M&G Pan European Dividend Fund: 2015 um 18,2% zugelegt - Fondsanalyse


29.02.16 10:17
Meldung
 
London (www.fondscheck.de) - Für den M&G Pan European Dividend Fund (ISIN GB00B39R4H73 / WKN A0Q347 ) war 2015 ein außergewöhnliches Jahr, so die Experten von M&G Investments.


Der Fonds habe um 18,2% zugelegt (Euro-A-Acc-Anteile), verglichen mit 8,8% für den MSCI Europe Index.

Die Outperformance um fast 10 Prozentpunkte sei in erster Linie der erfolgreichen Titelauswahl in einem breiten Spektrum von Branchen zuzuschreiben gewesen. Besonders erfreuliche Beiträge seien aus dem Finanzsektor gekommen, wo Banca IFIS und Aurelius die größten positiven Beiträge zum Fondsergebnis geleistet hätten.

Der M&G Pan European Dividend Fund sei kein typischer ertragsorientierter Aktienfonds, und sein Interesse richte sich demnach auch nicht ausschließlich auf hohe Dividendenrenditen. Der Fonds sei so konzipiert, dass er den Gesamtmarkt nach Möglichkeit übertreffen solle. Dazu werde eine Strategie angewandt, die das Dividendenwachstum in den Vordergrund stelle.

Drei Ziele verfolge der Fonds: eine Dividendenrendite, die über dem Marktdurchschnitt liege, eine langfristige Steigerung der Dividendenerträge und die Maximierung der Gesamtrendite.

Der Fondsmanager setze auf Unternehmen, von deren Qualitäten er überzeugt sei und denen er ein langfristiges Dividendenwachstum zutraue. In allen Bereichen des Portfolios sei das Dividendenwachstum nach wie vor robust, und das Gros der gehaltenen Titel habe Zuwächse in der Größenordnung von 5 bis 15% geliefert. Nach Schätzung der Experten sollte die Ausschüttung des Fonds für das Geschäftsjahr bis zum 31. Januar 2016 auf Eurobasis um 3,7% wachsen, was eine Rendite von rund 4% bedeuten würde (Euro-A-Anteile).

An den Aktienmärkten habe die Volatilität in den ersten Wochen des neuen Jahres zugenommen, aber Europa profitiere weiter von quantitativer Lockerung und Strukturreformen. In dem ungewissen Umfeld sei es ungemein wichtig, dass die Unternehmen die geweckten Erwartungen auch erfüllen würden. Die Experten hätten ihr Portfolio deshalb auf ihre besten Ideen konzentriert. Die Anzahl der Bestände - zurzeit 40 - dürfte sich in nächster Zeit etwas verringern.

Der M&G Pan European Dividend Fund habe 2015 die beste (relative) Performance in einem Kalenderjahr erzielt, seit Phil Cliff im April 2012 die Leitung des Fonds übernommen habe. Maßgeblich habe die erfolgreiche Aktienauswahl zu der Mehrrendite beigetragen.

Positive Beiträge seien aus einer Vielzahl von Branchen gekommen, doch den größten Anteil an der Outperformance hätten Finanzwerte gehabt - sie seien unter den "Top 10" des Fonds für 2015 stark vertreten gewesen.

Banca IFIS, deren Wert sich im Laufe des Jahres verdoppelt habe, sei eine mittelgroße italienische Bank und ein perfektes Beispiel dafür, wie die Experten Titel für den Fonds auswählen würden. Nach sehr gründlichen Fundamentalanalysen und einer Reihe von Treffen mit Vertretern der Unternehmensleitung, mit denen sie im März 2014 begonnen hätten, hätten sie sich im Dezember 2014 schließlich zu einem Investment entschlossen.

IFIS sei ein diszipliniertes, kompetent geführtes Unternehmen mit gut ausgebautem Vertriebsnetz und einem Management, das mit den Aktionären an einem Strang ziehe - Chairman und CEO würden selbst größere Anteile an dem von der Eigentümerfamilie geleiteten Geldinstitut halten. IFIS vergebe Betriebsmittelkredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und habe damit eine sehr wichtige Funktion. Während sich bei der Kreditvergabe an Großunternehmen viele Anbieter tummeln würden, gebe es im unteren KMU-Bereich, in dem IFIS vornehmlich tätig sei, wenig oder gar keine Konkurrenz. Dadurch könne IFIS bei der Kreditvergabe eine disziplinierte Auswahl treffen und vernünftige Margen erzielen.

