MEAG FairReturn-Fonds: Jahresbericht zum 30. September 2015, Wertrückgang von 0,68 Prozent - Fondsanalyse


18.01.16 15:42
Meldung
 
München (www.fondscheck.de) - Der MEAG FAIRRETURN (ISIN DE000A0RFJ25 / WKN A0RFJ2) ist ein aktiv gemanagter europäischer Mischfonds mit hoher Flexibilität bezüglich der durchschnittlichen Restlaufzeit des Rentenportfolios, so die Experten von MEAG.


Neben verzinslichen Wertpapieren investiere der Fonds auch in Aktien, deren Anteil sich den Marktgegebenheiten entsprechend in der Regel zwischen 0 und 15 Prozent bewege. Ziel sei ein langfristig positiver Ertrag sowie ein hoher Wertzuwachs bei Berücksichtigung nachhaltiger Grundsätze.

Der MEAG FairReturn bestehe zum Berichtsstichtag aus zwei verschiedenen Anteilklassen (Anteilklasse A und I). Die zwei Anteilklassen würden sich hinsichtlich der Gebührenstruktur (Ausgabeaufschlag und Verwaltungsvergütung) sowie der Mindestanlagesumme unterscheiden.

Ausgehend von 0,90 Prozent, hätten die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen massive Kursschwankungen verbucht. In der Anfangsphase der Berichtsperiode seien deutsche Staatspapiere mit zehnjähriger Restlaufzeit nachgefragt worden. Der Auslöser für diese freundliche Marktstimmung seien die lockere Geldpolitik und zudem die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) gewesen, der drohenden Deflation im Euroraum entschlossen entgegenzuwirken. Auch die Kurse der zehnjährigen Staatspapiere spanischer, portugiesischer, irischer und italienischer Herkunft hätten einen freundlichen Marktverlauf verzeichnet.

Die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen hätten bis Mitte April 2015 bis auf 0,08 Prozent nachgegeben. Im weiteren Verlauf seien die Renditen der deutschen Bundesanleihen sprunghaft angestiegen und hätten Anfang Juni 2015 bei 1,00 Prozent gelegen. Daneben sei es innerhalb der europäischen Peripherieanleihen auf breiter Front zu einem regelrechten Ausverkauf gekommen. Darüber hinaus hätten Spekulationen um den drohenden Zahlungsausfall Griechenlands sowie die erwartete Zinswende in den USA zu Verunsicherung geführt. Die Renditen der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen hätten stichtagsbezogen um 31 Basispunkte tiefer bei 0,59 Prozent geschlossen. Der EURO STOXX 50 sei stichtagsbezogen um 3,9 Prozent gefallen.

Innerhalb des Rentenportfolios sei der Bestand an Anleihen öffentlicher Emittenten sukzessive von 29,34 auf 35,17 Prozent im Geschäftsjahr erhöht worden. Hierbei habe das Fondsmanagement zu Beginn der Berichtsperiode attraktive Staatsanleihen aus Schwellenländern erworben. Daneben habe es auch Zukäufe von Staatspapieren der europäischen Peripherie gegeben. Mit der Ankündigung des Anleiheaufkaufprogrammes durch die EZB habe das Fondsmanagement in der ersten Berichtshälfte das Engagement in europäische Staatsanleihen verstärkt, um an dem erwarteten Kursanstieg dieser Papiere teilzuhaben.

Daneben seien auch Anleihen supranationaler Emittenten höher gewichtet worden. Demgegenüber sei ein Teilabbau der gedeckten verzinslichen Wertpapiere von 16,23 auf 12,02 Prozent in der Stichtagsbetrachtung erfolgt. Vor dem Hintergrund der überraschenden Turbulenzen an den europäischen Rentenmärkten im zweiten Quartal des Jahres 2015 sei der Rentenbestand zwischenzeitlich defensiver aufgestellt worden. In diesem Zusammenhang habe das Fondsmanagement den Anteil an risikoreicheren Unternehmensanleihen im Portfolio ermäßigt, deren Bestand sei stichtagsbezogen von 27,73 auf 22,24 Prozent gesunken.

