Phaidros Funds Schumpeter Aktien: "Schöpferische Zerstörer" und Oligopolisten trotzen der Krise


19.08.20 13:55
Meldung
 
München (www.fondscheck.de) - Diejenigen Unternehmen, die den Wandel aktiv mitgestalten, werden stärker als je zuvor dastehen, sobald wir die aktuelle Krise hinter uns gelassen haben, schreibt Ingo Koczwara, Portfoliomanager des Phaidros Funds Schumpeter Aktien (ISIN LU1877914132 / WKN A2N5FS ) bei der Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement GmbH, in seinem Marktkommentar.


Dass sich die auf den früheren österreichischen Nationalökonomen Joseph Alois Schumpeter zurückgehende Aktienstrategie seines Fonds in diesen Zeiten bewährt habe, überrasche ihn nicht.

Die Marktschwankungen im ersten Halbjahr 2020 seien derart heftig gewesen, dass man für einen angemessenen Vergleich bis in die Wirtschaftskrise des Jahres 1929 zurückblicken müsse. Das gelte sowohl für die Abwärtsbewegung in diesem März als auch für die fulminante Aufholrally in den Monaten danach. In der Börsengeschichte suchen wir dann auch vergebens nach Anhaltspunkten, wie sich eine Pandemie auf global ausgedehnte Lieferketten und die Umsätze der davon betroffenen Unternehmen auswirkt, so die Experten von EYB & WALLWITZ.

Im Gegensatz zur Finanzkrise der Jahre 2008/2009 hätten die Zentralbanken diesmal schnell reagiert. Die Europäische Zentralbank EZB habe ihre Anleihekaufprogramme deutlich ausgeweitet. Die amerikanische Notenbank FED kaufe zusätzlich zur Zinssenkung auf fast null Prozent nun auch Hochzinsanleihen. Hinzu kämen umfangreiche Wirtschaftshilfen wie das 750 Milliarden-Euro-Wiederaufbauprogramm der Europäischen Union und die Hilfspakete der US-amerikanischen Regierung über insgesamt 3.000 Milliarden US-Dollar. Deutschland weise im aktuellen Entwurf für den Bundeshaushalt eine Nettoneuverschuldung von 220 Milliarden Euro für das laufende Jahr aus.

Die außergewöhnliche Summe aller Maßnahmen habe ihre Wirkung nicht verfehlt und für eine schnelle Erholung an den Kapitalmärkten gesorgt. Die daraus resultierende Zuversicht im Markt erinnere etwas an die euphorische Stimmung nach Mario Draghis historischer Aussage "Whatever it takes". Die jüngsten Kursanstiege seien jedoch fundamental betrachtet keinesfalls absurd. Um Konjunkturzyklen bereinigt, liege das Shiller KGV über seinem 20-jährigen Durchschnitt. Branchen und Unternehmen seien aber sehr differenziert zu betrachten. Von der Pandemie stark betroffene Branchen wie Luftfahrt, Tourismus und die Hersteller von Ausrüstungsgütern dürften noch lange benötigen, um sich zu erholen. Andere Branchen wie E-Commerce, Online-Zahlungsdienstleister oder auch Pharmaunternehmen würden durch die Nachfrageverschiebung eine positive Entwicklung aufweisen - zumindest, wenn dabei alles mit rechten Dingen zugehe.

Aber auch bei den Gewinnern der letzten Monate gebe es Unterschiede: Zyklischen Gewinnern komme die derzeit hohe Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen zugute. Unilever beispielsweise habe im ersten Halbjahr ein starkes Umsatzwachstum bei Reinigungs- und Hygieneprodukten zu verzeichnen. Bei indirekten zyklischen Gewinnern wie Pepsi spiegele sich die Beliebtheit von Softdrinks und Snacks während des Lockdowns wider - die "Corona-Bäuchchen" kämen also nicht von ungefähr.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen hätten viele Trends beschleunigt, die sich schon zuvor abgezeichnet hätten. Diejenigen Unternehmen, die den Wandel aktiv mitgestalten, werden stärker als je zuvor dastehen, sobald wir die aktuelle Krise hinter uns gelassen haben, so die Experten von EYB & WALLWITZ. Das würden nicht nur die Rekord-Umsätze und -Gewinne in den jüngsten Halbjahresberichten der großen Technologie-Konzerne zeigen. Auch ein Unternehmen wie Teladoc, ein Anbieter medizinischer Ferndiagnosen, habe im ersten Halbjahr doppelt so viele virtuelle Arzttermine vermittelt wie im Vorjahr. Nicht von ungefähr habe die Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 180 Prozent zugelegt.

