OFI Precious Metals Fund: Goldene Zukunft bei niedrigen Realzinsen


22.01.20 14:30
Meldung
 
Paris (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis in Euro klettert von einem Allzeithoch zum nächsten: Zuletzt hat Gold einen historischen Höchstpreis von 1.442 Euro pro Unze erzielt, so die Experten von OFI Asset Management.


Benjamin Louvet, Fondsmanager des OFI Precious Metals Funds (ISIN FR0011170182 / WKN A1J4GP ) bei OFI Asset Management, beantworte die Frage, ob die Kursrally anhalten werde, ob Anleger nun trotz der Höchststände investieren oder besser auf Silber als "Gold des kleinen Mannes" setzen sollten.

Da Gold in der Vergangenheit mit den Realzinsen negativ korreliert habe, sollten Anleger am besten immer auf deren Verlauf blicken, um herauszufinden, wie sich der Goldpreis in Zukunft entwickeln werde. Nach Meinung der Experten werde sich an den niedrigen Leitzinsen weltweit in absehbarer Zeit nichts ändern. Denn einige wichtige Industriestaaten wie die USA, Frankreich, Italien und Spanien sowie zu einem geringeren Ausmaß Schwellenländer wie China, die Türkei oder Kasachstan seien hoch verschuldet.

Die Experten würden es für unwahrscheinlich halten, dass die Zinsen schnell und stark erhöht würden, weil die Schuldenlast dadurch rasant ansteigen würde - mit ungeahnten Konsequenzen für die einzelnen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft. Im Gegenteil: Die Experten würden sogar davon ausgehen, dass die US-amerikanische Zentralbank die Leitzinsen in den nächsten 18 bis 24 Monaten weiter senken werde. Das heiße, die Experten würden immer noch ein gewisses Potenzial sehen, dass der Goldpreis bis auf 1.700-1.800 EUR oder 1.900-2.000 US-Dollar weiter steige.

Gestützt werde der Goldkurs durch die hohe Nachfrage der Zentralbanken weltweit. Sie hätten insgesamt 550 Tonnen per Q3/2019 gekauft, sodass für das Gesamtjahr 2019 der Vorjahreshöchststand von 651 Tonnen sogar noch übertreffen werden könnte. China habe seine Reserven um 95,8 Tonnen aufgestockt, Russland um 148,5 Tonnen, die Türkei um 76,8 Tonnen sowie Polen um 100 Tonnen. Für die hohen Kaufvolumina gebe es vor allem zwei Gründe: Zum einen diene Gold zur Diversifikation und erhöhe nicht den bereits aufgehäuften Staatsanleihen-Schuldenberg. Zum anderen helfe es Ländern wie Russland oder der Türkei unabhängiger vom US-Dollar zu werden. Zusätzlich sei die Nachfrageseite 2019 durch die Kehrtwende zu niedrigen Leitzinsen und den Handelskonflikt zwischen den USA und China angeheizt worden. Anleger hätten Gold gekauft, um ihre Geldanlage in unsicheren Zeiten abzusichern.

In Zukunft könnte die Nachfrage nach Gold noch weiter zunehmen, wenn die Inflation stärker als erwartet ansteige. Denn die expansive Geldpolitik verfehle immer mehr ihre Wirkung und es sei möglich, dass die Regierungen weltweit zu fiskalpolitischen Maßnahmen greifen würden, um die Wirtschaft anzukurbeln, was wiederum zu einer höheren Inflation führen könnte. Kurzum: Auch wenn der Goldpreis kurzfristig leicht nachgegeben könnte, würden die Experten meinen, dass jetzt eine gute Gelegenheit sei zu investieren, da die Leitzinsen noch längere Zeit niedrig bleiben oder sogar noch gesenkt würden. Wer aber nicht 1.442 Euro für eine Unze Gold aufbringen möchte, der könne auch in Silber investieren. Eine Unze Silber koste 18 US-Dollar. Und wer darauf setze, dass historisch gesehen Silber mit dem Goldpreis korreliere, der schaue in eine glänzende Zukunft - egal ob mit Silber oder Gold.

Der Fonds: Der von Benjamin Louvet verwaltete UCITS-Fonds OFI Precious Metals investiere konstant zu 35 Prozent in Gold und jeweils zu 20 Prozent in Silber, Platin und Palladium. Die restlichen fünf Prozent des Portfolios würden in Eurodollar (3-Monats-LIBOR) stecken. Dieser Ansatz ermögliche Anlegern einen breiten Zugang zu den wichtigsten Edelmetallen über Swaps, denn Louvet investiere nicht in die Rohstoffe selbst. Der 2012 aufgelegte Fonds sei in Euro währungsgesichert und börsentäglich liquide.

Das Unternehmen: Die französische Gesellschaft OFI Asset Management verwalte derzeit 73 Milliarden Euro für institutionelle und private Anleger und sei seit 20 Jahren im Bereich SRI (Socially Responsible Investments) aktiv. Drei Viertel des verwalteten Vermögens würden SRI-Analysen und -Berichten unterzogen. Damit zähle OFI zu den größten unabhängigen Asset Managern für sozial verantwortliche Investments in Frankreich, das als erstes Land weltweit die Rahmenbedingungen für ein so genanntes ESG-Reporting, das soziale, ökologische Kriterien sowie eine gute Unternehmensführung umfasse, für institutionelle Investoren und Asset Manager gesetzlich festgeschrieben habe. OFI sei 1971 gegründet worden und sei seit 2017 auch in Deutschland und Österreich präsent. (22.01.2020/fc/a/f)


 

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