M&G Optimal Income Fund: Attraktive Gelegenheiten bei Unternehmensanleihen - Fondsanalyse


26.02.16 11:33
Meldung
 
London (www.fondscheck.de) - Unternehmensanleihen sahen sich in 2015 mit einem Baissemarkt konfrontiert, so Richard Woolnough, Fondsmanager des M&G Optimal Income Fund (ISIN GB00B1VMCY93 / WKN A0MND8 ) bei M&G Investments.


Unter diesen Bedingungen habe die Fondsperformance gelitten. Mit Blick in die Zukunft würden die Experten allerdings bei ihrer Überzeugung bleiben, dass die USA - auch angesichts der Schützenhilfe durch den niedrigen Ölpreis - nicht in eine Rezession abgleiten würden.

Die Zinsen würden niedrig bleiben und nur sehr graduell nach oben gehen, doch böten sich bei Unternehmensanleihen attraktive Gelegenheiten, insbesondere angesichts des Ausverkaufs in jüngster Zeit.

2015 sei ein schwieriges Jahr für die Anleihenmärkte gewesen. Die Renditen auf Staatsanleihen seien extrem volatil gewesen. Sie hätten über eine weite Bandbreite gehandelt, das Jahr aber schließlich leicht höher beendet. Eine Ausnahme sei das kurze Ende des Bund-Marktes gewesen, wo die Renditen weiter in negatives Territorium abgesackt seien. Eine Reihe an Episoden mit einer mehr risikoscheuen Marktstimmung habe die Anleger in Atem gehalten, beispielsweise ein potenzieller Grexit, Sorgen um das Wachstum in China und in den Schwellenmärkten sowie der Verfall des Ölpreises.

Im Vorfeld der im Frühjahr verkündeten weiteren quantitativen Lockerungsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hätten sich die Credit Spreads verengt, doch hätten sie sich zum Jahresende deutlich geweitet, sowohl im Bereich Investment Grade (IG) als auch bei Hochzinsanleihen. Die relativ lange Spread-Duration des Fonds sei für den größten Teil des Jahres bei ca. 5,5 bis 6 Jahre gehalten worden, was in einem durch die Ausweitungen der Credit Spreads gekennzeichneten Umfeld die Performance negativ beeinflusst habe.

Aufgrund seiner niedrigen Duration habe der Fonds im ersten Quartal in einem anziehenden Markt nicht mit seinen Konkurrenten mithalten können. Die relative Wertentwicklung habe sich nach dem ersten Quartal und den Höchstwerten an den Märkten stark verbessert und mit Ausnahme des europäischen Hochzinssektors, der zwar stärker, aber auch volatiler gewesen sei, gegenüber allen anderen Sektoren eine Outperformance verzeichnet.

2016 habe begonnen, wie 2015 aufgehört habe. Die Märkte seien infolge der anhaltenden Sorgen um das verlangsamte Wachstum in China und erneut fallender Ölpreise in der Defensive gewesen. Viele Aktienmärkte hätten sich in einem Bärenmarkt gefunden, und die Credit Spreads seien weiter gestiegen. Zur selben Zeit hätten die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen eine Rally um ca. 30 BP in Großbritannien und in den USA erlebt.

Trotz der jüngsten Volatilität bei den Anlagepreisen und den Spekulationen um eine mögliche Rezession sei das Wachstum in den USA intakt. Der schwache Ölpreis habe dabei zweifelsohne seine Hand im Spiel, da ein niedriger Ölpreis historisch betrachtet dem globalen Wachstum Rückenwind gebe.

Die schwachen Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe könnten sicherlich nicht geleugnet werden, andererseits befinde sich der Sektor bereits seit den 1950er Jahren in einem stetigen Rückgang: Mittlerweile seien 90% aller Arbeitskräfte in der Serviceindustrie und nicht in den Güter produzierenden Sektoren tätig. Aus diesem Grund sei der Dienstleistungssektor für das Wachstum in den USA wesentlich wichtiger und, trotz der in letzter Zeit schwächeren Daten, in relativ guter Verfassung.

Der Arbeitsmarkt verbessere sich weiter und werde einen Aufwärtsdruck auf die Löhne ausüben. Historisch gesehen seien Konjunkturzyklen durch Finanzkrisen, Energiepreisschocks, eine aggressive Geldpolitik und Immobilienblasen zu einem Stillstand gebracht worden. Keine dieser Gefahren drohe im Moment, und die Experten würden eine Rezession in den USA für unwahrscheinlich halten.

In dem gegenwärtigen Umfeld - die Renditekurven seien zu flach, die Renditen auf einem niedrigen Niveau - überwögen in Augen der Experten die Durationsrisiken die potenziellen Gewinnchancen, selbst wenn die Renditen für längere Zeit auf diesem Niveau bleiben würden. Die Experten hätten weiterhin eine niedrige Zinsduration von 2,3 Jahren. Sie setze sich wie folgt zusammen: GBP 1,8 Jahre, USD 0,6 Jahre, EUR -0,1 Jahre.

