Mit Multi-Asset-Fonds flexibel auf Marktentwicklungen agieren


24.03.16 15:13
Meldung
 
München (www.fondscheck.de) - Experten von BNP Paribas IP, Morgan Stanley, Pictet Asset Management, Schroders und UBS erklären, warum Multi Asset Fonds gerade jetzt ihre Stärken ausspielen können, so die Experten von "FundResearch".


Die Aktienmärkte seien nach wie vor hoch volatil, die Entwicklung an den Rentenmärkten werde von den Zentralbanken maßgeblich bestimmt. Seit den starken Kursturbulenzen am Jahresanfang herrsche an der Börse viel Unsicherheit. Kein Wunder: Der schlechteste Jahresstart seit einem Vierteljahrhundert habe vielen Anlegern einen Schrecken eingejagt. Und auch die Fondsbranche habe ihre Erwartungen an das laufende Jahr zum Teil zurückgenommen. Doch gerade die Multi-Asset-Fonds würden diesem Umfeld besondere Chancen bieten.

Die Experten Christoph von Scheurl von BNP Paribas IP, Christian Goldsmith von Morgan Stanley, Walter Liebe von Pictet Asset Management, Daniel Lösche von Schroders und Dr. Detlev Kleis von der UBS würden im Gespräch mit Moderator Peter Gewalt, dem stellvertretenden Chefredakteur der Euro am Sonntag, erklären, mit welchen Strategien die Manager von Multi-Asset-Fonds die aktuellen Herausforderungen meistern würden.

Es gebe kein historisches Beispiel für das, was sich derzeit an den Weltbörsen abspiele. Niemals in der Geschichte zuvor hätten Zentralbanken einen so massiven Einfluss auf die Wirtschaft und die Märkte genommen. Deshalb habe auch kaum jemand eine Vorstellung davon, wie diese Reise aus immer niedrigeren Zinsen und immer höherer Verschuldung der Staatshaushalte weitergehen werde.

"Für Privatanleger ist es sehr schwer geworden, eine eigene Strategie umzusetzen. Traditionelle Börsenweisheiten greifen nicht. Multi-Asset-Fonds sind deshalb eine hervorragende Lösung. Die Asset-Allokation übernehmen Profis, die über mehrere Marktzyklen hinweg ein stabiles Ergebnis erzielen können - und zwar nicht nur, wenn die Aktienmärkte steigen", sage Christoph von Scheurl von BNP Paribas IP.

"Ein vorausschauender Ansatz, der mögliche Ereignisrisiken zu antizipieren versucht, ist entscheidend", ergänze Christian Goldsmith von Morgan Stanley Investment Management. "Wir zielen auf ein stabiles Volatilitäts-Profil ab, separat nutzen wir Put-Optionen, um Einkommen zu generieren."

Gerade in volatilen Zeiten hätten sich solche Strategien bewährt. So verwundere es nicht, dass Multi-Asset-Fonds zunehmend von Anlegern nachgefragt würden. "In der Schweiz haben sich Total-Return-Strategien als Alternative zu Hedge-Fonds etabliert. In Deutschland könnte es ähnlich kommen. Denn Investmentfonds mit Long-Short-Strategien haben hierzulande eine höhere Akzeptanz als Hedgefonds und sind Anlegern auch leichter zu vermitteln", sage Walter Liebe von Pictet Asset Management.

"Um für zusätzliche Diversifikation im Multi-Asset Portfolio zu sorgen, ist auch die Hinzunahme von Absolute Return Produkten sinnvoll", ergänze Daniel Lösche von Schroders. "Insbesondere in Zeiten, in denen sich Aktien und Renten in die gleiche Richtung bewegen, verleiten Absolute Return Strategien dem Portfolio wichtige Stabilität", so Lösche. "Je nach Risikoneigung können Anleger bei uns wählen, wie sie sich positionieren wollen. Als Vermögensverwalter ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass die Multi-Asset-Strategie zum jeweiligen Kunden passen muss", so Detlev Kleis von der UBS.

Auf die Frage, wie Fondsmanager der hohen Volatilität begegnen würden, erkläre Christoph von Scheurl von BNP Paribas IP: "Das Sentiment war insbesondere zum Jahresbeginn insgesamt sehr negativ. Da aber einige Fundamentaldaten durchaus positiv geblieben sind, ergeben sich daraus für 2016 auch Chancen". Allerdings spiele die Geldpolitik der Zentralbanken nach wie vor eine wichtige Rolle. Da müsse man rechtzeitig agieren. Für seinen Fonds BNP Paribas L1 Multi-Asset Income (ISIN LU1056594317 / WKN A12EJ8 ) sehe von Scheurl deshalb unter anderem im Bereich der Hochzinsanleihen Handlungsbedarf: "Wir rechnen damit, dass die EZB über kurz oder lang auch Unternehmensanleihen aufkaufen wird. Die Spreads sind hier bereits gesunken. Wir weichen in diesem Segment in die USA aus", so Christoph von Scheurl.

