LBBW Multi Global R-Fonds: 12/2015-Bericht, Wertrückgang von 1,86% - Fondsanalyse


28.01.16 12:17
Meldung
 
Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R (ISIN DE0009766881 / WKN 976688 ) wird wie ein defensiver Mischfonds gemanaged, so die Experten von LBBW Asset Management.


Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Es werde eine flexibel gesteuerte Aktienquote - je nach Markteinschätzung des Fondsmanagements - zwischen 0% und 30% angestrebt.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Die Liste der Einflussfaktoren, die den Rentenmarkt dieses Jahr in Atem gehalten hätten, sei länger denn je gewesen: Die Freigabe des Schweizer Frankens, der Start des QE-Programms durch die EZB, die Griechenland-Krise im Sommer, die Sorge um eine Abschwächung der Wirtschaft in China mit überraschender Abwertung des Yuan, das Aufschieben des FED-Zinsentscheids, der VW-Abgasskandal und die dramatische Schwäche des Rohöl-Preises und damit einhergehend große Sorgen um Brasilien und die Rohstoff-Unternehmen. Zu guter Letzt sei dann noch der IS-Terror im Nahen Osten und in Paris hinzugekommen, gefolgt von der Ankündigung der EZB, weitere Schritte unternehmen zu wollen, und der historischen Zinswende der FED am Jahresende. Damit verbundene Marktbewegungen seien in diesem Jahr daher in geballter Form aufgetreten.

Der Rentenmarkt sei im Jahresverlauf geprägt gewesen von einer zinsfreundlichen Phase im Zuge des Starts des QE Programms bis Anfang Mai, einem historisch scharfen Renditeanstieg in zwei Schritten von 0,05 auf über 1% in der 10-jährigen Bundrendite, um in der Folge wieder auf unter 0,50% zu fallen. Im stürmischen Herbst sei dann noch eine Phase von sehr volatilen Credit-Spreads, vor allem in den Sektoren Automobile und Rohstoffe, hinzugekommen, welche sich negativ auf die Performance von Unternehmensanleihen ausgewirkt habe. Der EUR/USD sei Richtung 1,05 USD marschiert und der Ölpreis habe sich auf 35 USD halbiert.

Während die Strategie der Übergewichtung von Corporate Bonds als Spreadpuffer beim ersten Zinsanstieg im Mai den gewünschten, dämpfenden Effekt erzielt habe und Credits besser performt hätten als Staatsanleihen, habe sich die Positionierung während des zweiten Anstiegs im Juni neutralisiert, als zinsnahe und spreadbehaftete Papiere gleichermaßen gefallen seien. Im stürmischen Herbst hingegen hätten dann Spreadausweitungen zu einer relativen Underperformance von Corporates gegenüber Staasanleihen geführt.

Am Aktienmarkt werde wohl der 24. August 2015 als "schwarzer Montag" in die Geschichte dieses Börsenjahres eingehen. Der DAX habe intraday mehr als 7% verloren und im Vergleich zu seinem Jahreshoch im April rund 25%. Nach einem volatilen Jahr habe der DAX dank einer kleinen Jahresendrallye mit +9,56% geendet, europäische Aktien hätten mit +7,44% geschlossen.

Die paneuropäischen Aktienmärkte (STOXX Europe 50: -5,12%; STOXX Europe 600: -4,54%) und die Eurolandindices (EURO STOXX 50: -6,16%; EURO STOXX: -5,03%) hätten im Dezember einen starken Einbruch erlebt. Der DAX habe um -5,62% und der MDAX um -3,79% nachgegeben.

Der LBBW Multi Global R habe im Monat Dezember im Nachgang der für den Markt enttäuschenden EZB-Sitzung und trotz einer kleinen Jahresendrally um -1,86% nachgegeben. Die Gesamtjahresperformance stelle sich nun final auf +1,64% bei einer Jahres-Volatilität von 6,25%.

Der Fonds habe auf der Rentenseite von den Zinsabsicherungen im Vorfeld der EZB-Sitzung profitiert. Diese hätten größtenteils mit deutlichem Gewinn nach dem Kursrückgang am Rentenmarkt geschlossen werden können. Nach der FED-Entscheidung Mitte Dezember sei die Aktivität im vorweihnachtlichen Handel deutlich zurückgegangen. Im Zuge dessen seien nur noch selektive Anpassungen an der Risikostruktur vorgenommen und kritische Emittenten weiter reduziert worden. Gegen Jahresende sei begonnen worden, in den steigenden Markt wieder sukzessive Sicherungsmaßnahmen einzuziehen.

Die Nettofondsduration inklusive Absicherungen und Kasse liege zum Jahresende bei 4,18 Jahren. Corporate Bonds würden mit rund 70% weiterhin den größten Anteil am Rentenbestand bilden, gefolgt von Staatsanleihen mit rund 18%. Die Marktrendite liege bei 1,68% und das DurchschnittsRating liege weiter bei BBB+.

Die Aktienquote sei in einem volatilen Marktumfeld im Monatsverlauf wieder dynamisch gesteuert worden. Per saldo sei im Dezember die Aktienquote von 22,8% auf 25,2% erhöht worden. Inklusive der Stillhalter-Optionen ergebe sich ein Aktienexposure von 26% des Fondsvolumens. Den Schwerpunkt bilde mit 79,8% der Euroraum, gefolgt von Dänemark mit 7,3%.

Die Branchenstruktur sei im Monatsverlauf weiterhin defensiv ausgerichtet worden, wovon der Fonds habe profitieren können. Den Branchenschwerpunkt bilde derzeit mit 13,0% die Chemie, gefolgt von Pharma mit 12,5% und den Industriegütern mit 9,4%. Die Top Performer seien unter anderem der spanische IT-Dienstleister Amadeus mit +7,2% und die Deutsche Lufthansa mit +6,9% gewesen, gefolgt von der dänischen Novo Nordisk, die um 2,8% zugelegt habe.

Die hohe Volatilität im Dezember sei wieder zur Generierung von Stillhalter-Prämien in Einzeltiteln genutzt worden. (Stand vom 30.12.2015) (28.01.2016/fc/a/f)


 

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