Dabei sei das Engagement in Schwellenländeranleihen reduziert und im Gegenzug die Kasseposition vorübergehend aufgestockt, im weiteren Verlauf mit der allmählichen Entspannung an den Rentenmärkten allerdings wieder ermäßigt worden. Aus strategischen Gründen seien dem Sondervermögen verbriefte Forderungen (Asset Backed Securities - ABS) mit kurzen wirtschaftlichen Restlaufzeiten beigemischt gewesen, deren Bestand von 3,70 auf 1,79 Prozent gesunken sei. Außerdem sei das Sondervermögen in Fremdwährungsanleihen investiert gewesen.

Das Aktienportfolio sei im Berichtszeitraum niedriger gewichtet worden und habe Ende September 2015 bei 9,08 Prozent gelegen. Auf Einzeltitelebene seien in den vergangenen zwölf Monaten einige Umschichtungen erfolgt. So habe das Fondsmanagement innerhalb des Chemiesegmentes die Titel von Air Liquide neu in das Portfolio gekauft und zudem den Bestand an BASF-Aktien zu Beginn der Berichtsperiode aufgestockt. Europäische Chemieunternehmen dürften von den stark gefallenen Rohölpreisen und dem kräftig abgewerteten Euro beflügelt werden. Längerfristig betrachtet seien vor diesem Hintergrund die Aussichten für die Sparte positiv.

Im Technologiesegment habe das Fondsmanagement den Bestand an ASML-Aktien erhöht, da der Ausblick für den weltweit führenden Zulieferer für die Chipindustrie als stabil erachtet worden sei. Innerhalb der Nahrungsmittel- und Getränkebranche habe das Fondsmanagement am Börsengang von Refresco Gerber, des größten Produzenten von Softdrinks und Fruchtsäften in Europa, teilgenommen. Im Bankensektor seien nach einem starken Kursrückgang Aktien der spanischen Banco Santander zugekauft worden.

Angesichts der Hausse an den europäischen Börsenplätzen im ersten Quartal 2015 seien bei zahlreichen Titeln Gewinnmitnahmen erfolgt. So habe das Fondsmanagement beispielsweise einen Teilbestand der Siemens-Aktien verkauft. Im weiteren Verlauf habe das Fondsmanagement den Anteil an SAP-Titeln aus dem Technologiebereich nach einem 14-Jahre-Kurshoch mit Gewinn reduziert. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes auf dem deutschen Strommarkt habe das Fondsmanagement den Versorgersektor durch den vollständigen Verkauf der RWE-Titel reduziert. Die größten Positionen im Portfolio würden Ende September 2015 Sanofi (0,53 Prozent), Total (0,49 Prozent), Bayer (0,48 Prozent) sowie Daimler (0,34 Prozent) bilden.

Der MEAG FairReturn habe im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 eine Wertentwicklung von -0,68 Prozent in der Anteilklasse A und von -0,39 Prozent in der Anteilklasse I (BVI-Methode) erzielt. Positive Beiträge zur Wertentwicklung hätten sich auf der Rentenseite primär aus dem aktiven Management der Zinssensitivität ergeben. Negativ hätten sich hingegen die kräftigen Turbulenzen an den europäischen Rentenmärkten ausgewirkt. Auf der Aktienseite seien vor allem die Aktienquotensteuerung als auch die lockere Geldpolitik positive Performancetreiber gewesen. Beeinträchtigt worden sei die Wertentwicklung durch die schwankungsintensiven Märkte im Zuge der Spekulationen hinsichtlich einer Abschwächung der Weltkonjunktur.

Am 14. Januar 2016 erfolge die Jahresausschüttung an die Anleger für das Geschäftsjahr 2014 / 2015. Je Anteil würden 1,13 Euro in der Anteilklasse A und 1,26 Euro in der Anteilklasse I ausgeschüttet.

Die niedrigen Rohölpreise und die nach wie vor schwache europäische Währung dürften sich wachstumstreibend auf die europäische Wirtschaft auswirken. Die umfangreiche Zentralbankliquidität in Verbindung mit verbesserten Fundamentaldaten für die Eurozone könnten grundsätzlich die Kurse deutscher Staatsanleihen und europäischer Peripherieanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sowie die Kurse deutscher Aktientitel stützen.