Die Experten würden zwar nicht glauben, dass Staatsanleihen viel Wert darstellen würden, doch böten sich ihres Erachtens am Markt für Unternehmensanleihen einige großartige Gelegenheiten. Dies umso mehr, da sich die Spreads in den letzten Monaten ausgeweitet hätten. Der Blick auf die Vermögensallokation zeige, dass der Fonds Investment-Grade-Anleihen mit 57% gewichtet habe, also hier übergewichtet sei. Innerhalb dieser Anlageklasse hätten die Experten eine Präferenz für USD- und GBP-Märkte (ca. jeweils 27%).

Die Fundamentaldaten hätten sich zwar verschlechtert - aufgrund der Rekordemissionen würden die Fremdkapitalquoten steigen -, doch würden die Experten den relativen Wert am USD-Markt für überaus gut halten. Ein großer Teil des Emissionsvolumens habe von Unternehmen gestammt, die im Vorfeld einer FED-Zinserhöhung hätten handeln wollen oder sich in Fusions- und Akquisitionsaktivitäten befunden hätten. Dies könnte sich verlangsamen, da in einigen Sektoren die Konsolidierung zu einem Ende komme und die Investoren risikoreichere Transaktionen zurückstellen würden. Die Unternehmensgewinne hätten sich zwar verschlechtert, doch betreffe dies in erster Linie Unternehmen mit einem großen Anteil an Auslandsumsätzen und gehe zu einem beträchtlichen Teil auf das Konto des schon seit Langem starken US-Dollars.

Unternehmen mit einer Ausrichtung auf den inländischen Markt hätten 2015 ein anständiges Gewinnwachstum produzieren können. Gleichzeitig sollte die Renditedifferenz zwischen den USA und Europa die Nachfrage aus dem Ausland nach US-amerikanischen Vermögenswerten fördern. Ein Gegenargument sei natürlich, dass eine zunehmend mehr entgegenkommende Geldpolitik der EZB für eine weiterhin gesunde Nachfrage nach europäischen Anlagewerten sorgen sollte, denn das Halten von Barwerten sei teuer in Europa. Dies wiederum könnte zu mehr Reverse Yankees führen, da US-Unternehmen günstig am Euro-Markt begeben würden. Die Experten hätten diesen Trend bereits in 2015 gesehen.

Im Segment USD-IG würden langlaufende BBB-Papiere zu den Favoriten der Experten gehören. Sie würden auf einem Spread-Niveau handeln, das nur auf dem Höhepunkt der Finanzkrise weiter gewesen sei. Und, wie bereits erwähnt, sei man keinesfalls in Krisennähe.

Unter diesen BBB-Titeln biete vor allem der Telekommunikationssektor gute Werte. Der Sektor sei recht defensiv. Die Spreads hätten sich jedoch im Fahrwasser von Konsolidierungen sowie Fusions- und Akquisitionsaktivitäten und den damit einhergehenden Neuemissionen deutlich geweitet. Die Experten würden allerdings glauben, dass dies zu einem Ende komme. Das Telekommunikationssegment sei sektoral eine der größten Fondspositionierungen.

Im Bereich GBP-IG würden die Experten ebenfalls zu einer Ausrichtung auf Anleihen mit einem BBB-Rating tendieren, wenn auch typischerweise in der Kurvenmitte. Der Grund sei, dass das kurze Ende der Kurve sehr niedrige Renditen habe und das lange Ende der Spread-Kurve, im Gegensatz zu den USA, sehr flach sei. Hinzu kämen Bedenken in Hinsicht auf einige individuelle Unternehmensanleihen, was insgesamt dazu führe, dass die Experten im Versorgersektor - wo sich tendenziell viele länger datierte Emissionen finden würden - eine relativ niedrige Gewichtung hätten.

Der Fonds habe Hochzinspapiere im Verlauf des letzten Jahres leicht untergewichtet, doch hätten die Experten angesichts der jüngsten Ausverkäufe die Gelegenheit genutzt, die Gewichtung auf eine annährend neutrale Position (ca. ein Drittel) nach oben zu fahren. Der Energiesektor sei unter diesen Bedingungen und angesichts der fallenden Ölpreise der zentrale Schwachpunkt gewesen, doch hätten sich andere Marktbereiche vor dem Hintergrund der allgemeinen Risikoscheu ebenfalls nicht der Negativentwicklung entziehen können. Dies habe zu attraktiveren Bewertungen geführt.

Die Experten würden den Energiesektor weiterhin mit Vorsicht behandeln. Ihres Erachtens werde der Ölpreis für eine längere Zeit niedrig bleiben und die Ausfallrate in diesem Teil des Marktes weiter steigen. Ihre Gewichtungen von Hochzinspapieren in anderen Sektoren wie Telekommunikation, Medien und Gesundheit seien mit 0,8% sehr niedrig.

