Analysten würden am Mittwoch auch mit keinen Ankündigungen rechnen, die auf ein baldiges Abschöpfen von Liquidität aus dem System schließen lassen würden. (11.12.2009/ac/a/m)


 

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