Ein wichtiger neuer Wachstumsbereich seien für IFIS die uneinbringlichen Forderungen. Diese würden größeren Banken abgekauft - typischerweise für 3 bis 5% des ursprünglichen Werts. Bei der Einbringung solcher Forderungen habe IFIS eine beeindruckende Erfolgsbilanz und hebe sich damit deutlich von den größeren Instituten ab. Diese würden oft nicht über die Kapazitäten verfügen, um sich mit Not leidenden Krediten zu beschäftigen. Die im Januar 2016 veröffentlichten Ergebnisse der Bank für 2015 hätten ein anhaltendes Wachstum des Geschäfts, eine gute Kreditqualität und eine solide Bilanz offenbart. Zudem sei eine Dividendenerhöhung von 15% verkündet. Im Vorjahr sei die Ausschüttung um 16% angehoben worden.

Die deutsche Private-Equity-Gesellschaft Aurelius habe 2015 den zweitgrößten positiven Beitrag zum Fondsergebnis geleistet. Wie bei IFIS sei auch hier der Firmenchef ein wichtiger Aktionär. Nach einem Jahr mit zahlreichen Akquisitionen sehe man im derzeitigen Portfolio außergewöhnlich viel Potenzial.

Typischerweise kaufe Aurelius von multinationalen Großkonzernen Vermögenswerte, die diese gerne abstoßen möchten. In den Ausschreibungsverfahren sei die Konkurrenz dabei meist gering. Einer der attraktivsten Aspekte des Geschäftsmodells sei aus Sicht der Experten die Firmenpolitik, die es erlaube, dass 50% des Gewinns bei einem Verkauf als "Sonderdividende" ausgeschüttet würden. Aurelius habe seinen Aktionären im vergangenen Jahr eine großzügige Sonderdividende zusätzlich zur Erhöhung der ordentlichen Dividende um 14% gezahlt. Das Jahr 2016 dürfte erneut ein gutes Jahr werden, und die Experten seien zuversichtlich, dass Aurelius die Erwartungen weiter erfüllen könne.

Auch Intesa Sanpaolo und Banque Cantonale Vaudoise (BCV) hätten Anteil am guten Abschneiden des Fonds gehabt. Der Bankensektor als Ganzes habe sich im zurückliegenden Jahrzehnt nicht gerade mit Ruhm bekleckert, doch die Geldinstitute, deren Aktien der Fonds halte, würden sich mit ihrer Kapitaldisziplin wohltuend vom Großteil der Institute abheben. Zusammen mit Nordea würden die beiden Banken die Ausnahme von der Regel bilden. Ihr Anteil am Portfolio habe am Jahresende zusammen rund 10% betragen. Das bedeute eine leichte Untergewichtung relativ zum MSCI Europe-Index, doch der Finanzsektor als Ganzes bleibe im Fonds durch Positionen in Versicherern, diversifizierten Finanzdienstleistern und Immobilienfirmen übergewichtet. Der Sektor sei nach wie vor ein sehr interessantes Revier für die Suche nach guten Ideen.

Die meisten gehaltenen Titel hätten 2015 eine respektable Performance geliefert (nur drei Titel hätten das Ergebnis um mehr als 50 Basispunkte geschmälert). Es habe jedoch auch Enttäuschungen gegeben. Schlusslicht sei die Aktie der norwegischen Reederei Golar LNG, die eine eigene Flotte von LNG-Tankern betreibe (LNG = Flüssigerdgas). Der Titel sei parallel zum Ölpreis gefallen, doch die Kosten des Unternehmens seien weiterhin sehr wettbewerbsfähig, und an dem positiven Urteil habe sich nichts geändert.