Die Experten hätten bei Aktien weiterhin eine Nullgewichtung. Dies sei über die letzten Quartale hilfreich gewesen, da sich viele Aktienmärkte in oder nahe einer Baisse befinden würden. Aktien hätten sich offensichtlich verbilligt, doch gelte Gleiches für Anleihen, und die Experten hätten nicht das Gefühl, dass der relative Wert attraktiv genug sei, die Gewichtung zu erhöhen. Als ein Anleihenfonds würden die Experten nur dann Aktien kaufen, wenn sie sehr preiswert seien. Dies, so würden sie glauben, sei zurzeit schlichtweg nicht der Fall. Die Experten würden ihre Position aber selbstverständlich kontinuierlich hinterfragen und ihr Engagement erhöhen, sollten sich attraktive Gelegenheiten bieten. (Ausgabe vom 25.02.2016) (26.02.2016/fc/a/f)


 

Breaking News


Kurs- und weitere Informationen zum Thema:

M&G Optimal Income Fund EUR A-H thes.

Aktuelle Diskussionen zum Thema:


Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen:

2015 war Rekordjahr für europäis. (04.02.16)
Nettomittelzuflüsse in Publikumsfon. (10.03.15)
M&G: Nettomittelzuflüsse klettern . (10.03.15)
M&G Optimal Income-Fonds: Manag. (09.04.14)
M&G: 46 Prozent Plus in 2013 be. (17.03.14)

Alle Nachrichten zum Unternehmen

Aktuelle Analysen zu den Unternehmen:

M&G Optimal Income Fund EUR A-H thes.
Weitere Meldungen
 
29.02 Internationale Kakaoorganisat.
29.02 Kupfer profitierte in den letz.
29.02 Ölpreisverfall: Chancen und R.
29.02 Gold trotzt Gegenwind aus .
29.02 25 Jahre Templeton Global .
29.02 Brentölpreis steigt zwischenz.
29.02 Rezession in den USA unwa.
29.02 Börse Hamburg-Fondshandel: .
29.02 grundbesitz global-Fonds: Wa.
29.02 M&G Pan European Dividend.
29.02 Deutsche Floating Rate Note.
29.02 OECD fordert: Wachstum ge.
29.02 DNCA Invest Infrastructures.
29.02 grundbesitz europa-Fonds: 01.
26.02 Euroraum: Wirtschaftsvertrau.
26.02 Edelmetalle: Mysteriöse Stär.
26.02 Basismetalle: Aluminiumangeb.
26.02 Energie: Houston, wir haben .
26.02 Internationale Konjunkturdaten.
26.02 Weltwirtschaft 2016 - Unba.
26.02 J.P. Morgan Funds - Global.
26.02 Deutliche Einschränkung der .
26.02 Metallpreise profitieren von h.
26.02 Silber zeigt weiterhin relative.
26.02 Ölpreise steigen den zweiten.
26.02 Investmentsteuerreform: Was.
26.02 M&G Optimal Income Fund: .
26.02 UniKapital-Fonds: 01/2016-B.
26.02 Fundamentaldaten rechtfertig.
26.02 Unternehmen locken mit hoh.


Umfrage
 
Welche Social Networks nutzen Sie meistens?
Facebook
keine
Twitter
Xing
Linked in
Youtube
myspace
Google+
Wikipedia
andere


Stimmen: 13153 , Ergebnis


Kurssuche
Status: nicht eingeloggt

Registrieren | Passwort vergessen?
 
 
Im Bereich Analysen:
Evotec: Der Höhenflug geht weiter!
Experte: Stefan Hofmann, STOCK-WORLD
Kolumnen
Bayer – Vorstandschef mit ...
Feingold-Research, (17:29)
Experte: Feingold-Research,
DAX springt über 10.000 ...
CMC Markets, (17:23)
Experte: CMC Markets,
DAX knackt 10.000 nach ...
Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG (16:38)
Experte: Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG
E.ON: Bislang wie von uns ...
Frank Sterzbach, www.boerse-daily.de (16:26)
Experte: Frank Sterzbach, www.boerse-daily.de
DAX will fünfstellig werden
IG Markets, (16:03)
Experte: IG Markets,
EUR/USD (spezial) ...
DONNER & REUSCHEL., (15:51)
Experte: DONNER & REUSCHEL AG,
S&P-500-Index: Ausblick!
Christian Zoller, www.boerse-daily.de (15:38)
Experte: Christian Zoller, www.boerse-daily.de
Voltaic Minerals geht ...
Björn Junker, GOLDINVEST.de (15:20)
Experte: Björn Junker, GOLDINVEST.de
ETFs: Lieber Vorsicht als ...
Redaktion boerse-frankf., Deutsche Börse AG (15:13)
Experte: Redaktion boerse-frankfurt.de, Deutsche Börse AG
EUR/JPY: Druck nach ...
Jürgen Sterzbach, boerse-daily.de (15:05)
Experte: Jürgen Sterzbach, boerse-daily.de
Evotec: Der Höhenflug geht ...
Stefan Hofmann, STOCK-WORLD (14:41)
Experte: Stefan Hofmann, STOCK-WORLD
Bayer - 62 Milliarden EUR ...
Heiko Geiger, Bank Vontobel Europe . (13:00)
Experte: Heiko Geiger, Bank Vontobel Europe AG
Niquet's World
Neues vom Portal
 
Finanzplatz Frankfurt verliert an Bedeutung
Letzte Börsen-Meldung
 
Letzte Börsen-Analyse
 
Top-Klicks News
 
Top-Klicks Analysen