LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertrückgang von 3,1% - Fondsanalyse


16.10.20 14:00
Meldung
 
Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der Fonds LBBW Rohstoffe & Ressourcen (ISIN DE0005326482 / WKN 532648 ) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.


Der Fonds investiere überwiegend in Publikumsfonds, die nach ihren Anlagebestimmungen überwiegend in Unternehmen aus den Bereichen: Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel, Technologie, Versorger, Konsumgüter und Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Pharma, Maschinenbau und Industriegüter investieren würden. Der Fonds dürfe in Wertpapiere, wie z.B. Aktien und Renten bis zu 50% des Fondsvermögens investieren. Mindestens 50% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die großen Volkswirtschaften hätten sich nach dem Corona-Tief weiterhin im Prozess der Erholung befunden. Viele Stimmungsindikatoren hätten eine V-förmige Entwicklung gezeigt, am Rentenmarkt seien die Inflationserwartungen merklich angestiegen und die Aktienmärkte - insbesondere in den USA - hätten lange Zeit nur eine Richtung gekannt: Nach oben.

Bei den Renditen deutscher und US-Staatsanleihen habe sich wenig Bewegung gezeigt. Hier schienen die hohen Dosen geldpolitischer Stützungsprogramme wie ein Schlafmittel zu wirken, so die Experten von LBBW Asset Management. Mit Beginn des Septembers habe die seit März andauernde Rekordjagd der amerikanischen Technologiewerte vorerst ein Ende gefunden. Im Zuge dessen sei es Mitte September auch an den europäischen Aktienbörsen zu einem moderaten Rücksetzer gekommen.

Der DAX habe den Monat September mit einem kleinen Kursverlust von ca. 1,4% beendet. Amerikanische Leitindices hätten nach den starken Zugewinnen der Vorwochen mit Wertverlusten zwischen rund 3,8% und 5,1% etwas mehr abgeben müssen. 10-jährige Deutsche Staatsanleihen hätten 0,1% hinzugewonnen. Anleihen der Euro-Peripherie seien etwas stärker gesucht gewesen. Beim Gold sei es nach dem Rekordhoch im August, wo die Feinunze im Hoch mit 2.063 US-Dollar notiert habe, zu einer ausgeprägteren Korrektur von 4,2% gekommen. Der Euro habe sein zwischenzeitliches Hoch zum US-Dollar am 1. September mit gut 1,20 erreicht und sich nachfolgend ebenfalls in einer Korrekturphase befunden.

Nach mehreren Monaten mit steigenden Notierungen, habe der Rohstoffmarkt - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - im September im Minus geschlossen. Dabei seien die Verluste über alle drei Sektoren, Energieträger, Basis- und Edelmetalle, verteilt gewesen.

Die Themen, die den Monat September mit etwas erhöhter Unsicherheit geprägt hätten, würden voraussichtlich erhalten bleiben. Dabei könnte der Präsidentschaftswahlkampf in den USA zunehmend in den Mittelpunkt rücken. Trotz des recht deutlichen Umfragevorsprungs des Herausforderers Biden dürfte das Rennen um das Weiße Haus bis zum finalen Wahlergebnis für erhöhte Volatilität an den Börsen sorgen. Die weltweit teils stark steigenden, positiven Corona-Testergebnisse würden die Finanzmärkte weiterhin im Spannungsfeld zwischen der Hoffnung auf eine Eindämmung der Pandemie und der Sorge vor erneuten Lockdown-Maßnahmen halten.

Auch der Konflikt zwischen den USA und China sowie der Brexit würden auf der Agenda potenzieller Spielverderber bleiben. Gleichzeitig wirke sich die massive Ausweitung der Liquidität durch die Notenbanken grundsätzlich positiv für diverse Märkte aus, auch für Aktien und Anleihen. Während jedoch der Spielraum für weitere Zinsrückgänge fraglich sei, dürften die Aktienmärkte mittelfristig das bessere Chance/Risiko-Verhältnis bieten. Angesichts der aktuellen Herausforderungen bleibe ein aktives Risikomanagement weiterhin unerlässlich.

Faktoren wie beispielsweise die Ankündigung neuer Restriktionen aufgrund einer zweiten Welle neuer Corona-Infektionen oder auch das Warten auf ein weiteres Fiskalprogramm in den USA hätten die Aktienmärkte im September belastet. Der Strategieschwenk der US-Notenbank zu einem durchschnittlichen Inflationsziel, sowie einige besser als erwartete Wirtschaftsindikatoren oder der stetige Fortschritt in der Entwicklung von Corona-Impfstoffen, hätten hingegen die Aktienmärkte gestützt.

In Deutschland habe der DAX rund 1,4% verloren und die Leitindices in den USA hätten sogar rund 3,9% und mehr abgegeben. Nach der starken Euro-Aufwertung im Juli und August habe EZB-Mitglied Lane betont, dass der Euro-Wechselkurs für die EZB wichtig sei. Der Euro habe im September von 1,196 USD auf 1,173 USD gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Der Brent-Ölpreis habe ebenfalls von rund 45 USD auf 40 USD je Barrel korrigiert. Das britische Mineralölunternehmen BP habe gewarnt, dass die globale Ölnachfrage schon im laufenden Jahrzehnt ihren Hochpunkt sehen könnte. Und auch der Goldpreis habe unter dem starken US-Dollar gelitten. Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen habe in diesem Umfeld rund 3,1% verloren. (Stand vom 30.09.2020) (16.10.2020/fc/a/f)


 

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