"Die Europäische Zentralbank hat bereits viele der Instrumente, die ihr zur Verfügung stehen, eingesetzt", sage Christian Goldsmith von Morgan Stanley Investment Management. "Wir glauben, dass Draghi nicht unzufrieden sein wird, wenn die Konsequenzen ein schwacher Euro ist, mit mittelfristig steigender Inflation durch die höheren Importkosten", so Goldsmith. Der MS INVF (Morgan Stanley Investment Fund) Global Balanced Income Fund (ISIN LU1355506806 / WKN A2AEEF ) ziele darauf ab, dem Fondsmanager Flexibilität anzubieten, zu reagieren, um Marktentwicklungen oder Ereignisrisiken zu antizipieren.

Goldsmith vermerke, dass sein Fonds eine relativ hohe Allokation zu Fixed Income mit Fokus auf den Euroraum habe, im Vergleich zur typischen Gewichtung des Portfolios, das jedoch weniger defensiv sei als zu Beginn des Jahres. Insbesondere bei Unternehmensanleihen sehe Goldsmith Investitionsmöglichkeiten, während das Investmentteam im Hochzinsbereich eine Präferenz für Europa gegenüber den USA habe. "In unserem Investmentprozess versuchen wir die Volatilität stabil zu halten", sage Christian Goldsmith.

Walter Liebe von Pictet Asset Management beobachte den Hang vieler Marktteilnehmer, den möglichst besten Zeitpunkt zu erwischen, um auszusteigen. "Diese Einstellung könnte sich für Viele rächen. USA und Europa werden sich in diesem Jahr gut entwickeln. Ich würde Anlegern nicht raten, auf weitere große Kurskorrekturen zu wetten", so Liebe. Er empfehle Anlegern eher, sich mit dem Pictet Total Return Phoenix-Fonds (ISIN LU1286880130 / WKN A2AB52 ) marktneutral zu positionieren.

Daniel Lösche von Schroders sehe die Zentralbanken vor dem Dilemma, dass ihr Einfluss auf die Märkte schwinde. "Draghi hat geliefert. Was ist passiert? Die Kurse sind erst gestiegen und kurz darauf wieder gefallen. In Japan haben wir einen ähnlichen Effekt gesehen. Der Yen ist erst abgestürzt und hat sich dann prompt wieder erholt", so Lösche. Eine sichere Prognose, wie sich weitere Zinsentscheidungen - in welche Richtung auch immer - auswirken würden, sei deshalb nur schwer möglich. Lösche nutze mit dem Schroder ISF European Equity Absolute Return (ISIN LU1046235062 / WKN A111GN ) die Möglichkeit, situativ auf steigende oder fallende Märkte setzen zu können: "Das erlaubt uns unser Long-Short-Ansatz, mit dem wir in jeder Marktphase stabile Renditen erzielen können", so Lösche.

"Was kann die EZB eigentlich noch bewirken?", frage auch Dr. Detlev Kleis von UBS. Doch wo manche Marktteilnehmer ratlos seien, empfehle er einen Blick in die USA. "Die EZB hinkt mit ihren Maßnahmen hinterher. Jetzt gibt sie richtig Gas. Deshalb lohnt ein Blick über den Atlantik", so Kleis. Ohne Berücksichtig des Ölpreises ziehe die Inflation dort bereits an.

"Das werden wir auch bald in Europa sehen. Wenn der Ölpreis wieder steigt, wird das auch in der Statistik deutlicher sichtbar", so Kleis. Mittel- bis langfristig sei bei Investitionen aber jetzt vor allem Geduld gefragt. "Wer jetzt auf bestimmte Trends setzt, ist schnell auf der falschen Seite. Mit UBS Strategy Funds (ISIN LU0073129206 / WKN 986912 ) profitieren Anleger dagegen von einer breiten Diversifikation und dem Spezialwissen von Ökonomen, Strategen und Analysten aus unserem Hause", so Kleis.

Einig seien sich die vier Experten darin, dass die Zentralbanken auch im Jahr 2016 die Geschehnisse an den Börsen maßgeblich beeinflussen würden. Aktien würden attraktiv bleiben, allerdings werde sich der Unterschied zwischen gut laufenden und schlecht laufenden Aktien vergrößern. In diesem Szenario könnten Anleger Stock Picking betreiben und darauf hoffen, sich genau richtig zu positionieren - Short-Long- und Total-Return-Strategien würden in diesem Szenario jedoch erfolgversprechender zu sein erscheinen. (24.03.2016/fc/a/f)


 

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