Ein weiteres Beispiel sei das bargeldlose Bezahlen. Während dies in Ländern wie Schweden oder Holland lange etabliert sei, seien in Deutschland sowohl Anbieter als auch Verbraucher lange Zeit dem Bargeld zugeneigt gewesen. Mittlerweile sei nahezu überall Kartenzahlung möglich. Zahlungsabwickler wie MasterCard, PayPal und Square dürften als strukturelle Gewinner bezeichnet werden. Auch weil dahinter ein in seiner Tragweite kaum überschätzbarer Trend stehe: Die Veränderung des Konsumverhaltens weltweit.

Ausgesucht und bestellt werde heute online, geliefert bis an die Haustür. Das Nachsehen hätten Einzelhandel und Einkaufsmeilen, denen dieser Umsatz fehle. Was sich über Amazon etabliert habe, bilde als Megatrend auch neue, angrenzende Märkte. Mit Pinterest beispielsweise finde sich im Schumpeter Portfolio eine auf Bilder fokussierte Plattform mit bunter Themenvielfalt - von Garten und Inneneinrichtung über Mode und Reisen bis hin zur Bastelanleitung. Das Auge bleibe am Bild hängen, der Nutzer klicke, der Link zur Verkäuferseite des gezeigten Angebotes sei hinterlegt. Das bewährte Marketingprinzip, dem Kunden beizubringen, was er unbedingt brauche, werde damit auf eine neue, überall und jederzeit mobil zugängliche Ebene gehoben.

Neben "schöpferischen Zerstörern" wie Pinterest fänden sich auch Monopolisten oder Oligopolisten im Schumpeter Portfolio. Sie würden sich durch eine konstante Nachfrage, auskömmliche Margen und hohe Eintrittsbarrieren auszeichnen - und sie könnten in unruhigen Zeiten stabilisierend wirken. Die Aussicht auf konstante, meist hohe Dividendenzahlungen sei ausschlaggebend für die Wertentwicklung einer langfristigen Aktienanlage.

Typische Beispiele für diese Kategorie seien Nahrungsmittelproduzenten und Pharmaunternehmen. Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation müssten Menschen essen und seien gegebenenfalls auf Medikamente angewiesen. Staaten hätten ein hohes Interesse an der Grundversorgung ihrer Bevölkerung, weshalb sie diesen Unternehmen auch eine gewisse Monopolstellung zubilligen würden. Von einem solchen übergreifenden Interesse profitiere beispielsweise Veolia Environment, zuständig für die Müllabfuhr im Großraum London. Die Stadt dürfte ein sehr großes Interesse daran haben, dass hier alles reibungslos laufe.

Genauso wie sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ständig weiterentwickeln würden, sei dies auch bei den Kapitalmärkten der Fall. Die jüngsten Ereignisse würden zeigen, wie schnell und drastisch sich die Marktumstände ändern könnten. Die Experten von EYB & WALLWITZ seien überzeugt, dass das beste Werkzeug, um diesem stetigen Wandel zu begegnen, der gesunde Menschverstand sei. Das sei mit ein Grund, warum die Experten von EYB & WALLWITZ mit der aktiv gemanagten Schumpeter-Strategie nach überschaubarem Drawdown im März auf Jahressicht ein Plus von 12 Prozent ausweisen könnten (Stand 31. Juli 2020). Anders als viele Benchmark-Ansätze seien die Experten allenfalls indirekt in Automobil, Luftfahrt, Tourismus oder Öl investiert gewesen. Bis man in diesen Branchen die Vor-Krisen-Kurse wiedersehe, dürfte es dauern - wenn einige Unternehmen es überhaupt schaffen würden.

Die Experten von EYB & WALLWITZ seien für die Zukunft an den Aktienmärkten vorsichtig optimistisch gestimmt. Die Pandemie mit ihren vielen Opfern sei ohne Frage eine menschliche Katastrophe. Unsere Gesellschaft und die Wirtschaft werden sich jedoch an die neuen Gegebenheiten anpassen und daher weiter funktionieren, so die Experten von EYB & WALLWITZ. Die Zentralbanken und die Regierungen dürften weiterhin alles tun, um den schlimmsten Kollaps mit allen verfügbaren Mitteln zu verhindern.

Langfristig sähen die Experten von EYB & WALLWITZ weiterhin sehr gute Wachstumschancen für Aktien. Der digitale Wandel befinde sich in vielen Bereichen gerade einmal am Anfang. Arztbesuche, Behördengänge, Bildungsangebote und auch viele Einkäufe würden zum größten Teil noch analog ablaufen. Auch der Bedarf an medizinischer Forschung und Ausrüstung sei niemals höher gewesen und werde weiter steigen. Nicht zuletzt beobachte man in den Schwellenländern einen weiter anwachsenden Trend zum Konsum. Dies sind allesamt Aspekte, die uns als aktive Aktienmanager durchaus positiv stimmen dürfen, so die Experten von EYB & WALLWITZ. (19.08.2020/fc/a/f)


 

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