Die Golar-Aktie sei im Januar um 18% in die Höhe geschnellt, während der breite Markt gefallen sei. Grund dafür sei die Bekanntgabe einer Absichtserklärung zusammen mit dem Energiedienstleister Schlumberger, einem Branchenriesen gewesen. Die beiden Unternehmen würden gemeinsam bisher als unwirtschaftlich geltende Gasreserven erschließen wollen - unter Nutzung der kostengünstigen LNG-Tanker und Tanklagerschiffe von Golar.

HUGO BOSS sei ein weiterer Titel gewesen, der eine schwache Performance gezeigt habe. In diesem Fall hätten die Experten ihr Engagement jedoch beendet. Sie habe der Plan des Unternehmens, statt auf den Großhandel stärker auf Investitionen in die eigenen Filialen zu setzen, überzeugt, da BOSS auf diese Weise (theoretisch) mehr Kontrolle über seine eigenen Geschicke erhalten würde - wie sich gezeigt habe, sei die Zuversicht nicht gerechtfertigt gewesen.

In der Luxusgüterbranche hätten schon viele Firmen diesen Weg beschritten, doch die Experten seien wohl zu optimistisch gewesen, was die konkrete die Marke durch den Umbauprozess ausgesetzt gewesen sei, hätten sich beunruhigt und ihre Zweifel an dem Geschäftsmodell geweckt. In einem konzentrierten Portfolio müsse sich jeder Titel seinen Platz verdienen. Die Opportunitätskosten würden eine umso wichtigere Rolle spielen, und die Experten hätten sich deshalb gegen ein weiteres Engagement entschlossen.

Die Experten hätten ständig nach neuen Ideen gefunden - besonders dort, wo sie Lücken im Portfolio entdecken würden. Im Basiskonsumgütersektor seien sie noch auf der Suche, und die erhebliche Untergewichtung der Branche in ihrem Portfolio zeuge davon, wie schwer sie sich mit den hohen Bewertungen tun würden, die im defensiven Bereich sehr oft anzutreffen seien. Ihres Erachtens böten sich in der Luxuskonsumbranche bessere Gelegenheiten, und Titel wie der Medienkonzern RELX würden ähnliche Wachstumsraten aufweisen, seien aber wesentlich attraktiver bewertet.

Ein weiteres Thema, das bei dem Research und den Treffen mit Unternehmensvertretern im vergangenen Jahr immer wieder in den Vordergrund getreten sei, sei der Mangel an interessanten Ideen für Investments in der Investitionsgüterbranche gewesen. Versuche, chancenreiche Titel ausfindig zu machen, besonders im Juni, seien erfolglos gewesen. Die Experten hätten bei keinem der zahlreichen Unternehmen, mit denen sie sich zusammengesetzt hätten, lohnende Potenziale entdecken können. Insofern würden sie bei ihrer skeptischen Haltung zu dem Bereich bleiben. Europäische Investitionsgüterhersteller, die bislang gut gelaufen seien, würden nun anscheinend infolge der Überkapazitäten in China und sinkender Investitionen ihrer Kunden aus dem Rohstoffsektor schwächeln.

Dennoch hätten die Experten eine neue Position in BAE Systems aufgebaut, nachdem sie das Unternehmen bei einem Besuch positiv beeindruckt habe. Seit ihrem Einstieg im September habe der Titel eine starke Performance gezeigt - er gehöre zu den "Top 10". Bei den Rüstungsausgaben beginne sich eine Wende abzuzeichnen - zum ersten Mal seit 2008 würden die Beschaffungsbudgets wieder steigen, und besonders die Erhöhungen in den USA sollten sich 2017 im Gewinn von BAE positiv bemerkbar machen. Der Markt sei skeptisch geblieben, und so hätten die Experten den Titel mit einer Dividendenrendite von 5% einkaufen können. Sie würden diese Höhe nicht nur für gut abgesichert halten, sondern würden auch Steigerungspotenzial für die nächsten Jahre sehen.

Gewöhnlich betrage der Portfolioumschlag im Laufe eines Jahres rund ein Drittel, und so sei es auch 2015 gewesen. Ein weiterer erwähnenswerter Neuzugang sei Infineon Technologies gewesen. Die Experten hätten den Titel im August gekauft, als es an den Märkten abwärts gegangen sei. Das Investment habe dazu beigetragen, die erhebliche Untergewichtung Deutschlands zu verringern. Seitdem habe der Halbleiterhersteller eine Dividendenerhöhung um 11% vorgenommen, und mit den gemeldeten Geschäftszahlen liege Infineon weiter in der Spur.