Die Europäische Zentralbank sollte vor dem Hintergrund der niedrigen Inflationsrate und des noch moderaten Wachstums in der Eurozone vorerst die Leitzinsen nicht verändern. Hingegen dürfte die Zinswende in den USA noch im laufenden Jahr erfolgen, denn die fundamentalen Indikatoren für die US-Wirtschaft seien grundsätzlich intakt. Zudem würden sich weiterhin geopolitische Konflikte in den Vordergrund des Weltgeschehens drängen und zu Nervosität bei den Marktteilnehmern führen. Aufgrund dessen müssten die Investoren weiterhin mit Ausschlägen an den europäischen Kapitalmärkten rechnen.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Das Fondsvermögen sei im Berichtszeitraum jedoch breit gestreut investiert gewesen, zudem habe bei der Auswahl der Einzeltitel immer die gute Qualität der Wertpapiere im Vordergrund gestanden. Die Anleihen hätten Ende September 2015 ein durchschnittliches Rating von A2 (internes MEAG Rating) gehabt. Mit einem Portfolioanteil von rund 51 Prozent sei das Sondervermögen in Papiere bester bis sehr guter Bonität investiert gewesen. Die Adressenausfallrisiken seien demnach als gering anzusehen gewesen.

Das Sondervermögen habe infolge der Investition in Rentenpapiere Zinsänderungsrisiken aufgewiesen, die sich in Form von Kursänderungen in den einzelnen Anlagen niedergeschlagen hätten. Die Zinssensitivität des Portfolios habe Ende September 2015 5,00 (Modified Duration) betragen, d. h., das Zinsänderungsrisiko des Fonds sei als moderat eingeschätzt worden.

Während des Berichtszeitraumes habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken v. a. in Form von Zinsrisiken und Aktienkursschwankungen innegehabt. Durch die breite Streuung und Fokussierung auf Qualitätstitel hätten im Berichtszeitraum Risiken reduziert werden können. Das Marktpreisrisiko, gemessen an der Schwankungsbreite (Volatilität) des Anteilpreises, habe in den vergangenen zwölf Monaten 2,80 Prozent betragen und sei somit als niedrig einzustufen gewesen.

Der Großteil des Sondervermögens sei in auf Euro lautende sowie in währungsgesicherte Wertpapiere investiert gewesen, sodass die Währungsrisiken als gering anzusehen gewesen seien.

Das Sondervermögen sei im Berichtszeitraum überwiegend in hochliquide deutsche Aktien investiert gewesen. Alle Positionen seien grundsätzlich handelbar gewesen, es habe sich ein sehr geringes Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen ergeben.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft.

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften in der Anteilklasse A belaufe sich auf -8.742.049,29 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Realisierte Gewinne aus Derivaten (17.747.290,58 Euro), aus Anleihen (4.305.254,21 Euro), aus Devisengeschäften (1.304.436,17 Euro), aus Aktien (963.227,14 Euro) und aus Bezugsrechten (6.821,43 Euro); realisierte Verluste aus Derivaten (-31.044.709,84 Euro), aus Anleihen (-1.682.214,05 Euro), aus Devisengeschäften (-193.260,58 Euro), aus Aktien (-141.347,08 Euro) und aus Bezugsrechten (-7.547,27 Euro).

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften in der Anteilklasse I belaufe sich auf -1.359.042,77 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Realisierte Gewinne aus Derivaten (2.764.628,71 Euro), aus Anleihen (673.116,72 Euro), aus Devisengeschäften (203.538,54 Euro), aus Aktien (150.442,20 Euro) und aus Bezugsrechten (1.066,79 Euro); realisierte Verluste aus Derivaten (-4.836.400,86 Euro), aus Anleihen (-262.211,38 Euro), aus Devisengeschäften (-30.059,16 Euro), aus Aktien (-21.989, 46 Euro) und aus Bezugsrechten (-1.174,87 Euro).

Während des Berichtszeitraumes habe es keine wesentlichen Ereignisse gegeben. (Stand vom 30.09.2015) (18.01.2016/fc/a/f)


 

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