NOS, Portugals führender Kommunikations- und Unterhaltungskonzern, sei im September ins Portfolio aufgenommen worden. Grund dafür sei die Annahme gewesen, dass ein Ausbau der Marktanteile in den verschiedenen Sparten wie Mobilfunk und Pay-TV in Zukunft deutliche Dividendenerhöhungen ermöglichen werde. Am Jahresende habe NOS zu den "Top 10" des Fonds gehört.

Die Experten würden ihr Augenmerk in erster Linie auf das Dividendenwachstum richten, da sie grundsätzlich der Auffassung seien, dass Ausschüttungen und Kapital untrennbar miteinander verknüpft seien. Dividenden und Aktienkurse würden Hand in Hand gehen. Der M&G Pan European Dividend Fund strebe in diesem Sinne drei Ziele an: eine Dividendenrendite, die über dem Marktdurchschnitt liege, eine langfristige Steigerung der Dividendenerträge und eine Maximierung der Gesamtrendite. Jedes dieser Ziele hätten die Experten in den vergangenen zwölf Monaten erreicht.

Der Fonds habe 2015 ein positives Ergebnis erzielt und damit den MSCI Europe-Index übertroffen. Erfreulich sei auch das robuste Dividendenwachstum der Mehrzahl der gehaltenen Titel gewesen. Die meisten der im Portfolio vertretenen Unternehmen hätten ihre Dividenden um etwa 5 bis 15% erhöht, und nach Schätzung der Experten sei die Ausschüttung des Fonds für das Geschäftsjahr bis zum 31. Januar 2016 um 3,7% gestiegen (Euro-Anteilsklasse A, vorläufige unverbindliche Schätzung). Die Wachstumsrate sei niedriger gewesen als die 19% für den Vorjahreszeitraum, doch dieser hohe Wert sei zum Teil auch auf den schwächeren Euro und die große Zahl von Sonderdividenden zurückzuführen gewesen.

Wenn die Experten von der am 1. Februar 2016 verkündeten Ausschüttung ausgehen würden, biete der Fonds eine Rendite von rund 4% (Euro-Anteilsklasse A). Das sei mehr als die durchschnittliche Dividende der Werte des MSCI Europe-Indexes, die bei 3,6% liege. In einem Umfeld, in dem die Renditen generell mager seien und Wachstum Seltenheitswert habe, dürfe man ein Investment, das 4% Rendite abwerfe und langfristig steigende Ertragsflüsse verheiße, wohl zu Recht als attraktiv bezeichnen.

An den Aktienmärkten habe die Volatilität in den ersten Wochen des neuen Jahres zugenommen, aber Europa profitiere weiter von quantitativer Lockerung und Strukturreformen. In dem ungewissen Umfeld sei es ungemein wichtig, dass die Unternehmen die geweckten Erwartungen auch erfüllen würden. Die Experten hätten ihr Portfolio deshalb auf ihre besten Ideen konzentriert. Die Anzahl der Bestände - zurzeit 40 - dürfte sich in nächster Zeit etwas verringern. Diesen Prozess hätten die Experten 2016 bereits mit dem Verkauf von Positionen wie Arkema und Prudential eingeleitet, wobei sie aber zugleich weiter neue Ideen generieren würden.

Die Experten seien ständig bestrebt, das Portfolio "aufzufrischen" und neue Ideen ausfindig zu machen, die ihren Kriterien in Bezug auf Kapitaldisziplin, Wachstum mit Zinseszinseffekt und langfristige Dividendenentwicklung gerecht würden. In Europa würden sich immer noch hervorragende Möglichkeiten eröffnen. Die Experten würden dies sehr spannend finden und glauben, dass sie mit ihrem fokussierten Ansatz gute Chancen hätten, an die Performance des letzten Jahres anzuknüpfen. Sie würden weiter sehr intensiv nach neuen Ideen suchen und sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, die gesteckten Ziele zu erreichen. (Analysevom 26.02.2016) (29.02.2016/fc/a/f)


 

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